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EV Zug vs. HC Lugano 2:0

EV Zug neu erster Verfolger von Leader Bern

Der EV Zug bleibt im neuen Jahr makellos und dehnt seine Serie auf fünf Siege aus. Im Duell um Platz 2 hinter Leader Bern kontrollierten die Zentralschweizer Lugano beim 2:0 ohne grössere Probleme.

Elvis Merzlikins träumt und denkt gross. Der lettische Nationalkeeper der Bianconeri strebt in absehbarer Zeit einen Transfer in die NHL an. An guten Tagen erfüllt der 23-Jährige höchste Ansprüche, in Zug hingegen manövrierte er seine Squadra mit einem Aussetzer in die Sackgasse.

Nach knapp 25 Minuten verlor der Tessiner Goalie hinter dem eigenen Kasten komplett die Orientierung und legte Reto Suri den Puck unfreiwillig einschussbereit auf. Der Schweizer Nationalspieler liess sich die Offerte nicht entgehen. Nach dem zweiten Gegentor resignierten die vorwiegend blassen und ideenlosen Gäste nahezu – eine Reaktion blieb aus.

Was die positive Derby-Doublette gegen den Vorletzten Ambri nach einer längeren Baisse wert war, verdeutlichte der enttäuschende Auftritt in der Innerschweiz: wenig. Zug hingegen wirkt im letzten Monat vor der Olympia-Pause in allen Formationen so stabil wie im letztjährigen Playoff.

Lugano verlor nicht nur das Spiel, sondern beklagte in der 35. Minute zudem den Ausfall von Thomas Wellinger. Der Verteidiger erlitt bei einem Check des EVZ-Centers Nolan Diem einen Nasenbeinbruch. Der Verursacher der Szene wurde mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe belegt.

EV Zug vs. HC Lugano 2:0

6526 Zuschauer. – SR Salonen/Tscherrig, Castelli/Obwegeser. – Tore: 6. McIntyre (Ausschluss Fazzini) 1:0. 26. Suri 2:0. – Strafen: 3mal 2 plus 5 Minuten (Diem) plus Spieldauer (Diem) gegen Zug, 5mal 2 Minuten gegen Lugano. – PostFinance-Topskorer: Roe; Fazzini.

Zug: Stephan; Diaz, Morant; Schlumpf, Alatalo; Thiry, Leeger; Helbling, Geisser; Lammer, McIntyre, Suri; Martschini, Roe, Klingberg; Schnyder, Diem, Kast; Zehnder, Holden, Senteler.

Lugano: Merzlikins; Sanguinetti, Furrer; Wellinger, Vauclair; Chiesa, Riva; Sartori; Bürgler, Lajunen, Klasen; Walker, Lapierre, Hofmann; Brunner, Romanenghi, Bertaggia; Fazzini, Morini, Reuille; Sannitz.

Bemerkungen: Zug ohne Stalberg (gesperrt), Grossmann, Forrer (beide verletzt), Lugano ohne Ronchetti, Ulmer (beide verletzt), Cunti (krank), Kparghai (überzählig). 34. Pfostenschuss von Holden. 35. Wellinger verletzt ausgeschieden. 43. Pfostenschuss von Reuille. Lugano ab 58:47 bis 59:41 und ab 59:51 ohne Goalie.

National League. Am Dienstag: Zug – Lugano 2:0 (1:0, 1:0, 0:0). Genève-Servette – Biel 1:4 (0:1, 0:1, 1:2).

Rangliste: 1. Bern 37/82. 2. Zug 37/67. 3. Biel 38/65. 4. Lugano 38/65. 5. Davos 38/63. 6. ZSC Lions 38/58. 7. Genève-Servette 38/57. 8. Fribourg-Gottéron 37/54. 9. Lausanne 37/49. 10. SCL Tigers 38/47. 11. Ambri-Piotta 38/39. 12. Kloten 38/32.

Third Star: Reto Suri (EV Zug). Der Flügelspieler ist Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Zuger, ist immer da, wenn es gefährlich wird und markiert den Treffer zum 2:0 Endstand. Suri macht eine bärenstarke Partie und sorgt mit seinen Vorstössen immer wieder für Entlastung!

Second Star: David McIntyre (EV Zug). Der Center ist in der Offensive der auffälligste Akteur auf Seiten der Innerschweizer! McIntyre ist bei fast jeder gefährlichen Offensivszene beteiligt und bereitet immer wieder Topchancen für seine Mitspieler vor. Den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 erzielt der Kanadier, wenn auch etwas glücklich, gleich selbst.

First Star: Tobias Stephan (EV Zug). Der Goalie der Zuger zeigt einmal mehr, warum er unter anderem als Kandidat für die Schweizer Nationalmannschaft gehandelt wird und die drittbeste Fangquote der Liga aufweist. Mit seinem vierten Shutout der Saison führt er seine Farben beinahe im Alleingang zum wichtigen Sieg im Spitzenkampf gegen den HC Lugano!

Loser: Elvis Merzlikins (HC Lugano). Der Keeper der Luganesi erwischt einen rabenschwarzen Abend! Beim 0:1 sieht er wahrlich nicht gerade gut aus und dem 0:2 geht ein kapitaler Fehlpass des Torhüters voraus. Der sonst so gute Schlussmann der Bianconeri hat jedoch am Freitag gegen die Tigers schon wieder die Chance zu zeigen, dass er es besser kann!

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