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SC Rapperswil-Jona Lakers vs. HC Ajoie 4:0

Lakers lassen Ajoie keine Chance und stehen im Finale

Die Rapperswil-Jona Lakers schreiben Geschichte. Sie gewinnen das Halbfinal-Duell der Unterklassigen gegen Ajoie 4:0 und stehen als erstes unterklassige Team seit der Wiedereinführung im Cupfinal.

Der Leader der zweithöchsten Spielklasse gewann seinen Halbfinal gegen den Swiss-League-Kontrahenten Ajoie nach erstklassiger Leistung mit 4:0.

Die Lakers überzeugten mit einem kompakten Team-Effort und Abgeklärtheit im Abschluss. Die St. Galler zeigten, weshalb sie in der Meisterschaft bislang 19 Punkte mehr als der Tabellenvierte aus dem Jura ergatterten.

Mit dem sehenswerten Backhand-Abschluss von Dion Knelsen in der letzten Minute des Mitteldrittels war die Partie entschieden. Die beiden wegweisenden Tore zur 2:0-Führung, darunter das 1:0 in Überzahl von Steve Mason, hatte Michael Hügli vorbereitet. Beim 2:0 profitierte Torschütze Thomas Büsser vorab davon, dass sich gleich drei Jurassier im eigenen Slot auf die gleiche Seite begaben und dadurch einen unbedrängten Abschluss der Gastgeber ermöglichten.

Das Bruder-Duell auf dem Goalie-Posten entschied Melvin Nyffeler von den Lakers gegen Dominic Nyffeler ebenso zu seinen Gunsten. Melvin Nyffeler parierte 28 Schüsse für den Shutout.

Die Partie hätte indes zu Beginn auch einen andere Verlauf nehmen können. Denn die Jurassier, die auf ihrem Weg in die Cup-Halbfinals mit gleich drei Teams aus der Swiss League ausgeschaltet hatten (Lausanne, ZSC Lions und SCL Tigers), begannen mit viel Schwung und verpassten die 1:0-Führung nur knapp, als Jonathan Hazen nur den Pfosten traf.

In der Neuzeit des Schweizer Cups, also seit der Wiedereinführung dieses Wettbewerbs in der Saison 2014/2015, sind die Lakers die erste Mannschaft aus der zweithöchsten Spielklasse, die den Einzug in den Cupfinal schaffte.

Der bislang einzige unterklassige Cupsieger ist Genève-Servette, der 1959 gegen die oberklassigen Young Sprinters mit 7:3 triumphierte.

Rapperswil-Jona Lakers – Ajoie 4:0 (1:0, 2:0, 1:0)

6100 Zuschauer (ausverkauft/Saisonrekord). – SR Dipietro/Stricker, Küng/Wüst. – Tore: 11. Mason (Hügli/Ausschluss Loeffel) 1:0. 32. Büsser (Hügli) 2:0. 40. (39:03) Knelsen (Rizzello) 3:0. 43. Primeau 4:0. – Strafen: 1mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 2mal 2 Minuten gegen Ajoie.

Rapperswil-Jona Lakers: Melvin Nyffeler; Sataric, Maier; Geyer, Berger; Iglesias, Büsser; Gähler, Profico; Brem, Aulin, Casutt; Hüsler, Knelsen, Rizzello; Hügli, Mason, Mosimann; Frei, Vogel, Primeau.

Ajoie: Dominic Nyffeler; Maret, Hauert; Birbaum, Casserini; Ryser, Steinauer; Montandon, Devesvre; Schmutz, Devos, Hazen; Macquat, Privet, Impose; Fuhrer, Frossard, Wüst; Merola, Montandon, Loeffel.

Bemerkungen: Pfosten: Lakers ohne Schmuckli (krank) und Lindemann (verletzt), Ajoie ohne Barbero, Pouilly und Schmidt (alle verletzt). – 15. Ajoie-Goalie Dominic Nyffeler hält Penalty von Maier. – Pfosten: 5. Hazen.

Third Star: Kevin Ryser (Ajoie). Der 29-jährige Berner sorgte während der ganzen Partie für viel Druck von hinten heraus und zeigte seine für einen Swiss League-Verteidiger grosse Offensivstärke. Wenn es gefährlich wurde, waren bei Ajoie häufig Jonathan Hazen oder Ryser involviert – oder beide zusammen.

Second Star: Michael Hügli (Rapperswil-Jona). Zwei schöne und wichtige Assists bei den wichtigen Toren zum 1:0 und 2:0 – der 22-jährige ehemalige ZSC- und Zug-Junior zeigt Biss und hat sich sicherlich mittlerweile für verschiedene National League-Teams empfehlen können. Um eine Stufe höher zu spielen, ist für ihn persönlich wohl ein Aufstieg Rapperswils nicht mal mehr unbedingt vonnöten.

First Star: Melvin Nyffeler (Rapperswil-Jona). Die Rosenstädter sind froh, haben sie einen Torhüter von klarem National League-Format zwischen ihren Pfosten. Melvin Nyffeler war der ruhende Pol gegen die in den ersten 30 Minuten anstürmenden Jurassier und gibt seinem Team damit nicht nur in der Meisterschaft, sondern auch im Cup sehr viel Sicherheit.

Loser: Philip-Michael Devos (Ajoie). Der Ausflug in die National League zu Gottéron scheint dem Kanadischen Swiss League-Topskorer nicht gut bekommen zu sein. Der 27-jährige war auch heute wieder kaum zu sehen, und ist auf der Suche nach seiner alten Form. Ajoie hätte heute einen Devos in Topform dringend benötigt.

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