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Der spezielle und emotionale Werdegang des lettischen Lugano-Keepers

Der lange Weg des Elvis – Von Lettland zum Profivertrag

Am Freitag dem 13. feierte Lugano-Keeper Elvis Merzlikins seinen 24. Geburtstag und steht in seiner fünften Saison mit dem HC Lugano. Der sympathische Lette sorgt im Tor immer wieder für viel Spektakel und hat sich in den letzten Jahren enorm stabilisiert. Das er einer der besten Goalies der Schweiz ist, ist schon lange kein Geheimnis mehr.


Lugano muss Vertrag der Mutter verdanken

Elvis Merzlikins wurde in Lettland geboren und machte in seiner Heimat auch die ersten Erfahrungen mit dem Eislaufen. „Als ich als Kind einem Eishockeyspiel zuschaute, gefiel mir etwas ganz besonders, nämlich die Goalieausrüstung von Arturs Irbe.“ Mit sechs Jahren sei er dann ein erstes Mal auf dem Eis gestanden. Weil seine Mutter in Lugano heiratete zog sie mit ihrem Sohn Elvis ins Tessin, wo der Siebenjährige Junge beim HC Lugano als Verteidiger zum Eishockey kam. Schnell merkte man dann, dass Merzlikins ins Tor gehören würde und stellte ihn auch zwischen die Torpfosten. Seine Mutter hatte allerdings etwas dagegen, da die Ausrüstung zu diesem Zeitpunkt sehr teuer war.

Elvis wurde trotzdem Torhüter, bekam eine Ausrüstung und zog daraufhin allerdings zurück nach Lettland. „Ich kämpfte als 12- oder 13-Jähriger oft mit mir selbst“, da er in den Teams unerwünscht schien, doch seine Mutter hielt ihn vom Aufhören ab und als Lugano drei Jahre später einen Novizen-Goalie benötigte und Merzlikins die Schweizer Lizenz besass, kehrte er in die Südschweiz zurück und unterschrieb nach einem Jahr einen Vierjahresvertrag beim HC Lugano. Ein Jahr vor Ablauf dieses Kontrakt folgte dann sein erster Profivertrag, den er inzwischen auch schon bis Ende nächster Saison verlängerte und 2014 wurde Merzlikins gar von den Columbus Blue Jackets an 76. Stelle gedraftet.

Von seiner Mutter wegzuziehen und sich alleine in der Schweiz durchschlagen zu müssen war für Elvis Merzlikins natürlich etwas vom Schwierigsten überhaupt, da sein Vater schon früh starb und er somit nur mit seiner Mutter aufgewachsen war. Als seine Gastmutter dann drei Jahren nach der Ankunft des 15-jährigen Letten an Krebs starb, entschied er sich in seine eigene Wohnung zu ziehen und für sich selbst zu sorgen. 

Diese harten und schwierigen Zeiten haben aus Elvis Merzlikins den Mann und Spitzentorhüter der National League gemacht, welcher er heute ist. Mit der ersten Mannschaft des HC Lugano steht er nun nach einer weiteren Halbfinal-Teilnahme schon zum dritten Mal im Playoff-Final und will nun seinen ersten Meistertitel gewinnen. Zweimal in Folge gehörte er bei der WM zuletzt zu den besten drei Spielern der lettischen Nationalmannschaft und wird früher oder später wohl den Schritt in die NHL schaffen.

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Der spezielle und emotionale Werdegang des lettischen Lugano-Keepers

Der lange Weg des Elvis – Von Lettland zum Profivertrag

Am Freitag dem 13. feierte Lugano-Keeper Elvis Merzlikins seinen 24. Geburtstag und steht in seiner fünften Saison mit dem HC Lugano. Der sympathische Lette sorgt im Tor immer wieder für viel Spektakel und hat sich in den letzten Jahren enorm stabilisiert. Das er einer der besten Goalies der Schweiz ist, ist schon lange kein Geheimnis mehr.


Lugano muss Vertrag der Mutter verdanken

Elvis Merzlikins wurde in Lettland geboren und machte in seiner Heimat auch die ersten Erfahrungen mit dem Eislaufen. „Als ich als Kind einem Eishockeyspiel zuschaute, gefiel mir etwas ganz besonders, nämlich die Goalieausrüstung von Arturs Irbe.“ Mit sechs Jahren sei er dann ein erstes Mal auf dem Eis gestanden. Weil seine Mutter in Lugano heiratete zog sie mit ihrem Sohn Elvis ins Tessin, wo der Siebenjährige Junge beim HC Lugano als Verteidiger zum Eishockey kam. Schnell merkte man dann, dass Merzlikins ins Tor gehören würde und stellte ihn auch zwischen die Torpfosten. Seine Mutter hatte allerdings etwas dagegen, da die Ausrüstung zu diesem Zeitpunkt sehr teuer war.

Elvis wurde trotzdem Torhüter, bekam eine Ausrüstung und zog daraufhin allerdings zurück nach Lettland. „Ich kämpfte als 12- oder 13-Jähriger oft mit mir selbst“, da er in den Teams unerwünscht schien, doch seine Mutter hielt ihn vom Aufhören ab und als Lugano drei Jahre später einen Novizen-Goalie benötigte und Merzlikins die Schweizer Lizenz besass, kehrte er in die Südschweiz zurück und unterschrieb nach einem Jahr einen Vierjahresvertrag beim HC Lugano. Ein Jahr vor Ablauf dieses Kontrakt folgte dann sein erster Profivertrag, den er inzwischen auch schon bis Ende nächster Saison verlängerte und 2014 wurde Merzlikins gar von den Columbus Blue Jackets an 76. Stelle gedraftet.

Von seiner Mutter wegzuziehen und sich alleine in der Schweiz durchschlagen zu müssen war für Elvis Merzlikins natürlich etwas vom Schwierigsten überhaupt, da sein Vater schon früh starb und er somit nur mit seiner Mutter aufgewachsen war. Als seine Gastmutter dann drei Jahren nach der Ankunft des 15-jährigen Letten an Krebs starb, entschied er sich in seine eigene Wohnung zu ziehen und für sich selbst zu sorgen. 

Diese harten und schwierigen Zeiten haben aus Elvis Merzlikins den Mann und Spitzentorhüter der National League gemacht, welcher er heute ist. Mit der ersten Mannschaft des HC Lugano steht er nun nach einer weiteren Halbfinal-Teilnahme schon zum dritten Mal im Playoff-Final und will nun seinen ersten Meistertitel gewinnen. Zweimal in Folge gehörte er bei der WM zuletzt zu den besten drei Spielern der lettischen Nationalmannschaft und wird früher oder später wohl den Schritt in die NHL schaffen.

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