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SC Bern vs. ZSC Lions 2:4

Bern verliert zum dritten Mal in Folge gegen den ZSC

Der ZSC kehrt nach zwei Niederlagen zum Siegen zurück. Die Lions gewInnen in Bern 4:2 und feiern im vierten Saisonspiel gegen den Schweizer Meister den dritten Erfolg.

Wie in den ersten drei Saisonduellen gingen die Gäste in Führung. Der 21-jährige Jérôme Bachofner liess SCB-Goalie Leonardo Genoni in der 6. Minute nach einem Pass von Verteidiger Dave Sutter herrlich aussteigen und erzielte seinen zweiten Saisontreffer, den zweiten im neuen Jahr. Doch diesmal setzte sich in der Folge nicht das Heimteam durch, sondern die Gastmannschaft.

Zwar gerieten die Lions in der 29. Minute nach einem Doppelschlag der Berner innerhalb von 29 Sekunden durch Maxim Noreau und Tristan Scherwey 1:2 in Rückstand, Roman Wick gelang jedoch noch vor der zweiten Pause im Powerplay (39.) der Ausgleich. Wick schied im letzten Drittel verletzt aus.

Für das Game-Winning-Goal zeichnete in der 47. Minute Inti Pestoni verantwortlich, für den das Tor eine Erlösung war, hatte er doch zuletzt am 19. Oktober 2017 getroffen. Zehn Minuten später machte Fredrik Pettersson nach einem Konter alles klar. Der Schwede war bereits zum 20. Mal in der laufenden Meisterschaft erfolgreich.

Der ZSC reagierte damit eindrücklich auf die zwei Niederlagen gegen Fribourg-Gottéron am vergangenen Wochenende. Der neue Trainer Hans Kossmann scheint die richtigen Worte gefunden zu haben, jedenfalls ging der Sieg für die Lions mit einem überzeugenden Lukas Flüeler im Tor in Ordnung. Die Berner waren bloss zweimal in Überzahl erfolgreich, das erste Mal in doppelter.

Bern – ZSC Lions 2:4 (0:1, 2:1, 0:2)

16'395 Zuschauer. – SR Eichmann/Tscherrig, Borga/Gurtner. – Tore: 6. Bachofner (Sutter) 0:1. 30. (29:18) Noreau (Raymond, Ebbett/Ausschlüsse Schäppi, Hinterkircher) 1:1. 30. (29:47) Scherwey (Raymond, Haas/Ausschluss Schäppi) 2:1. 39. Wick (Pettersson, Geering/Ausschluss Kamerzin) 2:2. 47. Pestoni (Suter, Sutter) 2:3. 57. Pettersson (Schäppi) 2:4. – Strafen: je 3mal 2 Minuten. – PostFinance-Topskorer: Ebbett; Pettersson.

Bern: Genoni; Untersander, Blum; Noreau, Gerber; Andersson, Krueger; Kamerzin, Burren; Bodenmann, Ebbett, Raymond; Hischier, Haas, Scherwey; Berger, Pyörälä, Meyer; Kämpf, Heim, Randegger.

ZSC Lions: Flüeler; Klein, Phil Baltisberger; Sutter, Geering; Seger, Guerra; Berni; Pettersson, Pelletier, Wick; Künzle, Suter, Pestoni; Chris Baltisberger, Schäppi, Herzog; Hinterkircher, Prassl, Bachofner.

Bemerkungen: Bern ohne Arcobello (gesperrt), Moser und Rüfenacht. ZSC ohne Korpikoski, Blindenbacher, Nilsson, Sjögren, Shore, Karrer, Kenins, Marti (alle verletzt) und Miranda (krank). – 21. Pfostenschuss Ebbett. – Bern ab 57:03 ohne Goalie. – Wick im letzten Drittel verletzt ausgeschieden.

Third Star: Mason Raymond (SC Bern). Mason Raymond erfüllte heute seine Pflicht im Dress der Berner. Der Kanadier legte vor dem zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleichtreffer Maxim Noreuas mustergültig und millimetergenau zurück. Das 2:1 erzielte er vermeintlich selber, doch Tristan Scherwey hat dabei Lukas Flüeler nicht nur die Sicht genommen, sondern auch noch abgelenkt. Doch zwei Assists bei zwei Toren des eigenen Teams – ein mehr als nur solider Wert auch wenn dies nicht zum Sieg gereicht hat.

Second Star: Inti Pestoni (ZSC Lions). Eindrücklich wie Inti Pestoni vor dem Tor zum matchentscheidenden 2:3 Fahrt aufnahm, dann das Tempo drosselte und so Maxim Noreau in einer falschen Sicherheit glauben liess. Dann zog der Tessiner in Diensten der Zürcher nochmals an und henkte die Scheibe dann ins Lattenkreuz! Sein erster Treffer seit über 18 Spielen – und gleich so ein wichtiger!

First Star: Lukas Flüeler (ZSC Lions). Viel wurde schon über Lukas Flüeler geschrieben, nicht immer diese Saison hat er gespielt. Manchmal war er verletzt, manchmal „nur“ Ersatz. Heute hat er es seinen Kritikern mal wieder gezeigt und ein phänomenales Spiel abgeliefert. Immer wieder stand er unter Beschuss, behielt aber stets den Überblick. Nur in doppelter und einmal einfacher Unterzahl musste er sich bezwingen lassen. Damit stand der Torhüter am Ursprung dieses Sieges!

Loser: Leonardo Genoni (SC Bern). Nicht, dass Leonardo Genoni eine besonders schlechte Partie gezeigt hätt, für seine Verhältnisse blieb er aber deutlich unter Niveau. Immer wieder musste der Berner Keeper ungewohnte Abpraller zulassen und konnte so erst im Nachfassen klären. Eine Abwehrquote von 82.6% (19 von 23 Torschüssen) zeugt ebenfalls nicht gerade von einer überragenden Leistung. Genoni war auch schon ein grösseres Bollwerk als in diesem Spiel gegen die Lions.

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