Roger Federer am Tag nach seinem grossen Triumph

Erholung, Genuss und Nichtstun

Noch einmal lässt Roger Federer in Melbourne seinen 20. Grand-Slam-Sieg rekapitulieren. Nun freut er sich auf die Rückkehr in die Schweiz. In den Bergen will er den Erfolg geniessen und sich erholen.

Es waren zwei grossartige Wochen und ein grosser Moment in meiner Karriere

Nach einer kurzen Nacht und etwas müde erschien Roger Federer am Montag mit der Norman-Brookes-Trophäe vor dem Government House in Melbourne und präsentierte sich noch einmal den Fotografen und der internationalen Presse. „Es ist schön, dass ich dies machen muss, denn das bedeutet, das ich gestern gewonnen habe“, sagte Federer mit einem Lachen. „Es waren zwei grossartige Wochen und ein grosser Moment in meiner Karriere.“

Gratulationen aus aller Welt

Erst um 3 Uhr morgens war Federer nach diversen Medienauftritten und der Doping-Kontrolle zu Familie und Freunden gestossen, um gemütlich und in aller Ruhe auf den Sieg anzustossen und zu feiern. Gratulationen aus der ganzen Welt erreichten ihn. „Ich hatte das Gefühl, dass ich doppelt so viele Nachrichten wie sonst bekommen habe.“ Zu den Gratulanten gehörte auch Bundespräsident Alain Berset, der sich telefonisch bei ihm meldete.

Die Zahl 20 ist sehr speziell

Auch 12 Stunden nach seinem Sieg und der emotionalen Siegerehrung konnte Federer seinen 20. Grand-Slam-Sieg noch nicht richtig einordnen. „Es fühlt sich noch immer surreal an. Die Zahl 20 ist sehr speziell. Niemals hätte ich gedacht, dass ich diese jemals erreichen könnte“, so Federer. Diesmal werde er wohl etwas mehr Zeit brauchen als sonst, um das Ganze zu verarbeiten.

Vergleichen wollte er seine 20 Major-Titel nicht. „Alle waren sehr speziell und unterscheiden sich voneinander.“ Der Weg in den Final, der Matchball, die Gefühle unmittelbar danach, die Siegerehrung. Jeder Erfolg sei einzigartig gewesen. „Aber alle passierten aufgrund von harter Arbeit, Hingabe und Leidenschaft. Und am Ende spürt man eine grosse Erleichterung und Genugtuung.“

Federer geniesst nun ein paar freie Tage mit seiner Familie

Federer schätzt, dass sein Terminkalender in den nächsten Tagen und Wochen für einmal kaum gefüllt ist. Er wird mit seiner Familie in die Schweiz zurückkehren, die Berge geniessen und etwas abtauchen. Ob er Ende Februar am Turnier in Dubai wieder auf die Tour zurückkehren und Jagd auf die Nummer 1 im Ranking machen wird, will er erst in den nächsten Tagen entscheiden. Der nächste fixe Termin ist das Masters-1000-Turnier in Indian Wells im März, ein paar Tage früher wird er im kalifornischen San Jose eine Exhibition gegen Jack Sock für seine Stiftung absolvieren.

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