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EV Zug vs. HC Fribourg-Gottéron 2:1 n.V.

Zug setzt sich in der Verlängerung durch

Der EV Zug revanchiert sich mit Erfolg für die 0:6-Niederlage in Freiburg vom letzten Samstag. Zug gewinnt das „Rückspiel“ gegen Gottéron mit 2:1 nach Verlängerung.

Die Partie verlief vor 6748 Zuschauern in der Zuger Arena spektakulär. Beiden Teams boten sich Chancen zuhauf. Für die beste Show sorgten aber die beiden Goalies Tobias Stephan (Zug) und Barry Brust (Freiburg). Stephan kam zu 26 Paraden, Brust zu 34. Der kanadische Keeper befindet sich in Topform: In den letzten fünf Partien liess er bloss sechs Gegentreffer zu.

Das entscheidende Goal konnte Barry Brust nach 64 Minuten und sieben Sekunden aber nicht mehr verhindern. Der Schwede Carl Klingberg bezwang Brust aus der Halbdistanz, nachdem dieser nochmals gegen Viktor Stalberg geklärt hatte.

In der regulären Spielzeit fielen die beiden einzigen Goals innerhalb von 130 Sekunden: Dominik Schlumpf brachte nach 31 Minuten den EV Zug in Führung, Matthias Rossi glich nach 33 Minuten bereits wieder aus.

Der EVZ, der zehn der letzten zwölf Spiele gewann, festigte mit dem Erfolg die Position als erster Verfolger des SC Bern.

Zug – Fribourg-Gottéron 2:1 (0:0, 1:1, 0:0, 1:0) n.V.

6448 Zuschauer. – SR Dipietro/Wehrli, Küng/Obwegeser. – Tore: 31. Schlumpf (Suri/Ausschluss Rossi) 1:0. 33. Rossi (Rathgeb, Fritsche/Ausschluss Suri) 1:1. 65. (64:07) Klingberg (Stalberg) 2:1. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Zug, 2mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. – PostFinance-Topskorer: Roe; Cervenka.

Zug: Stephan; Schlumpf, Alatalo; Diaz, Morant; Helbling, Geisser; Leeger; Thiry; Martschini, Roe, Stalberg; Klingberg, McIntyre, Suri; Schnyder, Zehnder, Senteler; Haberstich, Kast, Forrer.

Fribourg-Gottéron: Brust; Holös, Abplanalp; Rathgeb, Chavaillaz; Maret; Kühni; Rossi, Bykow, Cervenka; Mottet, Meunier, Birner; Fritsche, Schmutz, Marchon; Neuenschwander, Chiquet.

Bemerkungen: Zug ohne Diem, Lammer (beide gesperrt) und Grossmann. Fribourg ohne Rivera, Schilt, Kienzle, Sprunger, Vauclair, Waeber, Glauser (alle verletzt), Stalder und Slater (beide gesperrt). – 59. Lattenschuss Meunier. – Timeout Zug (63.).

Rangliste: 1. Bern 40/84. 2. Zug 40/71. 3. Biel 40/69. 4. Lugano 40/68. 5. Davos 40/64. 6. ZSC Lions 40/62. 7. Fribourg-Gottéron 40/60. 8. Genève-Servette 41/60. 9. Lausanne 39/53. 10. SCL Tigers 40/52. 11. Ambri-Piotta 40/41. 12. Kloten 40/36.

Third Star: Barry Brust (HC Fribourg-Gottéron). Freestyle-Barry lief heute wieder einmal zu absoluter Topform auf. Mehrmals wagte er sich weit aus seinem Tor um im Stile eines Verteidigers am Spielgeschehen teilzunehmen. Nicht immer schien dies gutzugehen, doch schlussendlich führt keine dieser unorthodoxen Aktionen zu einem Gegentreffer, was Brust recht gibt. Der Spektakel-Keeper antwortet im Interview nach dem Spiel, ohne eine Mine zu verziehen, auf die Frage nach seinen Ausflügen sinngemäss: «Momentan haben wir sehr viele verletzte Verteidiger, was sehr schade ist und mich natürlich zum aushelfen zwingt.» Grosse Klasse, auf und neben dem Eis!

Second Star: Matthias Rossi (HC Fribourg-Gottéron). Was für eine Leistung des Schweizers! Matthias Rossi präsentiert sich in der Schlussphase dieser Saison in absoluter Topform und drückte auch der heutigen Partie seinen Stempel auf. Rossi war offensiv allgegenwärtig und arbeitete auch gegen hinten ganz stark mit. Beim Tor zum 1:1 nimmt er zuerst Stephan die Sicht, lenkt dann den Puck ab und verwandelt schlussendlich den Abpraller. Saisontreffer Nummer 12 für den Fribourger.

First Star: Tobias Stephan (EV ZUG). Zwei Paraden des EVZ-Keepers stechen aus seiner hervorragenden Leistung heraus und reichen an sich schon für die Nomination zum First Star. Mitte des ersten Drittels scheint Stephan nach einem Querpass geschlagen, doch er verschiebt blitzschnell, reisst die Beine in die Höhe und pariert den Abschluss von Rossi mit dem Schlittschuh – «Windmühlen-Save»! Auch im Mittelabschnitt sind etwas mehr als zehn Minuten gespielt, als Stephan von Mottet umkurvt wird und dessen Schuss in der Folge entgegen aller Wahrscheinlichkeit doch noch abwehren kann – notabene mit dem Stock! Der Routinier hatte grossen Anteil am heutigen Heimsieg.

Loser: Killian Mottet (HC Fribourg-Gottéron). Kurz vor Spielmitte kommt Forrer im Offensiv-Drittel an den Puck und orientiert sich gleich Richtung Tor. Von rechts kommt Mottet angerauscht, steuert Forrer an und checkt diesen. Ob er ihn am Kopf trifft oder nicht (was sicherlich noch beurteilt werden wird) ist schwierig zu sehen und gleichzeitig irrelevant. Mottet bemerkt mit Sicherheit, dass Forrer ihn nicht kommen sieht und macht diesen Check trotzdem mit voller Wucht fertig – das gehört sich nicht. Von Mottet ist man sich solche Aktionen zwar nicht gewöhnt, doch eine Sperre wird sie mit Sicherheit nach sich ziehen.

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