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Das Sportjahr 2017 ein Jahr voller Highlights

Ein traumhaftes Comeback, Weltmeistertitel und Aufschwünge

Das Sportjahr 2017 lieferte viele Schweizer Höhepunkte aus ganz vielen verschiedenen Sportarten.

Aus Schweizer Sicht durfte man in diesem Jahr oftmals jubeln. Egal ob im Tennis, Fussball, Ski Alpin oder gar Mountainbike, unsere Schweizer Sportler sorgten für viele Glanzmomente. Geniesst hier nochmals alle Schweizer Highlights, die das Sportjahr 2017 geliefert hat. 

Ein Comeback, das seinesgleichen sucht

Was für ein traumhaftes Comeback das war! Roger Federer hatte im Januar an den Australian Open alle verblüfft; sogar sich selbst. Nachdem der Schweizer Superstar letztes Jahr die Saison wegen Verletzungsproblemen vorzeitig abbrechen musste, rechneten nur noch die kühnsten Optimisten mit dem, was Federer in diesem Jahr alles leistete

Begonnen hatte sein Märchen an den Australian Open. Vor dem Turnier wäre der Maestro noch mit einem Startsieg zufrieden gewesen und dies wurde dann mehr als einfach nur übertroffen. Federer steigerte sich von Match zu Match und spielte sich in einen regelrechten Lauf. Selbst ein bärenstarker Stan Wawrinka konnte den Federer-Express (FedEx) im Halbfinale nicht stoppen. In fünf epischen Sätzen rang der Basler seinen Landsmann und guten Freund nieder. 

Im Finale wartete dann ein absolutes Traumduell, denn Federer traf auf seinen ärgsten Rivalen Rafael Nadal. Nur Wenige hätten für möglich gehalten, dass diese Beiden je wieder in einem Grand-Slam-Finale aufeinander treffen würden und das Duell wurde seinen Erwartungen gerecht. Federer konnte in den Sätzen stets vorlegen, doch Nadal hatte in den darauffolgenden Durchgängen stets eine Antwort parat. Im fünften Satz wurde es so richtig episch. Nachdem Nadal mit Break in Führung gehen konnte, sah der Spanier schon wie der sichere Sieger aus, doch Federer packte nochmal sein allerbestes Tennis aus und drehte diesen Satz zu seinen Gunsten. Am Ende holte er sich in überragender Manier seinen 18. Grand-Slam-Titel!

Ein traumhafter Beginn eines überragenden Sportjahres 2017!

Schweizer Festspiele an der Heim-WM

Die alpine Ski-WM in St.Moritz war aus Schweizer Sicht ein voller Erfolg. Die Gastgeber sammelten starke sieben Medaillen und das obwohl mit Lara Gut die stärkste Athletin während der WM mit einem Kreuzbandriss ausgefallen war. Drei Swiss-Ski-Athleten kürten sich in St.Moritz gar zu Weltmeistern.

Den Medaillenreigen eröffnete aber mit Gut die grösste Schweizer Hoffnung. Sie gewann in ihrer Paradedisziplin, dem Super G, die Bronzemedaille. Damit war sie zwar nicht ganz zufrieden, nahm mit dieser Medaille viel Druck von den anderen Schweizern weg. 

Als nächstes folgte die Super Kombination der Frauen, welches aus Schweizer Sicht eines der absoluten Highlights war. Wendy Holdener kürte sich dort nämlich zur Weltmeisterin und Michelle Gisin sicherte sich gleich dahinter die Silbermedaille. Ein absoluter Traumtag für die Schweizer Ski-Fans!

Die Königsdisziplin, nämlich die beiden Abfahrten, fanden beide am gleichen Tag statt. Sowohl die Frauen, wie auch die Männer sorgten am „Speed-Sunday“ für spektakuläre Momente. Ein Mann, nämlich Beat Feuz, krönte sich zum Abfahrts-Weltmeister und sorgte für regelrechte Jubelstürme im Schweizer Lager!

Die Schweizer hatten jedoch kaum Zeit, sich zu erholen, da nahmen sich die Männer an den Frauen ein Beispiel und gewannen in der Super Kombination ebenfalls zwei Medaillen. Luca Aerni kürte sich völlig überraschend zum Weltmeister und Mauro Caviezel sorgte mit Bronze für einen überragenden Schweizer Tag.

