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Mathias Seger tritt endgültig ab

Ein Grosser will als Meister gehen

Schöner als die Karriere mit einem Meistertitel abzuschliessen, kann man sich eine letzte Saison nach über 20 Jahren Spitzensport wohl kaum vorstellen. Für Mathias Seger könnte sich genau dieses Märchen mit den ZSC Lions nun bewahrheiten.

Als er im Sommer 1999 aus Rapperswil in die Stadt Zürich kam, hätte wohl selbst der junge Mathias Seger nicht gedacht, dass er Anfangs seiner Zwanziger gleich zweimal in Folge Meister wird. Im Frühjahr 2001 bewahrheitete sich dies allerdings und so durfte der Ostschweizer bereits zum zweiten Mal die Meistertrophäe der Nationalliga A in die Höhe stemmen. Gelungen war dies gleich zweimal gegen den HC Lugano und so war die grosse und erfolgreiche Karriere des Mathias Seger so richtig lanciert. 

In diesen Tagen geht genau diese Karriere dem Ende entgegen und wird mit dem Saisonende der ZSC Lions definitiv vorbei sein. Für den inzwischen 40-Jährigen Seger könnte sich genau hier der Kreis schliessen und er hat die Chance mit den ZSC Lions ein sechstes und letztes Mal Schweizer-Eishockey-Meister zu werden. Gegen? Genau richtig, den HC Lugano!

19 bzw. 22 Saisons, 1023 bzw. 1164 Spiele

Die Zahlen welche zu seinem Palmares gehören sind beeindruckend. Insgesamt bestritt Mathias Seger seit seinem Verteidiger-Debüt im Jahr 1996 22 Saisons auf höchsten Schweizer Niveau und 19 davon für seine ZSC Lions. Damit kommt er auf 1023 Spiele für die ZSC Lions und 1079 Partien in der Nationalliga A oder National League, was ihn zum alleinigen Rekordspieler in der Schweiz macht. Dazu kommt, dass er von der Saison 2005/06 bis zum Sommer 2017 die Captainbinde der Stadtzürcher trug und diese erst in seinem allerletzten Jahr an Patrick Geering abtreten musste. 

Segers Freude nach dem Overtime-Tor von Pius Suter, der die Lions ins Endspiel schoss, war so gross wie selten zuvor und sein Jubel emotionaler als auch schon. Mit dem Rücktritt des Schweizer Rekordnationalspielers geht in der Stadt Zürich eine Ära zu Ende, die mit dem 9. Schweizer Meistertitel der ZSC Lions ihr verdientes Happy-End bekommen könnte. 

Parallelen zu von Arx und Plüss, Ähnlichkeiten mit Vauclair

Die Teamkollegen von Mathias Seger wollen ihrem langjährigen Captain und Kevin Klein, der ebenfalls zurücktreten wird, noch ein letztes grosses Geschenk machen. Mit einem Meistertitel verabschiedete sich auch Reto von Arx beim HC Davos, der vor drei Jahren das Meister-Tor schoss. Martin Plüss beendete seine Karriere im letzten Jahr ebenfalls als Meister und in diese Liste will nun auch Mathias Seger eintreten. Die Vereinstreue von Seger und von Arx ist dabei allerdings nicht zu übertreffen und eine solche Institution wie es die beiden waren, findet man nur selten. Wie schön wäre also die Geschichte, wenn der 40-Jährige Seger mit einem Titel abtreten würde, die ganze Schweiz würde es ihm wohl gönnen.

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