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HC Fribourg-Gottéron vs. EV Zug 6:0

Formstarke Drachen kantern Zug zuhause nieder

Fribourg-Gottéron stemmt sich trotz Verletzungspech gegen den Strichkampf. Die Freiburger feiern nach zwei Siegen gegen die ZSC Lions mit 6:0 gegen Zug den dritten Sieg in Folge gegen ein Spitzenteam.

Verteidiger Yannick Rathgeb brach nach 35 Minuten mit einem Powerplay-Tor zum 1:0 den Bann. Nur 84 Sekunden später erhöhte Roman Cervenka auf 2:0 für Gottéron. Der EV Zug vermochte auf diesen Doppelschlag nicht zu reagieren. Zu Beginn des Schlussabschnitts erhöhten Andrey Bykow, Matthias Rossi (2x) und Mathieu Maret innerhalb von sechs Minuten zum Schlussergebnis von 6:0. Verteidiger Maret, der bislang für Ajoie spielte, erzielte gleich in seinem ersten National-League-Spiel in dieser Saison ein Tor. Und Freiburgs kanadischer Goalie Barry Brust kam mit 27 Paraden zum zweiten Shutout hintereinander in der St-Léonard-Halle.

Am Ende waren alle zufrieden. Es spielte keine Rolle, dass die Referees nach 14 Minuten und trotz Videokonsultation (!) ein reguläres Tor von Matthias Rossi nicht anerkannten. Auch Rossi kam im Schlussabschnitt noch zu zwei Toren.

Für den EV Zug endete eine brillante Auswärtsserie mit dem 0:6 bei Gottéron abrupt: Vorher hatten die Innerschweizer auf fremdem Eis fünfmal in Serie (und acht der letzten neun Partien) gewonnen.

Fribourg-Gottéron – Zug 6:0 (0:0, 2:0, 4:0)

6014 Zuschauer. – SR Dipietro/Koch, Bürgi/Kovacs. – Tore: 35. Rathgeb (Holos, Mottet/Ausschluss Leeger) 1:0. 37. Cervenka (Bykow, Holos) 2:0. 42. Bykow (Slater/Ausschluss McIntyre) 3:0. 45. Rossi (Cervenka, Bykow) 4:0. 48. (47:38) Maret (Marchon, Schmutz) 5:0. 48. (47:48) Rossi (Bykow, Rathgeb) 6:0. – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 8mal 2 Minuten gegen Zug. – PostFinance-Topskorer: Slater; Roe.

Fribourg-Gottéron: Brust; Rathgeb, Chavaillaz; Holos, Stalder; Maret, Abplanalp; Kühni; Rossi, Bykow, Cervenka; Fritsche, Slater, Mottet; Neuenschwander, Meunier, Chiquet; Privet, Schmutz, Marchon.

Zug: Stephan; Diaz, Morant; Alatalo, Schmutz; Thiry, Leeger; Helbling, Geisser; Klingberg, McIntyre, Suri; Marschini, Roe, Stalberg; Schnyder, Zehnder, Lammer; Haberstich, Kast, Senteler.

Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Glauser, Kienzle, Rivera, Schilt, Sprunger, Vauclair, Waeber (alle verletzt) und Birner (überzähliger Ausländer), Zug ohne Diem (gesperrt) und Grossmann (verletzt). – 48. Timeout Zug.

Third Star: Roman Cervenka (HC Fribourg-Gottéron). Unscheinbar Auffällig! Wie aus dem Nichts kann der Center auf einmal vor seinem Gegner stehen und im die Scheibe entnehmen! Zudem zeigte er sich sehr Lauf- und Zweikampfstark und seine Abschlüsse waren einfach jedes Mal ein Knaller! Der Tscheche hat einmal mehr bewiesen, was er drauf hat, hat mit Gottéron heute Abend wohl zur Identität zurück gefunden und dem Ganzen mit seinem Tor zum 2:0 noch die Krone aufgesetzt.

Second Star: Andrey Bykov (HC Fribourg-Gottéron). Auch der Russe hat ein hervorragendes Game hinter sich, in dem er so einige Scorerpunkte gesammelt hat. War Bykov auf dem Eis, so konnte man sicher sein, dass es vor dem gegnerischen Kasten gefährlich wird. Entschlossen und stets im Wissen was er tat, hat er immer dafür gesorgt, dass seine Pässe auf direktem Weg bei seinen Teamkollegen ankommen. So war er in der heutigen Partie gleich dreimal für die Vorarbeit zuständig und einmal hat er auch noch selbst getroffen.

First Star: Matthias Rossi (HC Fribourg-Gottéron). Eine Wahnsinns-Partie des 27-jährigen! Von Anfang an hat Matthias Rossi alles richtig gemacht, er hat extrem viel für das Spiel getan, ist viel gelaufen, hat wichtige Pässe gespielt und gute Angriffe lanciert. Hinzu kommt, dass er auch noch Treffsicher ist und als einziger Doppeltorschütze natürlich noch mehr herausragt. Mit seinem Tor zum 4:0 erzielte Rossi ausserdem seinen 50. National-League-Treffer, mittlerweile sind es aber schon 51 Treffer.

Loser: David McIntyre (EV Zug). Mit seiner unnötigen Strafe kurz vor Ende des zweiten Drittels bricht er seiner Mannschaft das Genick. Nach einem Stockschlag kann McIntyre nicht auf seinen Mund sitzen und kassiert zwei plus zwei Minuten aufgrund unsportlichem Verhalten. Zu Beginn des Schlussdrittels waren die Freiburger dann noch über eine Minute lang in Überzahl und mit dem dritten Treffer gelang ihnen dann der endgültige Durchbruch, während die Zuger nur noch schlechter wurden.

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