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Die Fussstapfen von Hütter sind zwar gross, die Namen der Verfügbaren aber auch

Trainer-Kandidaten mal anders: Liebe Berner, wen wollt ihr?

YB sucht den Supertrainer!

Wer soll in die grossen Fussstapfen von Adi Hütter treten? Viele Schweizer werden natürlich genannt. René Weiler, Urs Fischer, Martin Schmidt, … Aber vielleicht wird es ja wieder ein Ausländer? Erneut ein Österreicher? Ein Deutscher? Oder ein ganz GROSSER Name?

Name: Ralph Hasenhüttl
Alter: 50
Nationalität: Österreich
Situationsstand: Zuletzt bei RB Leipzig unter Vertrag

Ralph Hasenhüttl wäre natürlich eine ganz interessante Nummer! Der 50-jährige Grazer betreute während den letzten zwei Jahren den Bundesligisten RB Leipzig sehr erfolgreich. Nach dem Aufstieg von der zweiten Liga in die erste vor zwei Jahren führte er den Dosenklub sogleich überragend auf Platz zwei. In dieser Saison schaute zwar nur noch der sechste Platz heraus, aber europäisch sind die Leipziger erneut. Hasenhüttl selber war es, der um eine vorzeitige Vertragsauflösung bat: „Für beide Seiten wäre es nicht wünschenswert, ohne eine langfristig geklärte Zukunft in ein letztes Vertragsjahr zu gehen.“.

Wie Adi Hütter ist Ralph Hasenhüttl Österreicher und wie der YB-Erfolgstrainer hat Hasenhüttl eine Vergangenheit bei einem Red-Bull-Verein. Die Parallelen sind also durchaus da. Ausserdem sind die beiden Fussballlehrer etwa gleich alt und, ganz interessant: Bei Leipzig liess Hasenhüttl fast ausschliesslich in einer 4-4-2-Formation und äusserst offensiv, schnell und spektakulär spielen. Etwas, das bekanntlich sehr dem Hütter’schen YB ähnelt! Hasenhüttl wäre jedenfalls verfügbar!

Name: Hannes Wolf
Alter: 37
Nationalität: Deutschland
Situationsstand: Bis anfangs Januar bei Stuttgart

Dieser Mann wäre mal eine Wahl! Vielleicht kennen ihn nicht alle. Der 37-jährige Hannes Wolf trainierte von September 2016 bis Januar 2018 den VfB Stuttgart. Die Schwaben führte er nach einem Jahr Zweitklassigkeit wieder ins Bundesliga-Oberhaus. Am 28. Januar dieses Jahres wurde er dann bei den abstiegsgefährdeten Stuttgartern entlassen. Für seine Verdienste beim VfB wurde er vom DFB als „Trainer des Jahres“ ausgezeichnet.

Der Deutsche wäre eine spannende und natürlich mutige Wahl. Immerhin: Mit den Vereinsfarben Gelb-Schwarz hat er bereits gute Erfahrungen gemacht. Während vielen Jahren war er vor seiner Zeit in Stuttgart sehr erfolgreich im Nachwuchs von Borussia Dortmund tätig. Vielleicht ja ein gutes Omen. Und durch diese Beziehungen würde dann einer Zusammenarbeit mit den Dortmundern nichts im Wege stehen – so à la FC Basel und FC Barcelona.

Namen: Nouri, Weinzierl, Stendel, Frings
Alter: 38 / 48 / 44 / 41
Nationalitäten: Deutschland
Situationsstände: alle vereinslos

Es ist gut möglich, dass ein Deutscher oder zumindest Deutschsprachiger auf Adi Hütter folgt. Wenn es nicht Kronfavorit Hannes Wolf vom nördlichen Nachbarn sein sollte, stünden folgende Herrschaften bereit.

Alexander Nouri ist ähnlich wie Wolf mit seinen 38 Jahren ein Trainertalent. Zuletzt coachte der Deutsch-Iraner 43 Pflichtspiele lang den SV Werder Bremen, ehe er im vergangenen Oktober durch Kohfeldt ersetzt wurde. Ein junger, frischer Mann mit noch viel Potenzial im Trainerbusiness!