Den Abschluss machte dann unsere Schweizer Sportlerin des Jahres 2017 Wendy Holdener, indem sie im Slalom die Silbermedaille gewinnen konnte und nach der Amerikanerin Mikaela Shiffrin ihren Erwartungen gerecht wurde.

Die WM in St.Moritz war wirklich bärenstark aus Schweizer Sicht und definitiv eines der grossen Highlights des Sportjahres 2017! 

Die Bären verteidigen den Titel

In der National League hat der SC Bern den Titel aus dem Vorjahr verteidigt. Die Mutzen entschieden die Final-Serie gegen den EV Zug mit 4:2 Siegen für sich. Im sechsten und entscheidenden Spiel liessen die Bären gar nichts mehr anbrennen und gewannen in Zug gleich mit 5:1. Dadurch feierten sie bereits den 15 Meistertitel in ihrer Historie.

Die Bundesstädter verdienten sich den Titel, waren sie doch während der ganzen Saison das dominierende Team und belegten schon nach der Qualifikation den ersten Platz. Auch heuer sind die Mutzen wieder zuoberst anzutreffen und wenn man Meister werden will, gilt es, den SC Bern schlagen zu müssen. 

 

Der FC Basel feierte den 8. Meistertitel

Nach dem Sieg gegen den FC Luzern stand der FC Basel bereits sechs Runden vor Schluss als Meister der Raiffeisen Super League fest. Die Basler sicherten sich somit den 20. Titel in der Klubgeschichte sowie den achten Triumph in Serie. Der FCB dominierte die Meisterschaft beinahe nach Belieben. Dass die Basler mit Trainer Urs Fischer Meister würden, stand eigentlich nie zur Debatte. Offen war einzig, zu welchem Zeitpunkt der FCB den Titelgewinn perfekt machen wird. 

Auch als im April bekannt gegeben wurde, dass sich der FC Basel per Saisonende von Trainer Urs Fischer trennen wird und Raphael Wicky das Amt des Coaches zukünftig ausführen wird, blieb die Mannschaft auf dem Platz zumeist souverän und liess der Konkurrenz keine Chance.

FCB-Präsident Bernhard Heusler tritt mit dem Double ab

Anfang Jahr haben Präsident Bernhard Heusler und Sportdirektor Georg Heitz ihren Rücktritt nach der Saison 2016/17 bekannt gegeben. Acht Meistertitel und drei Cupsiege gewann der FC Basel unter dem äusserst erfolgreichen Führungsduo. So bedankten sich die FCB-Fans beim letzten Heimspiel im Joggeli bei ihrem Präsidenten, in dem hunderte Anhänger den Platz mit einem Transparent mit der Aufschrift „Chapeau Bärni“ betraten.

 

Heitz und Heusler wurden im Sommer durch Medienmanager Bernhard Burgener und Ex-FCB-Captain Marco Streller ersetzt. 

Streit erfüllt sich seinen letzten Traum

Mark Streit konnte sich in diesem Jahr seinen letzten grossen Traum verwirklichen. Zusammen mit seinem Team, den Pittsburgh Penguins, gewann der Schweizer den Stanley Cup. Im Finale spielte Mark Streit zwar keine Rolle, trotzdem wurde auch sein Name auf dem legendären Stanley Cup eingraviert. 

Pittsburgh verdiente sich den Titel in der Final-Serie gegen Nashville (mit den Schweizern Josi, Weber und dem verletzten Fiala) in Spiel sechs, welches man mit 2:0 für sich entscheiden konnte. Dadurch gewann das Team aus Pennsylvania die Serie mit 4:2 Siegen. 

Die Penguins verteidigten somit den Titel aus dem Vorjahr und Mark Streit wird dieses Jahr mit Sicherheit nie vergessen. Der Schweizer hat im Oktober dieses Jahres dann auch noch seinen Rücktritt aus dem Profi-Sport gegeben. 

