Deschwanden wird als einziger Schweizer 30.

Stoch doppelt am Neujahrsspringen nach

Die Schweizer Damen haben beim Parallel-Slalom von Oslo überzeugen können. Wendy Holdener schaffte es bis in den FInal und schaltete unter anderem auch Melanie Meillard im Halbfinale aus. Shiffrin erwies sich im Finale jedoch als zu stark. Meillard schaffte es zum ersten Mal aufs Podest und wurde Dritte. Denise Feierabend scheiterte sogleich in der ersten Runde. 

„Im ersten Augenblick war ich enttäuscht, dass ich Mikaela nicht schlagen konnte. Im ersten Finallauf vergab ich es am Start, der Lauf sonst war super. Im zweiten Lauf lief es dann nicht mehr so gut. Aber immerhin stehe ich wieder lockerer auf dem Ski. Der zweite Rang ist sicher nicht schlecht“, so Holdener, die in diesem Winter zum dritten Mal nach den Slaloms in Lienz (2. Platz) und Levi (3.) auf dem Podest stand.

Holdener hatte am Holmenkollen vor der knappen Finalniederlage (um 0,17 Sekunden gegenüber Shiffrin) alle ihre drei Duelle höchst souverän gewonnen. Im Halbfinal blieb die 24-jährige Schwyzerin gegen Mélanie Meillard siegreich. Die fünf Jahre jüngere Walliserin schaffte gleichwohl als Dritte ihr bislang bestes Ergebnis im Weltcup. Zuvor hatte sie dreimal den 5. Platz belegt. Denise Feierabend, die in der ersten Runde scheiterte, wurde in Oslo Neunte.

Shiffrin triumphierte auf oberster Stufe zum 37. Mal. In dieser Saison war sie schon sechsmal siegreich. Mit 471 Punkten Vorsprung vor der Deutschen Viktoria Rebensburg (981:510), die auf einen Start in Norwegen verzichtete, befindet sich die 22-jährige Amerikanerin auf bestem Weg zur Titelverteidigung im Kampf um die grosse Kristallkugel.

Auch im Slalom-Weltcup vergrösserte Shiffrin ihren Vorsprung gegenüber Petra Vlhova auf bereits 135 Punkte (480:345). Die Slowakin scheiterte in Oslo in den Viertelfinals an Meillard. Holdener ist in der Slalomwertung nach fünf von zwölf Rennen mit 265 Punkten Dritte.

Yule und Aerni im Viertelfinal ausgeschieden

Bei den Männern holte sich André Myhrer in Norwegen den achten Weltcupsieg, den ersten seit März 2017. Beim Weltcup-Final in Aspen hatte der Schwede den abschliessenden Slalom gewonnen. Im Final in Oslo schlug Myhrer den Österreicher Michael Matt klar. Dritter wurde der Deutsche Linus Strasser. Der Österreicher Marcel Hirscher war in den Viertelfinals am Briten Dave Ryding gescheitert.

Luca Aerni und Daniel Yule, die beide in den Viertelfinals ausschieden, klassierten sich ex-aequo im 5. Rang.

Oslo. Weltcup-Parallelslalom. Männer. Schlussklassement: 1. André Myhrer (SWE). 2. Michael Matt (AUT). 3. Linus Strasser (GER). 4. David Ryding (GBR). 5. Luca Aerni (SUI), Daniel Yule (SUI), Marcel Hirscher (AUT) und Sebastian Foss-Solevaag (NOR). 9. Kjetil Jansrud (NOR), Alexander Choroschilow (RUS), Stefano Gross (ITA), Alexis Pinturault (FRA), Manfred Mölgg (ITA), Mattias Hargin (SWE), Fritz Dopfer (GER) und Henrik Kristoffersen (NOR).

Final: Myhrer s. Matt. – Um Platz 3: Strasser s. Ryding. – Halbfinals: Matt s. Ryding. Myhrer s. Strasser. – Viertelfinals: Ryding s. Hirscher. Matt s. Aerni. Myhrer s. Foss-Solevaag. Strasser s. Yule. – Achtelfinals: Hirscher s. Jansrud. Ryding s. Choroschilow. Aerni s. Gross. Matt s. Pinturault. Foss-Solevaag s. Mölgg. Myhrer s. Hargin. Yule s. Dopfer. Strasser s. Kristoffersen.

Frauen. Schlussklassement: 1. Mikaela Shiffrin (USA). 2. Wendy Holdener (SUI). 3. Mélanie Meillard (SUI). 4. Frida Hansdotter (SWE). 5. Bernadette Schild (AUT), Lena Dürr (GER), Maren Skjöld (NOR), Petra Vlhova (SVK). 9. Denise Feierabend (SUI), Katharina Truppe (AUT), Anna Swenn-Larsson (SWE), Chiara Costazza (ITA), Irene Curtoni (ITA), Nina Haver-Löseth (NOR), Ana Bucik (SLO) und Marina Wallner (GER).

Final: Shiffrin s. Holdener (um 0,17 Sekunden). – Um Platz 3: Meillard s. Hansdotter (0,10). – Halbfinals: Shiffrin s. Hansdotter. Holdener s. Meillard (0,59). – Viertelfinals: Shiffrin s. Dürr. Hansdotter s. Schild. Holdener s. Skjöld. Meillard s. Vlhova. – Achtelfinals: Shiffrin s. Swenn Larsson. Dürr s. Feierabend. Schild s. Costazza. Hansdotter s. Curtoni. Holdener s. Truppe. Skjöld s. Haver-Löseth. Meillard s. Bucik. Vlhova s. Wallner.

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