Markus Weinzierl dürfte den meisten am bekanntesten erscheinen. Der 43-Jährige aus Straubing war lange Zeit Trainer bei Jahn Regensburg und dann bei Augsburg. Zuletzt war er bis vergangenen Juni beim FC Schalke tätig. Seit fast einem Jahr ist er ohne Job. So wird er immer wieder mit neuen Klubs in Verbindung gebracht. Aktuell scheint besonders Mönchengladbach interessiert zu sein. Für die Young Boys wäre dieser Herr sicherlich eine grosse Nummer!

Die anderen zwei Trainer tragen die Namen Daniel Stendel und Torsten Frings, der besonders als Spieler sowohl bei Bremen als auch in der Nationalmannschaft auf sich aufmerksam machte. Stendel trainierte bis März 2017 Hannover 96 und Frings bis Dezember 2017 den SV Darmstadt 98.

Namen: Djuricin, Stöger, Glasner
Alter: 43 / 52 / 43
Nationalitäten: Österreich
Situationsstände: Trainer bei Rapid / verfügbar / Trainer bei LASK

Was, wenn nicht ein Österreicher? Klar, dass als Nachfolger des Vorarlbergers Adi Hütter ein Mann vom östlichen Nachbarn sehr gut in Frage kommen kann. Die Austria-Fraktion besteht aus Goran Djuricin, Peter Stöger und Oliver Glasner.

Adi Hütter kam damals indirekt von der österreichischen Bundesliga zum BSC YB. In dieser Liga tätig ist aktuell Goran Djuricin bei Rapid Wien. Momentan liegen die Wiener auf dem vierten Tabellenrang. Für den SK Rapid vollbringt er seit April 2017 solide Arbeit. Sein Vertrag läuft im Sommer aus. Über die Schweiz erkundigen könnte er sich bei seinem Sohn Marco, der für den Grasshopper Club Zürich stürmt.

Das wäre mal ne Bombe! Die Farben stimmen jedenfalls bereits! Peter Stöger ist wie Djuricin ab Sommer 2018 für einen neuen Posten verfügbar. Wie Adi Hütter machte er anständige Arbeit in der österreichischen Liga, allerdings bei Austria Wien. Danach wurde er zur Trainerlegende bei Köln. Frei wäre er, ein Name für Erfolg auch.

Der Letzte im Bunde ist Oliver Glasner. Ein weiterer akribischer und sorgfältiger Arbeiter. Die Parallelen mit Hütter sind gar noch ähnlicher. Glasner war nämlich Sportkoordinator bei RB Salzburg und danach Co-Trainer bei den Bullen unter Roger Schmidt. Danach Coach beim FC Liefering. Zwei Stationen, wo auch einst Adi Hütter arbeitete. Das Problem: Sein Vertrag bei LASK Linz, mit denen er letztes Jahr aufstieg und aktuell auf dem starken 5. Rang logiert, läuft bis 2022.

Name: Paolo Di Canio
Alter: 49
Nationalität: Italien
Situationsstand: vereinslos

Etwas feuriges und südländisches Temperament würde er in die Bundeshauptstadt bringen!

Als Trainer hat der Italiener noch keine Stricke zerrissen. Bei Swindon Town verrichtete er zwar ziemlich starke Arbeit, die Zeit beim AFC Sunderland von März bis September 2013 war dann allerdings komplett zum Vergessen.

Aufgefallen ist Di Canio besonders als Kapitän von Lazio Rom. Im Stadtderby gegen die AS Rom begrüsste er einst seine Anhänger mit dem faschistischen „römischen Gruss“. Obwohl er dafür bestraft wurde, wiederholte er den Gruss im Verlauf seiner Karriere immer wieder. 

Auf Di Canios rechten Oberarm ist ausserdem das Wort „Dux“ tätowiert, geschrieben von oben nach unten in den Lettern „DVX“, was die lateinische Form von Duce (Führer) ist, dem Titel des ehemaligen italienischen Diktators Mussolini.

Ein Transfer von Di Canio würde auf den Strassen sicherlich Tumult auslösen und wäre wohl wochenlang das Thema.

