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Die drei Stars und der Loser

Der bullige Aussenverteidiger als Zürcher Sinnbild

Der FC Zürich deklassiert den FC Basel zuhause mit 4:1 und sichert sich den vierten Rang.

Wer hat überzeugt und wer enttäuscht? Dies sind die drei Stars und der Loser.

Third Star: Michael Frey (FC Zürich)

Was ist Michi Frey nur für eine Tormaschine und darüber hinaus noch hart im Nehmen. Der FCZ-Stürmer litt nach einem Zusammenprall mit Vaclik und Manzambi sichtlich an Schmerzen in der Schulter, biss aber auf die Zähne. Es lohnte sich. Nach einem wunderbaren Zuspiel von Marchesano in der 83. Minute versenkte Frey den Ball souverän in den Maschen und auch das 4:0 war eine Kopodruktion von Marchesano und Frey. Dieses Mal gab der Münsiger die Vorlage, die der Mittelfeldspieler mit einem sehenswerten Weitschuss verwertete. Frey trifft und trifft also weiter. In vier Spielen hintereinander war er nun erfolgreich und hat dabei sechs Treffer erzielt. Im Saisonherbst läuft das Sturmjuwel der Zürcher zur Höchstform 

Second Star: Antonio Marchesano (FC Zürich)

War es Antonio Marchesano, der heute den entscheidenden Unterschied machte? Die Statistik sagt ja. In 45 Minuten ohne Marchesano: 0 Tore, 9 Fouls, 42% Ballbesitz. In 45 Minuten mit Marchesano: 4 Tore, 4 Fouls, 52% Ballbesitz. Der FCZ zeigte sich nach der Hereinnahme des 27-Jährigen wie verwandelt. Plötzlich wurde zielstrebig gespielt, schnörkelloser Konterfussball, der bald Tore brachte. Seine Topleistung krönte Marchesano mit einem Assist zum 3:0 und dem Treffer zum 4:0 gleich selber – was für ein Unterschied zum Spiel gegen den FC Thun, wo er grösstenteils blass geblieben war. Für den Cupfinal wird Trainer Ludovic Magnin kaum am Mittelfeldspieler aus Bellinzona vorbeikommen.

First Star: Pa Modou (FC Zürich)

Dass er dennoch nicht First Star ist, sagt einiges über die Leistung von Pa Modou aus. In der ersten Hälfte solid, aber blass, steigerte sich der Linksaussen in der zweiten Halbzeit massiv. Sein Pass zum 1:0 auf Raphael Dwamena war absolute Extraklasse. Beim 2:0 eine knappe Viertelstunde später vollstreckte er, von sämtlichen Baslern allein gelassen, gleich selber. Mit dem 1:0 war der Damm gebrochen, mit dem 2:0 wussten die Zürcher, dass der Sieg absolut in Reichweite liegt. Pa Modou hat grossen Anteil daran, dass der FCZ in dieser entscheidenden Phase des Spiels glänzte.

Loser: Luca Zuffi (FC Basel)

Es war nicht unbedingt das Spiel des Luca Zuffi. Defensiv ganz okay, offensiv mit zu vielen Fehlpässen und fehlender Konzentration spielte der Basler Mittelfeldstratege eine durchzogene erste Halbzeit. Immerhin kann er sich damit trösten, dass er bereits nicht mehr auf dem Platz stand, als die FCZ-Tormaschinerie auf Betriebstemperatur kam. Die beste Chance der Zürcher in der ersten Hälfte war aber von ihm verschuldet, als Frey von einem Fehlpass Zuffis profitieren konnte. Und auch seine Freistösse waren heute für einmal nicht so stark, wie sie normalerweise sind.

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