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Team Canada vs. Schweiz 3:0

Das Team Canada schlägt die Schweiz und gewinnt den Spengler Cup

Das Team Canada schliesst mit seinem 15. Sieg am Spengler Cup zu Rekordsieger Davos auf. Im Final setzen sich die Kanadier gegen die Schweizer Nationalmannschaft 3:0 durch.

Die Vorentscheidung fiel Mitte des zweiten Abschnitts. Innerhalb von 237 Sekunden brachten Zach Boychuk und Maxim Noreau das Team Canada 2:0 in Führung. Diese beiden wichtigen Goals fielen in die stärkste Schweizer Phase hinein. Die Schweizer dominierten den zweiten Abschnitt. Sie erspielten sich ein Chancenplus. Aber sie vermochten Kevin Poulin, den mit Abstand stärksten Goalie des Turniers, nicht zu bezwingen. Poulin gelangen beim Shutout im Final 36 Paraden.

Eric Blum (21.), Luca Fazzini, Yannick Rathgeb (beide 23.) und Raphael Diaz (26.) besassen nach der ersten Pause die Möglichkeiten, die Schweizer, die die Partie sehr verhalten begonnen hatten, in Führung zu bringen. Diese Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt liess die Schweizer überheblich werden. Nach 27 Minuten fehlte plötzlich die defensive Absicherung. Die Kanadier konnten zu viert gegen nur zwei Schweizer Verteidiger jenen Gegenstoss lancieren, aus dem Zach Boychuks Führungstor resultierte. Vier Minuten später führte ein verlorenes Bully vor dem eigenen Tor zum 0:2. Bully-Pass-Goal! Die Kanadier gewannen praktisch alle wichtigen Bullys im Spiel.

Wenig Glück im Angriff

Die Schweizer vermochten auf den Rückstand nicht mehr zu reagieren. Nach der offensiven Herrlichkeit gegen die Klubteams aus Riga (6:1), Hämeenlinna (4:0) und Davos (8:3) produzierte die Schweizer Offensive gegen ein anderes Länderteam wieder eine Nullnummer. Trotz der frenetischen Unterstützung der 6300 Zuschauer im ausverkauften Davoser Eispalast kamen die Schweizer nicht mehr in die Nähe der Wende. In der 53. Minute stellte David McIntyre mit dem 3:0 nach einem Schweizer Scheibenverlust vor dem eigenen Tor den kanadischen Sieg – und dritten Titel in Folge – sicher.

Aber die Schweizer gewannen in Davos viel Goodwill zurück. Endlich generierte das Nationalteam wieder einmal neben Titelkämpfen reges Interesse. Am Ende reichte es zwar nicht zum Turniersieg, aber immerhin bei der elften (und wohl vorerst wieder letzten) Teilnahme am Spengler Cup zur besten Klassierung. Bei den ersten zehn Teilnahmen waren die Schweizer nie über Platz 4 hinaus gekommen.

Team Canada – Schweiz 3:0 (0:0, 2:0, 1:0)

Davos. – 6300 Zuschauer (ausverkauft). – SR Lemelin/Stricker (USA/SUI), Fluri/Kaderli (SUI). – Tore: 28. Boychuk (Noreau, Ebbett) 1:0. 32. Noreau (Bartley, McClement) 2:0. 53. McIntyre (Parenteau) 3:0. – Strafen: je 2mal 2 Minuten.

Team Canada: Poulin; Noreau, Bartley; Hickey, Goloubef; Schultz, Davies; Petschenig; Raymond, Kelly, Thomas; Hamilton, Boychuk, Ebbett; McClement, Evans, Sikura; McIntyre, Parenteau, Lapierre, D'Agostini.

Schweiz: Genoni; Geering, Diaz; Schlumpf, Blum; Fora, Genazzi; Rathgeb, Kreis; Cunti, Hofmann, Brunner; Herzog, Richard, Martschini; Fazzini, Rod, Vermin; Schäppi, Bodenmann, Scherwey.

Bemerkungen: Schweiz ohne Boltshauser (Ersatztorhüter), Praplan, Sutter, Suter, Hollenstein (alle überzählig). – 5. Pfostenschuss Thomas. 59. Timeout Schweiz.

Third Star: Zach Boychuk (CAN): Boychuk sorgte vor dem Tor von Genoni immer wieder für Gefahr und schoss das wichtige erste Tor der Kanadier. Nach seinem Treffer störte er das Aufbauspiel der Schweizer immer wieder und kam gelegentlich noch zu weiteren Chancen. Ansonsten stellte er sich aber in den Dienst der Mannschaft und half in der Defensive aus.

Second Star: Maxim Noreau (CAN): Der Captain legte beim ersten Treffer der Kanadier auf für Boychuk. Wenige Minuten später durfte er sich dann aber auch gleich selbst als Torschütze feiern lassen. Die Kanadier zeigten eine hervorragende Leistung in der eigenen Zone, was auch dem Captain gutgeschrieben werden kann.

First Star: Kevin Poulin (CAN): Er wird den Schweizern noch lange Alpträume bereiten. Der Kanadische Torhüter war unbezwingbar und feiert im Finale des 91. Spengler Cups einen Shotout. Poulin war über die gesamte Spielzeit unter Dauerdruck und musste sich mehr als einmal in brenzlichen Situationen beweisen. Ein sicherer Rückhalt und mit solch einer Leistung ist der Sieg klar verdient.

Loser: Damian Brunner (SUI): Der Offensivakteur der Schweiz war ein Schatten seiner selbst. Kurz vor Ende der Partie hatte er noch die Chance, um die Null von der Anzeigetafel verschwinden zu lassen, vergab aber aus kurzer Distanz. In einem Spiel, in welchem den Schweizern nicht viel gelang, agierte Brunner ideenlos.

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