53f07763b17f452fa651bf6043d706ba.jpg
HC Ambri-Piotta vs. SCL Tigers 2:3

Langnau gewinnt erneut, aber nicht mehr zu Null

Die SCL Tigers spielen kein viertes Mal „zu Null“, verpassen so den Schweizer Rekord, brillieren aber erneut mit grundsolider Abwehrarbeit. Auf der starken Defensive basiert der 3:2-Sieg in Ambri.

Fast die halbe Liga hat wie Langnau schon einmal oder mehrere Male drei Spiele hintereinander zu Null gewonnen. Aber noch nie schaffte in der Schweiz ein Team vier Siege hintereinander ohne ein Gegentor. Auch die SCL Tigers kassierten nach den Siegen gegen Lausanne (1:0 nach Penaltyschiessen), Lugano (4:0) und Kloten (1:0) wieder einmal einen Gegentreffer. Marc Gautschi mit seinem ersten Saisontor brachte Ambri nach 14 Minuten in Führung.

Erst im Finish liess Langnau noch ein zweites Gegentor zu. Damiano Ciaccio, der im Gegensatz zum Freitag wieder das Tor hütete, parierte 27 Schüsse. In der Offensive warteten die SCL Tigers auf Fehler des Gegners.

Diese Fehler stellten sich aus Optik des HC Ambri-Piotta zur Unzeit ein: In der 19. Minute spielte Ambri Powerplay, verlor im Angriff die Scheibe, liess sich von einem Lupfer über die eigenen Reihen düpieren und kassierte durch den Solo davon ziehenden Aaron Gagnon den Ausgleich. Ambri hat in dieser Saison schon neun Gegentore in Überzahl kassiert – mehr als alle anderen Teams. Und nach 28 Minuten kehrte Langnaus Benjamin Neukom von der Strafbank zurück, stürmte vors Tor und erzielte mittels Direktabnahme das 2:1 für die Emmentaler.

Langnau machte es in Überzahl besser: Anton Gustafsson erzielte im Powerplay das siegbringende 3:1. Bei Ambri debütierte Goalie Tomi Karhunen mit 21 Paraden. Karhunen traf an Ambris sechster Heimniederlage hintereinander keine Schuld.

Ambri-Piotta – SCL Tigers 2:3 (1:1, 0:1, 1:1)

4872 Zuschauer. – SR Massy/Prugger, Altmann/Kovacs. – Tore: 14. Gautschi (Müller, Kubalik) 1:0. 19. Gagnon (Ausschluss Zryd!) 1:1. 28. Neukom (Thuresson, Gagnon) 1:2. 52. Gustafsson (Huguenin/Ausschluss Monnet) 1:3. 53. Müller 2:3. – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 4mal 2 Minuten gegen SCL Tigers. – PostFinance-Topskorer: D'Agostini; Elo.

Ambri-Piotta: Karhunen; Plastino, Zgraggen; Fora, Gautschi; Ngoy, Pinana; Jelovac; Monnet, D'Agostini, Zwerger; Guggisberg, Müller, Kubalik; Lhotak, Goi, Lauper; Trisconi, Kostner, Bianchi; Mazzolini.

SCL Tigers: Ciaccio; Zryd, Seydoux; Huguenin, Randegger; Lardi, Erni; Gerber; Thuresson, Gagnon, Dostoinow; Elo, Gustafsson, Nüssli; Kuonen, Pascal Berger, Neukom; Himelfarb, Albrecht, Nils Berger.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Berthon, Emmerton, Incir, Stucki und Taffe (überzähliger Ausländer), SCL Tigers ohne Erkinjuntti, Stettler (beide verletzt), Barker und Blaser (beide gesperrt). – 59. Timeout Ambri-Piotta.

Loser : Dominic Zwerger (HC Ambri-Piotta) Der Stürmer geht am heutigen Abend mit einer Minus 2 Bilanz und null Torschüsse nach Hause. Damit steht er sinnbildlich für die mangelnde Präzision im Angriffsspiel des Heimteams. Zu viele Schüsse gingen am heutigen Abend neben das Tor.

3rd Star: Damiano Ciaccio (SCL Tigers) Auch wenn sich Ciaccio heute nach langer Zeit wieder bezwingen lassen musste: Der Torhüter war auch heute ein sicherer Rückhalt und behielt stets die Übersicht. Dank solchen Leistungen hat Langnau noch immer die Chance, die Playoffs zu erreichen.

2nd Star: Aaron Gagnon (SCL Tigers) Ein weiterer ausländischer Verstärkungsspieler, der immer mal wieder kritisiert wird. Häufig aber zu Unrecht, denn vom Kanadier geht immer sehr viel Torgefahr aus. So auch heute, wo Gagnon den Ausgleich erzielt und sich einen Assist gutschreiben lässt. Da Erkinjuntti noch immer verletzt ist, sind die guten Leistungen der Söldner umso wichtiger im Kampf um die Playoffs.

1st Star: Andres Thuresson (SCL Tigers) Der Schwede kam erst während der laufenden Saison zu den Emmentalern und überzeugte zu Beginn mit vielen Skorerpunkten. In den letzten Spielen kam aber zu wenig vom Stürmer, der auch entsprechend kritisiert wurde. Am heutigen Abend zeigte er aber wieder sein wahres Gesicht und überzeugte auf ganzer Linie: Mit seiner Spielübersicht und seinen klugen Pässen setzte er seine Mitspieler immer wieder gut in Szene und leistete zu zwei Treffern die Vorbereitung.

· · · ·


Related Articles & Comments

×