Name: Christian Streich
Alter: 52
Nationalität: Deutschland
Situationsstand: Trainerlegende des SC Freiburg

Er hingegen wäre eine Be(st)reicherung für unsere Liga! Christian Streich, der Trainergott vom SC Freiburg. Seit Januar 2012 steht er für diesen Verein an der Seitenlinie und durchlebte seither Höhen und Tiefen. Angezählt wurde er nie. Den früheren Co-Trainer vom SC haben die Breisgauer viel zu gern.

Freiburg ohne Streich geht eigentlich gar nicht mehr. Mit seinem Temperament, seiner Liebe für den Fussball, seinem Fachwissen und seinen legendären Interviews wäre er aber ein ganz grosses Plus für die Schweizer Liga. Ein Deutschsprachiger wäre er ja und Freiburg liegt jetzt nicht allzu weit weg. Vielleicht braucht er mal eine Luftveränderung!

Name: Luiz Felipe Scolari
Alter: 69
Nationalität: Brasilien-Italien
Situationsstand: vereinslos

Etwas in die Jahre gekommen, aber ein Mann mit einem grossen Trophäenschrank! Darf ich vorstellen: Luiz Felipe Scolari.

Der Weltmeistertrainer von 2002 mit Brasilien ist seit vergangenem November ohne Verein. Rund zweieinhalb Jahre lang coachte er den chinesischen Top-Klub Guangzhou Evergrande und führte ihn zu gleich drei Meistertiteln. Ausserdem feierte er zahlreiche Erfolge auf dem südamerikanischen Kontinent. In Europa bekannt wurde er als Nationaltrainer von Portugal oder als Coach vom FC Chelsea.

Ein Weltmeister wäre doch was für den Schweizer Meister! Und dass es neuerdings, neben dem Jugendwahn à la Nagelsmann und Tedesco, auch etwas in der Mode ist, einen älteren Fussballfachmann an Bord zu holen, bewiesen zuletzt die Bayern durchaus erfolgreich. Luganos Abascal als der „Nagelsmann der Schweiz“ und Scolari als der „Heynckes der Schweiz“?

Name: Arsène Wenger
Alter: 68
Nationalität: Frankreich
Situationsstand: bis Juni 2018 beim FC Arsenal

Die wohl grösste Nummer für die Young Boys wäre Arsène Wenger, der legendäre Coach des FC Arsenal. 22 Jahre lang war er Cheftrainer der „Gunners“! Für seine Verdienste bekam er schon zahlreiche Auszeichnungen. Er wurde Ritter der Ehrenlegion, zum Officer of the Order of the British Empire ernannt und sogar ein Asteroid ist nach ihm benannt.

Zum Saisonende wird er nach rund 1200 Pflichtspielen an der Seitenlinie von Arsenal zurücktreten. Die französische Sprache würde für ihn sprechen. Mit Mbabu, Sanogo, Assalé, Hoarau & Co. ist das YB-Team eher französisch geprägt. Ausserdem wäre der aus dem Elsass stammende Fussballtrainer mit einem Wechsel nach Bern seiner Heimat wieder deutlich näher.

Wenger könnte natürlich zu jedem Verein wechseln. Aktuell soll der ambitionierte FC Everton, der kürzlich seinen Trainer entliess, starkes Interesse am Franzosen haben. Vielleicht zieht es ihn jedoch im Spätherbst seiner Trainerkarriere in ruhigere Gefilde wie etwa der Schweiz?

Name: Mohamed Salah
Alter: –
Nationalität: Ägypten
Situationsstand: vereinslos

Ein Name, der für viele Tore, viel Spektakel und Erfolg spricht! Mohamed Salah! Mit Mo Salah ist aber nicht Liverpools Super-Knipser gemeint, sondern der ägyptische Trainer. Dieser war in der Vergangenheit weniger erfolgreich und zuletzt mehrmals Co- und Interimstrainer bei Zamalek in der ägyptischen Liga. Seit April 2017 vereinslos. Alleine wegen des Namens sehr verlockend für YB! Nach Basels Mo Salah, kommt Berns Mo Salah!

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