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Der FC Basel sucht nach einem versöhnlichen Saisonabschluss

Vali und der Wolf sollen Wickys Männer wieder stark machen

Der Meisterschaftstitel geht wohl in die Hauptstadt. Und auch der Sieg im Cupwettbewerb ist für den FC Basel nicht mehr möglich! In der Stadt am Rheinknie sucht man fieberhaft nach einer Möglichkeit, die Saison 2017/18 noch versöhnlich abzuschliessen. Starke Leistungen der Neuzugänge, so wie eine Siegesserie, wie zum Ende des vergangenen Jahres wären dabei sicher zuträglich. 

Der FCB hat wahrlich keine einfache Saison hinter sich. Der von den Fans geforderte Umbruch, inklusive Rückkehr zu den Wurzeln, wurde zwar vollzogen, der erwartete Erfolg blieb dabei aber auf der Strecke. Gleich am ersten Spieltag setze es für die „Bebbi“ gegen den designierten Meister aus Bern die erste Niederlage. Auch die kritischen Stimmen liessen nicht lange auf sich warten. 

Die Basler zeigten sich erstaunlich inkonstant und verloren in der Hinrunde, man mag es kaum glauben, zwei Partien in Folge. Nach den Pleiten gegen Lausanne und St.Gallen war der Baum definitiv in Brand gesetzt worden. Die neue Führung um Präsident Bernhard Burgener und Sportchef Marco Streller behielt jedoch kühlen Kopf und wurde dafür mit einer Aufholjagd der Mannschaft von Raphael Wicky belohnt. Mit nur drei Punkten Rückstand auf Leader YB ging es in die Winterpause. 

Die Rückkehrer vermögen vorerst nicht zu überzeugen

Als dort aber mit Manuel Akanji und Renato Steffen gleich zwei Leistungsträger verscherbelt wurden, hielt sich die Begeisterung der Basler Fussballfans gelinde gesagt in Grenzen. Die Wogen glätten sollte die Rückkehr von Fabian Frei und Valentin Stocker. Vorerst konnten aber weder der Mittelfeldregisseur, noch der Flügelflitzer überzeugen. Im Gegenteil: Frei verpatzte den Champions-League-Kracher gegen Manchester City komplett und  Stocker „verbaselte“ den Spitzenkampf gegen die Young Boys. 

Jetzt aber scheint der Ligakrösus so langsam in die Spur zu finden. Seit der Niederlage gegen Luzern holten die Basler 10 von 12 möglichen Punkten. Fabian Frei wurde von Wicky in die Innenverteidung versetzt und vermag dort plötzlich zu überzeugen. Und auch Valentin Stocker feierte gegen den FCZ seine Torpremiere seit der Rückkehr. Wie erleichtert vor allem der Ex-Herthaner über diese Tatsache war, zeigte sein intensiver Torjubel. Stocker gilt ja ohnehin nicht als Spieler, der sich von Kritik vernichten lässt, ist er doch regelmässig Ziel der Pöbelein und Schmähgesänge aus dem gegnerischen Fansektor. 

Auch van Wolfswinkel unterliegt Leistungsschwankungen 

Frei und Stocker sind aber ohnehin nicht die einzigen Transfers von Marco Streller, welche in der Fussballschweiz kritisch beäugt wurden. Auch der Niederländer Ricky van Wolfswinkel hatte so seine lieben Schwierigkeiten, die abgewanderten Seydou Doumbia und Marc Janko vergessen zu machen. Erschwerend kam hinzu, dass sich der Goalgetter nach sieben Toren aus sieben Partien eine schwere Verletzung zuzog und lange ausfiel. Dimitri Oberlin und Albian Ajeti vermochten diese Lücke nicht zu schliessen und so überkam den grossen FCB plötzlich die Torimpotenz! 

Im Klassiker gegen den FC Zürich fand dann aber auch die Durststrecke des „Wolfs“ ein Ende. Nach zehn Partien (drei davon ohne Einsatzminuten) netzte RvW auf Vorlage von Samuele Campo zum 3:0 ein. Selbst der von Lausanne zurückgekehrte Campo kommt also zu seinem Erfolgserlebnis. Erfolgserlebnisse, welche selten geworden waren beim verwöhnten Klub vom Rheinknie. Und auch wenn Marco Streller bekräftigt, mit Trainer Wicky in die neue Saison gehen zu wollen, die aktuelle Spielzeit muss immer noch anständig abgeschlossen werden. 

Wiedergutmachung durch starke Leistungen bis zum Schluss 

Da es für den FCB keine Titel geben wird, fragt man sich, wie die Versöhnung mit dem Fussballjahr 2017/18 geschehen soll. Eine Möglichkeit dazu wurde den Baslern in den letzten Partien offenbart: Wenn nämlich die Rückkehrer Frei und Stocker sich weiter verbessern können, van Wolfswinkel den Ball wieder öfters in den Winkel nagelt und auch Neuzugänge wie Campo oder Ajeti im positiven Sinne von sich Reden machen können, dann.. Ja, dann könnte aus Wickys Truppe wieder ein Kollektiv starker Männer werden! 

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