Ein Walliser schreibt Schweizer Eishockeygeschichte

Fast ein Jahr lang duellierte sich Nico Hischier mit dem Kanadier Nolan Patrick um den „first-overall-pick“ im NHL-Entry-Draft 2017. Hischier skorte für die Halifax Mooseheads in der QMJHL in 63 Spielen 93-mal und betrieb auc an der U18- und U20-WM beste Werbung in eigener Sache. Ende Juni war es dann soweit und die Verantwortlichen der New Jersey Devils setzten in die Tat um, was sich zuvor lange andeutete.

Der 18-Jährige Nico Hischier wurde nur Nummer 1 in einem NHL-Draft und schrieb damit in vieler Hinsicht Schweizer Eishockeygeschichte. Er war der höchstgedraftete Schweizer Spieler der Geschichte, denn vor ihm war noch nie jemand aus der Schweiz der „first-overall-pick“. Auf Anhieb schaffte es der gebürtige Walliser aus Naters ins NHL-Team der New Jersey Devils und gehört dort zur festen Stammformation. Am jungen Center wird die Schweiz auch in der Zukunft noch viel Freude haben.

Der Maestro kürt sich zum Rekord-Champion von Wimbledon

Eigentlich lässt es sich gar nicht in Worte fassen, was Federer auch nach dem Australian-Open-Triumph noch alles erreicht hat. Das zweite grosse Highlight des Baslers war mit Sicherheit sein achter Triumph bei den All England Championships in Wimbledon! 

Nachdem Federer, abgesehen von der Sand-Saison, welche er gänzlich ausgelassen hat, der dominierende Spieler bis zu diesem Zeitpunkt war, ging er als der grosse Favorit in sein Lieblingsturnier. Der Schweizer wurde seiner Favoritenrolle absolut gerecht und spazierte regelrecht bis in den Halbfinal. Dort wurde er von einem enorm starken Tomas Berdych extrem gefordert, setzte sich schlussendlich aber in drei umkämpften Sätzen durch und zog in das Endspiel ein.

Im Finale wartete etwas überraschend der Kroate Marin Cilic auf den Schweizer, welcher ihm seinen Rekord-Sieg streitig machen wollte. Dazu kam es jedoch nicht und es entwickelte sich ein etwas merkwürdiges Endspiel. Während Marin Cilic zu Beginn noch gut mithalten konnte, traten während der Partie plötzlich körperliche Beschwerden beim Kroaten ein. Dadurch konnte er Federer nicht mehr richtig fordern und der Basler liess sich seinen achten Wimbledon- und seinen 19. Grand-Slam-Titel nicht mehr nehmen. Roger Federer gab während des ganzen Turniers keinen einzigen Satz ab!

 

Schweizer Leichtathletik im Aufschwung

Die Schweiz kann nicht unbedingt als eine Leichtathletik-Nation angesehen werden. Dieses Jahr hat jedoch bewiesen, dass wir auf einem guten Weg sind, diesen Status etwas zu ändern. An der WM in London schauten immerhin drei Final-Teilnahmen heraus, wobei vor allem die 4x100M-Staffel der Frauen, die 400M-Läuferin Léa Sprunger und 400M-Hürdenläufer Kariem Hussein zu überzeugen wussten. Aber auch Mujinga Kambundji, Nicole Büchler oder Selina Büchel haben in diesem Jahr für gute Resultate gesorgt. Auch der Nachwuchs hat beeindruckt, vor allem die Siebenkämpferin Géraldine Ruckstulhl ist ein grosses Versprechen für die Zukunft, aber auch Salomé Kora und Noemi Zbären gilt es auf dem Radar zu haben.

Highlight aus Schweizer Sicht war jedoch der Aufstieg des Nationalkaders in den Kreis der Top-12-Nationen Europas. Bei der Team-EM im finnischen Vaasa schafften sie mit einem 3. Rang diesen Coup. Das Schweizer Leichtathletik steht vor einer vielversprechenden Zukunft.   

Ruderin gewinnt einfach alles

Jeannine Gmelin ist wohl nur den grössten Schweizer Sportfans ein Begriff. Was die Ruderin in diesem Jahr jedoch geschafft hat, hat noch keine Schweizer Ruderin hingekriegt. Gmelin wurde im olympischen Skiff Weltmeisterin. Ihre Kategorie ist dabei neben dem Achter die prestigereichste Bootsklasse und darum ist ihr Erfolg umso höher einzustufen. Dieser Titel war für die 27-Jährige die Krönung einer perfekten Saison, hat sie doch bereits die Weltcup-Regatten in Belgrad und Luzern für sich entschieden. 

