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SCL Tigers vs. SC Bern 1:5

Bern diesmal wenig gefordert

Die SCL Tigers verlieren gegen den SC Bern mit 1:5 auch das zweite Derby innerhalb von 20 Stunden. Nach sechs Niederlagen in Folge verspüren die Langnauer für die nächsten Spiele Druck.

Am Samstag verloren die Langnauer auswärts unglückhaft mit 2:3 nach Verlängerung. Am Sonntagnachmittag gab es am klaren Verdikt nichts mehr zu husten. Die Berner gingen schon nach drei Minuten mit der ersten Torchance in Führung und bauten das Skore im ersten Abschnitt durch einen Doppelschlag innerhalb von 74 Sekunden auf 3:0 aus. Gaëtan Haas erzielte zwei Powerplay-Tore (1:0 und 3:0). Dazwischen profitierte Simon Bodenmann von einem Fangfehler von Langnaus Keeper Ivars Punnenovs, der nach der ersten Pause den Platz für Damiano Ciaccio räumen musste. Der SCB nützte seine ersten drei Powerplay-Chancen zu Toren.

Die SCL Tigers stehen nun vor wegweisenden Wochen. Trotz sechs Niederlagen hintereinander beträgt der Rückstand auf Platz 8 (Freiburg) erst sieben Punkte. In den nächsten zwei Wochen folgen bedeutsame Spiele gegen Lausanne (9./a), Lugano (2./h), Kloten (12./h) und Ambri-Piotta (11./a). Die Emmentaler benötigen mindestens drei Siege, um den Anschluss an den Playoff-Strich wieder zu schaffen.

In den nächsten Spielen müssen die SCL Tigers aber auf PostFinance-Topskorer Antti Erkinjuntti verzichten. Der Finne verletzte sich am Samstag an der Schulter; erwartet wird eine Pause von rund zwei Wochen. Erkinjuntti wurde (nicht in Scheibenbesitz) von Berns Topskorer Mark Arcobello bös gecheckt. Arcobello verpasste das zweite Derby wegen einer vorsorglichen Sperre ebenfalls; gegen den Kanadier läuft ein Verfahren. Bei 17 Punkten Vorsprung fällt der temporäre Verlust des Topskorers aber nicht derart ins Gewicht wie bei Langnau.

SCL Tigers – Bern 1:5 (0:3, 0:0, 1:2)

6000 Zuschauer (ausverkauft). – SR Salonen/Tscherrig (FIN/SUI), Borga/Wüst. – Tore: 3. Haas (Raymond, Andersson/Ausschluss Blaser) 0:1. 17. Bodenmann 0:2. 18. Haas (Blum, Andersson/Ausschluss Erni) 0:3. 47. Thuresson 1:3. 51. Noreau (Ebbett/Ausschluss Blaser) 1:4. 58. Raymond (Ebbett) 1:5. – Strafen: 5mal 2 Minuten gegen SCL Tigers, 1mal 2 Minuten gegen Bern. – PostFinance-Topskorer: Elo; Ebbett.

SCL Tigers: Punnenovs (21. Ciaccio); Seydoux, Zryd; Blaser, Huguenin; Lardi, Erni; Randegger; Thuresson, Gustafsson, Himelfarb; Elo, Gagnon, Dostoinow; Nils Berger, Albrecht, Nüssli; Kuonen, Pascal Berger, Neukom; Gerber.

Bern: Genoni; Untersander, Blum; Noreau, Gerber; Andersson, Krueger; Kamerzin, Burren; Bodenmann, Ebbett, Raymond; Hischier, Haas, Scherwey; Berger, Pyörälä, Meyer; Kämpf, Randegger.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Erkinjuntti, Stettler und Peter, Bern ohne Moser, Ruefenacht (alle verletzt), Heim (U20) und Arcobello (gesperrt).

Loser: Ivars Punnenovs (SCL Tigers). Zwischen den Pfosten hat der Lette heute nicht die beste Figur gemacht. Er wirkte eher verunsichert und lies einige Abpraller passieren. So kam es im ersten Drittel zu drei Gegentreffer, wo er den einen oder anderen auf sich nehmen muss. Demnach war genug – ab dem Mitteldrittel übernahm Damiano Ciaccio im Langnauer Tor.

Third Star: Jérémie Kamerzin (SC Bern). Die Verteidiger sind nicht zu vergessen! Bevor die Berner mit dem zweiten und dritten Treffer im ersten Drittel das Spiel schon frühzeitig für sich entschieden, waren die Langnauer für einige Minuten nahe am Ausgleichstreffer dran. Das dieser eben nicht gefallen ist, ist wohl vor allem dem 29-järhigen Jérémie Kamerzin zu verdanken. Er leistete während der gesamten Partie extrem gute Defensivarbeit, war sehr aufsässig und konnte die Scheibe gleich zweimal hintereinander blockieren, ehe sie auf Leonardo Genoni kam.

Second Star: Andrew Ebbett (SC Bern). Wie aus dem Bilderbuch sind die Vorlagen des Kanadiers! Selbstsicher und entschlossen liess er quasi jeden Gegner aus und nichts konnte ihn dabei aufhalten. Dementsprechend ist ihm nicht nur ein unheimlicher Kampfgeist zu verdanken sondern auch der Assist zum vierten und fünften Tor. Während der gesamten Partie ist Ebbett positiv aufgefallen und ist wahrlich eine Bereicherung für sein Team.

First Star: Gaëtan Haas (SC Bern). Eine Glanzleistung des 25-jährigen! Von Beginn an war Gaëtan Haas mit Herzblut dabei, übernahm einmal mehr die wichtige Rolle des Leitwolfes und konnte Offensiv völlig überzeugen. Dank seinem guten Tempo ist es ihm ohne Probleme gelungen, sich an seinen Gegner vorbeizuschlängeln und sich in jedem richtigen Moment Platz zu verschaffen bzw. sich freizustellen. So zeigte er nicht nur wo es durchgeht, sondern legte auch selber Stock an und traf als Einziger sogar zweimal.

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