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Lausanne HC vs. HC Lugano 3:6

Fatale zehn Minuten für Lausanne zu Beginn

Lugano bremst den Aufwärtstrend von Lausanne. Die Tessiner setzen sich im Waadtland nach einer starken Startphase 6:3 durch und feieren den zweiten Sieg in Folge.

Der Beginn wurde für Lausanne zum Verhängnis. Nach gut neun Minuten lag Lugano in Lausanne 2:0 vorne. Von diesem Vorsprung zehrte das Team von Trainer Greg Ireland bis am Schluss. Dreimal gelang Lausanne der Anschlusstreffer, zum Ausgleich reichte es der Mannschaft von Yves Sarault aber nicht. Im Gegenteil: Dario Bürgler gelang in der 54. Minute mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend zum 5:3 die Entscheidung.

Bürgler profitierte dabei von einem Fehler von Jonas Junland. Der Lausanner Verteidiger spielte den Puck unbedrängt von hinter der eigenen Linie vor das Tor. Bereits die beiden Gegentreffer in der Startphase wären aus Lausanner Sicht vermeidbar gewesen. Vor dem 0:1 durch Verteidiger Julien Vauclair liess John Gobbi die Scheibe unnötig passieren, vor dem 0:2 standen die fünf Lausanner kollektiv Spalier, was Bürgler bestrafte.

Bei Lugano gab der neu verpflichtete Amerikaner Emerson Etem ein diskretes Debüt. Die Tessiner „Wundertüten“ überzeugten aber sechs Tage nach dem 7:1 gegen Genève-Servette erneut in der Offensive, nachdem sie zuvor gegen Zug (0:2) und die SCL Tigers (0:4) zweimal ohne Treffer geblieben waren.

Lausanne – Lugano 3:6 (1:3, 1:0, 1:3)

6700 Zuschauer (ausverkauft). – SR Schrader (GER)/Massy, Gnemmi/Obwegeser. – Tore: 9. (8:05) Vauclair (Hofmann) 0:1. 10. (9:05) Bürgler (Cunti) 0:2. 13. (12:55) Junland 1:2. 14. Brunner (Sanguinetti/Ausschluss Danielsson) 1:3. 23. Zangger (Jeffrey/Ausschluss Brunner) 2:3. 45. Cunti (Romanenghi) 2:4. 51. Ryser (Vermin, Antonietti/Ausschluss Walker) 3:4. 54. Bürgler 3:5. 59. Lapierre 3:6 (ins leere Tor). – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lausanne, 8mal 2 Minuten gegen Lugano. – PostFinance-Topskorer: Jeffrey; Hofmann.

Lausanne: Zurkirchen; Junland, Borlat; Genazzi, Frick; Nodari, Fischer; Gobbi; Zangger, Jeffrey, Danielsson; Antonietti, Vermin, Pesonen; Ryser, Froidevaux, Conz; Herren, Miéville, In-Albon; Kneubuehler.

Lugano: Merzlikins; Sanguinetti, Furrer; Ronchetti, Vauclair; Chiesa, Riva; Sartori, Wellinger; Brunner, Lajunen, Hofmann; Etem, Lapierre, Bertaggia; Bürgler, Cunti, Romanenghi; Walker, Morini, Reuille.

Bemerkungen: Lausanne ohne Walsky, Trutmann (beide verletzt), Schelling (gesperrt) und Gernat (überzähliger Ausländer), Lugano ohne Klasen, Ulmer, Sannitz (alle verletzt) und Fazzini (krank). NL-Debüt von Emerson Etem. Lattenschuss Genazzi (15.). Lausanne von 58:27 bis 58:53 ohne Torhüter.

Third Star: Maxim Lapierre (HCL). Der Kanadier hat heute wieder alle Gesichter gezeigt. Zuerst ist er mit einem mirakulösen Querpass durch die ganze Lausanner Box aufgefallen, dann hat er einen Mitspieler gerächt nach überhartem Check von LHC-Fischer und am Ende trifft Lapierre noch per Empty Netter. Genau für diese Qualitäten lieben ihn die Tifosi!

Second Star: Luca Cunti (HCL). Er hat heute Abend mit Bürgler das gefährlichste Lugano-Sturmpaar gebildet. Die beiden Künstler harmonierten überragend. Cunti war mit einem Tor und einem Assist Vollstrecker und Vorbereiter in einer Person. Generell gilt aber, dass er die Chance kreiert und Bürgler sie dann versenkt.

First Star: Dario Bürgler (HCL). Überall wo Gefahr war, war heute Abend Bürgler. Der starke Schütze hat seine Qualitäten eindrücklich bewiesen. Mit den Toren zum 0:2 und 3:5 hat er doppelt eingenetzt und ist dabei genau dort gestanden, wo ein Skorer stehen muss.

Loser: Johnny Kneubühler (LHC). Es ist brutal. Auf dem Matchblatt ist der junge Angreifer nur als 13. Stürmer geführt worden und erhält wenig Eiszeit. Plötzlich kann er alleine auf Merzlikins losziehen, vergibt aber kläglich. Weil auf der Gegenseite Lugano trifft, heisst es statt 3:3 plötzlich 2:4, was am Ende die Vorentscheidung bedeutete.

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