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Kossmann muss Konsequenzen aus Pleite in Lugano ziehen

“Never change a winning Team“ – Landen Seger und Pelletier wieder auf der Tribüne?

Hans Kossmann ist inzwischen für seine diversen Rotationen im Team bekannt geworden und tauscht vor allem in den Playoffs munter die Spieler aus. Am Montag missachtete er das Motto „never change a winning team“ und wurde prompt dafür bestraft. 

26 verschiedene Feldspieler setzte der kanadische Interimscoach in den Serien gegen Zug, Bern und nun gegen Lugano bereits ein, wobei Mattia Hinterkircher, Roger Karrer und Jérôme Bachofner nur zu Beginn spielten. Im Ausländerblock neben Fredrik Pettersson und Lauri Korpikoski wechseln sich Pascal Pelletier, Drew Shore und Linden Vey ab, Letzterer verletzte sich allerdings vor dem Playoff-Final und konnte seither nicht mehr eingesetzt werden. Bis zur Final-Serie gegen Lugano spielte Kossmann jeweils mit vier kompletten Linien, womit er 12 Stürmer und acht Verteidiger einsetzte. Ab dem ersten Spiel in Lugano stellte er dann seine Taktik um und brachte Pestoni als 13. Stürmer für den achten Verteidiger. Der erst 18-jährige Tim Berni erhielt den Vorzug vor Mathias Seger, womit die ZSC-Legende in seiner letzten Serie noch zuschauen musste. Vor Spiel 3 in der Resega kam dann Seger für den leicht angeschlagenen Berni zurück und Pelletier ersetzte Shore in der ersten Linie – es folgte die erste Finalniederlage der Lions.

 

Wieso hat Hans Kossmann überhaupt im Final seine Taktik geändert, obwohl es den Lions zuvor so gut lief? Seine Umstellung zu Pestoni als 13. Stürmer hatte den einfachen Hintergedanken, dass er mit dem Tessiner einen Spieler hat, der den HC Lugano gut kennt und der ihm im Powerplay eine zusätzliche Option liefert. Tatsächlich stand Pestoni auch die längste Zeit in Überzahl auf dem Eis, strahlt zwar Gefahr aus, doch Göttin Fortuna meinte es bisher noch nicht so gut mit ihm.

Routiniers Pelletier und Seger für Niederlage eingesetzt

An die Umstellungen auf der Centerposition des Ausländerblocks hat sich unter Kossmann inzwischen jeder gewöhnt, doch weshalb er Drew Shore nach dem starken Auftritt am Samstag im Hallenstadion im Tessin zuschauen liess, bleibt sein Geheimnis. Spiel 1 machte Pelletier, eher erfolglos, dann kam Drew Shore ins Team, erzielte einen Treffer und bereitete zwei vor und wurde daraufhin wie bereits erwähnt wieder ersetzt. Kossmanns Erklärung gegenüber dem Tagesanzeiger fiel so aus: „Ich liess Shore draussen, damit er eine Chance hat, am Mittwoch wieder heiss zu laufen.“ Heisst also, der Amerikaner kommt in Spiel 4 zurück ins Team. Auch Tim Berni wurde nach den ersten beiden Siegen im Final draussen gelassen und durch Routinier Mathias Seger ersetzt, was keine Markanten Unterschiede hinterliess, bekanntlich jedoch nicht von Erfolg gekrönt war. Zurück zum Motto „never change a winning team“ würde also bedeuten, dass neben Shore auch Berni wieder zurück in die Mannschaft kommen könnte und so die Voraussetzungen wieder gegeben sind, dass die ZSC Lions heute wieder zurück auf die Siegesstrasse kehren.

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