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HC Lugano vs. Genf-Servette HC 7:1

Lugano mit Machtdemonstration gegen Servette

Der HC Lugano schoss sich beim 7:1-Sieg über Servette ab dem zweiten Abschnitt den Frust von der Seele. Den Tessinern gelang dabei das stärkste Drittel eines NLA-Teams seit mehr als acht Jahren.

Am 2. Oktober 2009 besiegte Davos die SCL Tigers 13:4 und führte schon nach 20 Minuten mit 8:2. Seither gelangen keinem Team in der NLA mehr als fünf Tore in einem Drittel. Lugano machte im zweiten Abschnitt aber das halbe Dutzend voll: Bobby Sanguinetti (2:0), Luca Cunti (3:0 und 5:1), Julien Vauclair (4:0), Giovanni Morini (6:1) und Damien Brunner (7:1) machten aus einem 1:0 ein 7:1.

Luganos Schlüsselspieler war indessen der Finne Jani Lajunen. Der brachte nach elf Minuten Lugano mit 1:0 in Führung und spülte mit diesem Tor allen Sand aus dem offensiven Getriebe. Die Tessiner, das Team mit den zweitmeisten erzielten Toren in der National League, hatten letzte Woche gegen Zug (0:2) und Langnau (0:4) in zwei Partien kein einziges Goal zu Stande gebracht. Nach dem 1:0 ermöglichte Lajunen noch zwei weitere Treffer Luganos, weil er zwei Mal dem Genfer Goalie Remo Giovannini jegliche Sicht raubte.

Lugano hofft dank des Kantersieges die Heimstärke in der Resega wiedergefunden zu haben. Aus den vorangegangenen neun Heimpartien hatte Lugano nur drei Siege geholt. Servette dagegen kassierte auswärts erst die zweite Niederlage in den letzten zwölf Partien.

Lugano – Genève-Servette 7:1 (1:0, 6:1, 0:0)

5523 Zuschauer. – SR Eichmann/Massy, Borga/Gurtner. – Tore: 12. Lajunen (Brunner, Hofmann) 1:0. 21. (20:30) Sanguinetti (Cunti, Lajunen/Ausschluss Rubin) 2:0. 28. Cunti (Bertaggia) 3:0. 30. Vauclair (Hofmann/Ausschluss Richard) 4:0. 31. Loeffel (Richard/Ausschluss Wellinger) 4:1. 33. Cunti (Vauclair, Bürgler) 5:1. 34. Morini (Reuille) 6:1. 40. Brunner (Sanguinetti, Cunti/Ausschluss Simek) 7:1. – Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Lugano, 8mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. – PostFinance-Topskorer: Fazzini; Richard.

Lugano: Merzlikins; Sanguinetti, Ronchetti; Sartori, Vauclair; Chiesa, Riva; Wellinger; Brunner, Lajunen, Hofmann; Fazzini, Lapierre, Bertaggia; Bürgler, Cunti, Romanenghi; Walker, Sannitz, Reuille; Morini.

Genève-Servette: Giovannini; Wick, Fransson; Petschenig, Tömmernes; Loeffel, Antonietti; Gerbe, Romy, Simek; Douay, Rubin, Almond; Riat, Richard, Rod; Holdener, Maillard, Heinimann.

Bemerkungen: Lugano ohne Klasen, Ulmer (beide verletzt) und Furrer (krank), Genéve-Servette ohne Da Costa (gesperrt), Bays, Spaling, Jacquemet, Mercier, Bezina, Descloux, Vukovic, Hasani und Schweri (alle verletzt). Sannitz verletzt ausgeschieden (27.). – Pfostenschuss Sartori (1.).

Third Star: Damien Brunner (HC Lugano). Der Flügel des HC Lugano ist in dieser Saison oft etwas enttäuschend aufgetreten, heute glänzt er aber mit zwei Punkten. Beim 1:0 schiesst Brunner aufs Tor der Genfer, Giovannini muss den Puck passieren lassen und Lajunen lenkt ihn ins Tor ab. Der siebte Treffer geht mit einem Schuss aus dem Slot dann direkt auf Brunners Konto.

Second Star: Jani Lajunen (HC Lugano). Der Finne erzielt das wichtige 1:0 der Bianconeri mit einem glücklichen, aber entscheidenden Ablenker direkt vor dem Tor. Fast grösser ist sein Beitrag jedoch beim 4:0 und dem 7:1, bei denen er Remo Giovannini die Sicht nimmt und dem Goalie keine Abwehrchance lässt.

First Star: Luca Cunti (HC Lugano). Der Lugano-Center glänzt gegen Servette mit vier Scorerpunkten, gleichmässig verteilt mit zwei Toren und zwei Assists. Der erste Treffer ist das Resultat einer schönen Kombination und einem unglücklichen Giovannini, das zweite Tor ein hart erkämpfter Treffer, bei dem Cunti einen Abpraller im Fallen versenken kann.

Loser: Remo Giovannini (Genf-Servette). Der Goalie der Genfer kassiert sieben Tore und erreicht eine Fangquote von gerade mal 60%. Auf höchstem Niveau ist das trotz teils fehlender Unterstützung schlicht und einfach zu wenig – ausserdem sieht er bei mindestens drei Treffern nicht gut aus. Die Kontrolle des Goalies bei Abprallern ist viel zu schlecht, was Lugano gnadenlos ausnutzt.

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