Diese Frau ist drauf und dran, sich im Schweizer Sport einen Namen zu machen. 

Ein historischer Doppelsieg ohne Happy End

In der Moto2-Klasse passierte beim GP von San Marino eigentlich etwas Historisches aus Schweizer Sicht. Dominique Aegerter konnte in der Regenschlacht nämlich sensationell das Rennen gewinnen und dies vor seinem Landsmann Tom Lüthi!

Es wäre der erste Schweizer Doppelsieg der Geschichte geworden; doch leider wurde dies im Nachhinein zunichte gemacht. Dominique Aegerter wurde nachträglich nämlich disqualifiziert, weil sein Motoröl nicht dem Reglement entsprochen hatte. Dadurch verlor er seinen Misano-Sieg und der historische Schweizer Doppelsieg findet doch keinen Eintrag in die Geschichtsbücher. Schade, trotzdem war der Moment, als die Beiden über die Ziellinie fuhren, ein absolutes Schweizer Sport-Highlight!

Die Powerfrau jagt Rekorde

Daniela Ryf ist eine unfassbare Sportlerin. Die Triathletin ist die dominierende Frau in ihrer Disziplin und hat dies auch in diesem Jahr auf beeindruckende Art und Weise wieder demonstriert. In Hawaii ist die Schweizer zum dritten Mal in Folge Weltmeisterin geworden. Mit ihren erst 30 Jahren ist sie damit auf bestem Weg, die Rekordsiegerin Paula Newby-Fraser (8 Siege) zu übertrumpfen. 

Für Daniela Ryf scheint es in dieser Sportart keine Grenzen zu geben und sie wird wohl auch in Zukunft noch für viele Schweizer Höhepunkte sorgen. 

Eine Saison der Superlative

Nino Schurter ist der absolute Mountainbike-König. Der Schweizer holte sich dieses Jahr seinen bereits sechsten Weltmeister-Titel im Cross Country und auch sonst blieb der 31-Jährige die ganze Saison ungeschlagen. Er gewann sämtliche Rennen, bei denen er angetreten war. Sogar das Cape Epic in Südafrika konnte Schurter für sich entscheiden. Zur absoluten Krönung fehlte ihm eigentlich nur noch die erstmalige Ernennung zum Schweizer Sportler des Jahres, doch Roger Federer stand ihm dabei vor der Sonne. 

Die Schweiz muss auf solch einen Sportler einfach stolz sein, sorgt er doch Jahr für Jahr für etliche Sport-Highlights! 

Ein Schweizer mischt die beste Liga der Welt auf

Der Name Andy Schmid ist nicht allen Sportfans ein Begriff, obwohl er es verdient hätte, dass jeder Schweizer und jede Schweizerin ihn kennt. Andy Schmid ist nämlich Handballer und zwar nicht einfach irgendein Durchschnittsspieler, sondern einer der besten Spielmacher auf der ganzen Welt. Schmid verdient seine Brötchen in Deutschland bei den Rhein Neckar Löwen und mit welchen er dieses Jahr den Meistertitel in der besten Handball-Liga der Welt verteidigen konnte. Dabei war der Schweizer sogar der überragende Mann und gewann zum vierten Mal in Folge den MVP für den besten Spieler der Saison! Andy Schmid ist ein absolutes Handball-Genie und ein Handball-Riese, welcher wichtige Spiele für seine Mannschaft entscheidet:

Die kleine Schweiz kann sich glücklich schätzen, einen solch überragenden Handball-Spieler zu haben!

Die Kunstturn-Schweiz im Hoch

Die Kunstturner und Kunstturnerinnen haben in diesem Sportjahr für viele positive Momente gesorgt. Begonnen hat dabei alles an den Europameisterschaften in Cluj, wo die Schweiz am Reck gar einen Doppelsieg feiern konnte. Pablo Brägger sicherte sich nämlich Gold und Oliver Hegi krallte sich den Vize-Europameistertitel. 

Als nächstes Highlight stand die WM in Montreal auf dem Programm und auch dort wussten die Kunstturner mit fünf Finalteilnahmen zu überzeugen. Damit sicherten sich Brägger, Hegi und Yusof einen Eintrag in die Geschichtsbücher, haben doch seit den Fünfzigerjahren nie mehr als drei Schweizer einen Platz in einem Geräte-Final ergattert. 

