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EHC Biel vs. SC Bern 4:3

Mitteldrittel-Show: Biel wendet umkämpftes Derby gegen den Meister

Biel ist nicht zu stoppen. Nach einem starken Auftritt siegen die Seeländer im Derby gegen Leader Bern nach einem 0:2-Rückstand mit 4:3. Antti Törmänen punktet auch im 10. Spiel als Bieler Trainer.

2013 hatte Törmänen den SCB zum Meistertitel geführt. Nun schwebt der Finne mit seinem neuen Team auf einer Erfolgswelle. Biel tritt derzeit auf wie ein Spitzenteam, spielt druckvoll und abgeklärt, wird angeführt von einer starken Defensive um Beat Forster und Goalie Jonas Hiller und trifft vorne praktisch aus jeder Lage. In dieser Verfassung ist Törmänens Mannschaft auch in den Playoffs viel zuzutrauen.

Gegen Bern sah es zunächst nicht nach einem weiteren Bieler Erfolg aus. Mark Arcobello (3.), der nach seinen zwei Spielsperren zurückkehrte, und Tristan Scherwey (22.) schossen den Favoriten in der zum zweiten Mal in dieser Saison ausverkauften Halle 2:0 in Führung. Doch Biel liess sich nicht beirren und schlug mit vier Toren innerhalb von 5:01 Minuten zurück.

Gegen Zug noch nicht belohnt

Einen Rückstand (0:3) hatten die Bieler bereits am Freitag gegen Zug mit vier Toren im Mitteldrittel gedreht. Anders als gegen die Zentralschweizer (4:5 nach Penaltyschiessen) reichte der Zwischenspurt dieses Mal zum Sieg, dem 13. in den letzten 16 Partien. In der Tabelle hat Biel zum zweitklassierten EVZ aufgeschlossen.

Bern führt die Tabelle immer noch mit einem Vorsprung von 13 Punkten auf Zug und Biel an. Insofern kann das Team von Kari Jalonen verkraften, dass es das Wochenende nach dem 2:4 gegen die ZSC Lions und der Niederlage in Biel ohne Punkte beendet.

Biel – Bern 4:3 (0:1, 4:1, 0:1)

6521 Zuschauer (ausverkauft). – SR Novak (SVK)/Wehrli, Castelli/Obwegeser. – Tore: 3. Arcobello (Ebbett) 0:1. 22. Scherwey (Raymond) 0:2. 24. Fuchs (Forster/Ausschlüsse Maurer; Hischier) 1:2. 26. Rajala (Pouliot/Ausschluss Kämpf) 2:2. 27. Forster 3:2. 29. Pouliot (Rajala, Pedretti) 4:2. 42. Raymond (Untersander/Ausschluss Joggi) 4:3. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Biel, 3mal 2 Minuten gegen Bern. – PostFinance-Topskorer: Pouliot; Ebbett.

Biel: Hiller; Jecker, Forster; Kreis, Fey; Maurer, Dufner; Steiner; Pedretti, Pouliot, Rajala; Micflikier, Fuchs, Earl; Schmutz, Sutter, Wetzel; Diem, Neuenschwander, Fabian Lüthi; Joggi.

Bern: Genoni; Untersander, Blum; Andersson, Gerber; Kamerzin, Krueger; Burren; Bodenmann, Arcobello, Ebbett; Raymond, Haas, Scherwey; Kämpf, Pyörälä, Meyer; Berger, Heim, Hischier; Randegger.

Bemerkungen: Biel ohne Tschantré (verletzt) und Lofquist (überzähliger Ausländer), Bern ohne Moser, Rüfenacht (beide verletzt) und Noreau (überzähliger Ausländer). Pfostenschuss Haas (10.). Timeout Bern (58:58). Bern ab 58:10 ohne Torhüter.

Third Star: Mason Raymond (SC Bern). Der Kanadier kurbelt das Angriffsspiel der Berner an. Beim 2:0 von Scherwey glänzt er mit einem sehenswerten Assist, das 3:4 besorgt er dann selbst. Er hat seine Leistung in der Tissot Arena abgeliefert.

Second Star: Beat Forster (EHC Biel). Forster gehört derzeit definitiv zu den besten drei Verteidigern der Liga. Defensiv ist er eine Wucht und auch offensiv unverzichtbar. Gegen den SCB kehrt er nach einem Spiel Pause zum Skoren zurück, markiert ein Tor und einen Assist.

First Star: Marc-Antoine Pouliot (EHC Biel). Der Kanadier ist einer der Hauptgründe für das aktuelle Hoch der Bieler – und trumpft auch gegen den Leader gross auf. Mit seiner Zielstrebigkeit und Abschlussstärke überfordert er die SCB-Defensive. Sein Leistungsausweis: ein Tor und ein Assist.

Loser: Marc Kämpf (SC Bern). Der Berner Flügelstürmer sieht in Biel zweimal nicht gut aus: Beim Bieler Ausgleich zum 2:2 sitzt er auf der Strafbank und in der 31. Minute – kurz nach dem Bieler Tor zum 4:2 – vergibt er die Mega-Chance zum Anschlusstreffer.

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