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EV Zug vs. EHC Biel 5:4 n.P.

Zug vergibt 3:0-Führung und gewinnt trotzdem

Zug gewinnt eine spektakuläre Partie gegen den EHC Biel mit 5:4 im Penaltyschiessen.

Die 7107 Zuschauer sahen eine verrückte Partie, in der beide Torhüter nicht den besten Abend erwischten. Nach dem ersten Drittel und Toren von David McIntyre (4.), Viktor Stalberg (10.) und Carl Klingberg (13.) sahen die Zuger wie der sichere Sieger aus. Die letzten beiden Treffer fielen im Powerplay.

Biel schlug mit vier Toren im zweiten Drittel jedoch eindrücklich zurück. Das 4:3 schoss Jacob Micflikier, der schon das 3:3 von Jason Fuchs (35.) herrlich vorbereitet hatte, in der 37. Minute in Überzahl. Der Kanadier punktete im neunten Spiel in Serie. Der EVZ schlug aber dank Verteidiger Raphael Diaz (47.) zurück. Der Captain der Schweizer Nationalmannschaft war erst zum zweiten Mal in der laufenden Meisterschaft erfolgreich. Dabei liess sich Garrett Roe seinen dritten Assist in diesem Spiel gutschreiben.

Die Bieler hatten schon Anfang Dezember in Bern ein 3:0 aufgeholt. Damals siegten sie im Penaltyschiessen. Gegen den EVZ traf im Shootout aber nur Fabian Sutter, während für die Gastgeber Lino Martschini und Dominic Lammer reüssierten. Somit kamen die Zentralschweizer, die im siebenten Penaltyschiessen in dieser Saison zum sechsten Mal gewannen, zum sechsten Heimsieg in Serie gegen Biel.

Zug – Biel 5:4 (3:0, 0:4, 1:0, 0:0) n.P.

7107 Zuschauer. – SR Prugger/Wiegand, Fuchs/Wüst. – Tore: 4. McIntyre (Klingberg) 1:0. 10. Stalberg (Diaz, Roe/Ausschluss Neuenschwander) 2:0. 13. Klingberg (Stalberg, Roe/Ausschuss Kreis) 3:0. 21. Dufner (Pouliot) 3:1. 34. (33:59) Rajala (Steiner) 3:2. 35. Fuchs (Micflikier, Earl) 3:3. 37. Micflikier (Fuchs, Fey/Ausschluss Alatalo) 3:4. 47. Diaz (Roe) 4:4. – Penaltyschiessen: Martschini 1:0, Sutter 1:1; Stalberg -, Fuchs -; Lammer 2:1, Rajala -; Suri -, Micflikier -; Klingberg -, Pouliot -. – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Zug, 4mal 2 Minuten gegen Biel. – PostFinance-Topskorer: Roe; Pouliot.

Zug: Stephan; Diaz, Morant; Schlumpf, Alatalo; Thiry, Leeger; Helbling, Geisser; Klingberg, McIntyre, Suri; Martschini, Roe, Stalberg; Schnyder, Zehnder, Lammer; Haberstich, Kast, Senteler.

Biel: Hiller; Dufner, Forster; Fey, Kreis; Jecker, Steiner; Hächler; Pedretti, Pouliot, Rajala; Micflikier, Fuchs, Earl; Dominik Diem, Neuenschwander, Fabian Lüthi; Schmutz, Sutter, Wetzel; Joggi.

Bemerkungen: Zug ohne Nolan Diem (gesperrt), Grossmann und Forrer. Biel ohne Tschantré (beide verletzt), Maurer (krank) und Lofquist (überzähliger Ausländer). – Pfostenschüsse: 19. Martschini, 45. Stalberg.

Third Star: Viktor Stalberg (EVZ). Was für ein Comeback von Stalberg! Wann immer er auf dem Eis war, wurde es vor dem Bieler Tor so richtig gefährlich. In der 10. Minute traf er im Powerplay zum 2:0. Er verwertete eine klasse Vorlage von Raphael Diaz. Etwas mehr als zwei Minuten später zeigte er, dass er auch eine hervorragende Übersicht hat. Er bediente Klingberg im Slot, der Hiller zum 3:0 bezwang. Auch danach war er in der offensiven Zone omnipräsent, scheiterte aber gleich mehrmals an Jonas Hiller.

Second Star: Raphael Diaz (EVZ). Der Zuger Starverteidiger zeigte auch heute wieder, warum er so wichtig ist für dieses Team. Im ersten Drittel wurde er im Powerplay an der blauen Linie angespielt und zog auf, als würde er zu einem Slapshot ansetzen. Dem war allerdings nicht so, er sah den besser postierten Stalberg und bediente ihn mustergültig. Der Schwede musste nur noch ins leere Tor einschieben. Im Schlussdrittel zeigte er dann, dass er auch Tor schiessen kann. Dieses Mal zog er an der blauen Linie ab und die Scheibe fand den Weg an Freund und Feind ins Tor. Mit diesem Treffer brachte er seine Farben zurück in die Partie.

First Star: Jacob Micflikier (EHCB). Der Kanadier im Bieler Trikot hatte seinen grossen Auftritt zwischen der 35. und 37. Minute. Zuerst lief er allen davon und provozierte bei Stephan einen Abpraller, den Fuchs zum 3:3 im Tor versenkte. Keine zwei Minuten später stand er wieder goldrichtig und lenkte einen Schuss unhaltbar ins Tor. Mit diesen zwei Aktionen konnten die Seeländer einen 3:0 Rückstand in einen 3:4 Vorsprung drehen. Sie brachten ihn zwar nicht ganz über die Zeit, doch Micfliker verdient sich den First Star mit seinem Energieanfall im Mitteldrittel.

Flop: Tobias Stephan (EVZ). Beide Torhüter hatten heute ihre Flops, doch schlussendlich hat Stephan im Mitteldrittel die Seeländer durch mehrere Unsicherheiten wieder in die Partie zurück gebracht. Beim ersten Gegentor verlor er die Scheibe komplett aus den Augen und sie viel hinter ihm ins Netz. Natürlich war es ein ganz komischer Ablenker, aber wenn er die Scheibe im Auge behält, dann hat er keine Probleme diesen Schuss zu parieren. Beim zweiten Gegentreffer liess er sich von Rajala zwischen Fanghandschuh und Beinschoner erwischen, obwohl er an der Scheibe dran war. Dieses Tor brachte die Gäste zurück in die Partie. Im Penaltyschiessen war Stephan dann wieder hellwach und hielt seinem Team den Sieg fest. Trotzdem hätten es nach dem Startdrittel drei Punkte sein müssen.

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