Auch die Frauen wussten in diesem Jahr zu überzeugen, allen voran unsere Vorzeige-Turnerin Giulia Steingruber. Zu Beginn des Jahres musste sich noch verletzungsbedingt pausieren, doch an der WM schlug sie zu. Sie holte sich in ihrer Paradedisziplin, dem Sprung, die Bronzemedaille. Für das Frauenkunstturnen war dies erst die zweite WM-Medaille in der Geschichte.

Als Zugabe gewannen Pablo Brägger und Giulia Steingruber am Swiss Cup. Das Ostschweizer Paar setzte sich dabei in einem starken Feld vor einem japanischen Duo und vor ihren Landsleuten Käslin/Hegi durch. Ein sensationelles Jahr unserer Schweizer Kunstturner.  

Die souveräne WM-Quali mit einem kleinen Makel

Eines ist klar, die Schweiz ist an der Weltmeisterschaft in Russland ebenfalls mit von der Partie und trifft in einer äusserst attraktiven Gruppe auf Brasilien, Costa Rica und Serbien. Das Highlight dieses Jahres war nicht etwa die Auslosung der Gruppenphase, viel mehr die Art und Weise, wie sich die Eidgenossen durch die Qualifikation spielten und sich diese Teilnahme an der WM sicherten. 

Das Team von Nationaltrainer Vladimir Petkovic reihte Sieg an Sieg, gewann gleich neun Spiele in Folge und spielte eine Kampagne, die seines gleichen sucht. Jedoch mit einem kleinen Makel, denn mit der Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen Portugal verpasse die Nati die direkte Quali und musste über die Playoffs. Das Gesamtskore von 1:0 gegen Nordirland lässt bereits ein enge Angelegenheit vermuten und tatsächlich war die ganze Angelegenheit eher ein Knorz. Ein diskutabler Penalty und eine Last-Minute-Rettung von Ricardo Rodriguez reichten am Ende aber trotzdem und die Schweiz darf im kommenden Jahr an einem Sommermärchen arbeiten.

Der FCB rockt die europäische Königsklasse

Als im Sommer die acht Gruppen für die Champions League ausgelost wurden war man beim FC Basel auf der einen Seite erfreut, wie auch etwas schockiert über das attraktive Los. Mit Manchester United, Benfica Lissabon und ZSKA Moskau war das europäische Überwintern alles andere als gesichert. Dann folgte aber die beste CL-Kampagne einer Schweizer Mannschaft, die es je gegeben hatte und somit auch die hochverdiente Qualifikation für den Achtelfinal.

Der FCB bezwang zuhause Manchester United, kanterte Benfica Lissabon zuhause nieder, siegte bei ZSKA und sicherte sich den zweiten Platz in der Gruppe mit einem Sieg in Portugal. Viermal spielte der Schweizer Meister „zu Null“, etablierte sich im europäischen Klubfussball und kann nun im Frühjahr gegen Manchester City das Märchen fortführen.

Die „Grande Dame“ sagt auf dem Höhepunkt Adieu

Martina Hingis, die „Grande Dame“ des Tennis, hat am Ende der Saison ihren endgültigen Rücktritt aus dem Spitzensport bekannt gegeben. Eigentlich ist dieser Fakt nicht unbedingt ein Highlight, werden wir die Schweizerin im Tennis doch sehr vermissen. Vor ihrem Rücktritt hat sie aber noch für ein paar Höhepunkte gesorgt, weswegen sie sich ihren Eintrag in dieser Galerie durchaus verdient hat. 

Martina Hingis hat mit ihrer taiwanesischen Partnerin Yung-jan Chan starke neun Turniere, darunter auch die US Open, im Doppel gewonnen. Zusätzlich dazu hat sie auch im Mixed zusammen mit dem Briten Jamie Murray zwei Grand-Slam-Titel (Wimbledon und US Open) gewinnen können. Hingis tritt als Nummer 1 der Doppel-Rangliste ab und dafür gebührt ihr der grösste Respekt. Der Schweiz wird sie auf dem Tennisplatz mit Sicherheit fehlen.  

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