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ZSC Lions vs. HC Ambri-Piotta 2:3 n.V.

Ambri ringt die Löwen nieder

Die ZSC Lions bleiben auch unter Trainer Hans Kossmann eine Wundertüte. 24 Stunden nach dem überzeugenden 4:2-Sieg in Bern unterliegen die Lions Ambri-Piotta im Heimspiel mit 2:3 nach Verlängerung.

Und wieder galt, was Kossmann schon vor einer Woche nach der Heimniederlage gegen Freiburg (3:4 n.V.) angeprangert hatte: Die ZSC Lions fänden derzeit immer einen Weg in eine Niederlage mit einem Tor Unterschied.

Auch gegen Ambri war für den Zürcher SC der Sieg mehrmals in Griffnähe. Die Zürcher dominierten mit 42:27 Schüssen. Sie spielten im ersten Abschnitt sechs Minuten lang (erfolglos) Powerplay. Sie gingen nach 26 Minuten durch das erste von zwei Toren von Fabrice Herzog dann doch in Führung. Und sie konnten im Finish nach einem Stockfoul von Matt D'Agostini beim Skore von 2:2 nochmals während drei Minuten Powerplay spielen.

Aber am Ende siegte dennoch Ambri mit einem Tor Unterschied. Die Leventiner konterten das erste Gegentor nur 54 Sekunden später mit dem Ausgleich durch Marco Müller. Sie nützten ihre erste Überzahlchance zum 2:1 durch Jeff Taffe. Und in der Verlängerung gelang Captain Michael Fora nach 82 Sekunden mit dem ersten Torschuss das 3:2-Siegtor.

Erstaunlich war, dass Trainer Kossmann trotz der nächsten nicht zwingenden Niederlage nicht einmal unzufrieden war. Die ungenügende Effizienz führte er auf den Effort vom Freitag in Bern zurück; ausserdem kränkeln neben dem Verletzungslazarett (neun Spieler) derzeit mehrere ZSC-Akteure.

ZSC Lions – Ambri-Piotta 2:3 (0:0, 2:2, 0:0, 0:1) n.V.

8910 Zuschauer. – SR Tscherrig/Wiegand, Fluri/Gnemmi. – Tore: 27. (26:04) Herzog (Schäppi, Künzle) 1:0. 27. (26:58) Müller (Kubalik, Guggisberg) 1:1. 29. Taffe (Ausschlüsse Chris Baltisberger, Phil Baltisberger) 1:2. 38. Herzog (Bachofner) 2:2. 62. (61:22) Fora 2:3. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 4mal 2 plus 5 Minuten (D'Agostini) plus Spieldauer (D'Agostini) gegen Ambri-Piotta. – PostFinance-Topskorer: Pettersson; D'Agostini.

ZSC Lions: Flüeler; Klein, Phil Baltisberger; Sutter, Geering; Guerra, Seger; Berni; Künzle, Schäppi, Pestoni; Pettersson, Pius Suter, Herzog; Hinterkircher, Prassl, Bachofner; Chris Baltisberger, Kaj Suter, Kenins; Lazarevs.

Ambri-Piotta: Conz; Plastino, Zgraggen; Ngoy, Jelovac; Fora, Gautschi; Collenberg; Lhotak, Berthon, Lauper; Trisconi, Kostner, Incir; D'Agostini, Taffe, Zwerger; Guggisberg, Müller, Kubalik; Goi.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Blindenbacher, Karrer, Korpikoski, Marti, Nilsson, Pelletier, Shore, Sjögren, Wick (alle verletzt) und Miranda (krank), Ambri-Piotta ohne Bianchi, Emmerton und Pinana (alle verletzt).

Third Star: Marco Müller (HC Ambri-Piotta). Der Solothurner setzt mit einem energischen Break-Away und frechen Dribblings früh ein Zeichen, und ist dann folgerichtig auch für den raschen Ausgleich nach der Zürcher Führung in derselben 27. Minute verantwortlich.

Second Star: Jeff Taffe (HC Ambri-Piotta). Der Amerikaner gehört zu den auffälligsten Figuren in einem unauffäligen Spiel. Neben zwei guten Torchancen und einem Assist erzielte der 36-jährige aus kurzer Distanz ausserdem in Doppelter Überzahl sein erst drittes Tor für die Leventiner.

First Star: Fabrice Herzog (ZSC Lions). Mit zwei Toren einer der wenigen Lichtblicke bei den ZSC Lions an diesem Abend. Der Thurgauer konnte zwei Mal vor dem gegnerischen Tor eiskalt abschliessen.

Loser: Dave Sutter (ZSC Lions). Dem grossgewachsenen Verteidiger unterlaufen zu viele Fehler ganz unterschiedlichster Art – von Puckverlusten über zu wenig Aggressivität im Zweikampf über haarsträubende Stellungsfehler und einem vorhersehbaren Stockbruch im schlechtesten Moment war alles dabei.

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