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HC Lugano vs. HC Fribourg-Gottéron 8:2

Eiskaltes Lugano demontiert Fribourg-Gottéron

Lugano schiesst sich gegen Fribourg-Gottéron etwas den Frust von der Seele. Die Entscheidung beim 8:2-Sieg führen die Tessiner mit vier Treffern im Mitteldrittel herbei.

Drei der letzten vier Partien hatte Lugano knapp verloren. Deshalb kam das kriselnde Fribourg als Aufbaugegner gerade recht. Nachdem Gottéron im ersten Drittel keineswegs die schlechtere Mannschaft gewesen war und einen 0:2-Rückstand aufgeholt hatte, wurden sie im Mitteldrittel regelrecht vorgeführt.

Innerhalb von 21 Sekunden schossen Gregory Hofmann und Alessio Bertaggia (erstes Tor nach 26 Partien) Lugano mit ihren beiden Treffern 4:2 in Führung (25.). Auf diesen Doppelschlag vermochte Fribourg nicht mehr zu reagieren. Im Gegenteil: Damien Brunner im Powerplay und Dario Bürgler erhöhten noch vor der zweiten Pause um weitere zwei Tore. Der einzige Doppeltorschütze bei Lugano war Gregory Hofmann, der seine Tore 99 und 100 in der höchsten Liga erzielte.

Einen Schreckmoment hatten die Luganesi vier Minuten vor dem Ende dennoch zu verdauen. Der eben erst nach einer langen Verletzungspause zurückgekehrte Damien Brunner schied verletzt aus, nachdem er einen Schlag auf die Hand erhalten hatte. Der Stürmer soll sich aber zumindest nichts gebrochen haben, berichtete der TV-Sender MySports nach der Partie.

Das ersatzgeschwächte Fribourg rutscht in der Tabelle nach der siebten Niederlage in den letzten neun Partien weiter ab und ist nur noch im 7. Rang klassiert.

Lugano – Fribourg-Gottéron 8:2 (2:2, 4:0, 2:0)

5636 Zuschauer. – SR Urban/Wiegand, Bürgi/Stuber. – Tore: 3. (2:57) Walker (Reuille) 1:0. 4. (3:28) Lapierre (Julien Vauclair, Bertaggia) 2:0. 8. Slater (Rathgeb, Stalder) 2:1. 13. Bykow (Rossi/Ausschluss Fazzini) 2:2. 25. (24:20) Hofmann (Bürgler, Ronchetti) 3:2. 25. (24:41) Bertaggia (Lapierre, Chiesa) 4:2. 27. Brunner (Fazzini, Hofmann/Ausschluss Kühni) 5:2. 37. Bürgler (Hofmann, Cunti) 6:2. 51. Hofmann (Sartori) 7:2. 57. Julien Vauclair (Bertaggia, Romanenghi/Ausschluss Slater) 8:2. – Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Lugano, 8mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. – PostFinance-Topskorer: Fazzini; Birner.

Lugano: Merzlikins; Sanguinetti, Ronchetti; Chiesa, Sartori; Wellinger, Julien Vauclair; Kparghai; Brunner, Cunti, Hofmann; Bertaggia, Lapierre, Fazzini; Bürgler, Sannitz, Klasen; Walker, Romanenghi, Reuille.

Fribourg-Gottéron: Waeber; Kienzle, Stalder; Abplanalp, Chavaillaz; Rathgeb, Kühni; Rossi, Bykow, Devos; Birner, Slater, Mottet; Fritsche, Rivera, Tristan Vauclair; Marchon, Schmutz, Neuenschwander; Meunier.

Bemerkungen: Lugano ohne Furrer, Ulmer (beide verletzt), Lajunen (Nationalteam Finnland) und Riva (U20), Fribourg ohne Cervenka, Glauser, Schilt, Sprunger (alle verletzt), Brust (Nationalteam Kanada) und Holös (Nationalteam Norwegen). Brunner verletzt ausgeschieden (56). Pfostenschüsse Sannitz (23.), Sanguinetti (41.) und Bykow (55.).

Third Star: Maxim Lapierre (HC Lugano). Der Kanadier Maxim Lapierre zeigte gleich mehrere gute Moves, war Dreh- und Angelpunkt des ersten Lugano-Blocks und krönte seine Leistung mit je einem Tor und einem Assist. Auch sonst wusste der Kanadier zu gefallen und stand mehrfach am Ursprung gelungener Offensiv-Aktionen seines Teams.

Second Star: Dario Bürgler (HC Lugano). Dario Bürgler war eigentlich als rechter Flügel des zweiten Blockes aufgestellt, doch dieser blieb, insbesondere in der Person von Linus Klasen heute Abend richtig blass. Doch zuweilen wurde Bürgler auch mit Hofmann aufs Eis gelassen und dies wusste Bürgler auszunutzen. Ein Tor, ein Assist und eine persönlich ganz starke Partie stehen bei ihm zu Buche.

First Star: Gregory Hofmann (HC Lugano). Unglaublich, wie Gregory Hofmann in dieser Partie auftrumpfte. Der linke Flügel des dritten Lugano-Blocks war an nicht weniger als vier Toren seines Teams beteiligt; deren zwei schoss er gleich selber und deren zwei bereitete er vor. Besonders hervorzuheben gibt es seine Vorbereitung vor Dario Bürglers 6:2. Zudem kam Hofmann zu zahlreichen weiteren Torchancen und war damit unweigerlich „the man of the match“.

Loser: Ludovic Waeber (Fribourg-Gottéron). Ein Keeper der acht Tore in einem Spiel erhält kann nicht als „Wand“ bezeichnet werden. Insbesondere, wenn man gleich bei zwei match-entscheidenden Gegentoren wie ein Schulbube aussieht. Die Vertretung des verletzten Barry Brust konnte einem beinahe leidtun. Vor dem 1:0 liess er die Scheibe irgendwie durchkullern und überraschte mit seinem denkwürdigen Abwehrstil. Vor dem 4:2 liess er sich von der Grundlinie aus düpieren. Mit diesen Fehlern verunsicherte er sein Team dermassen, dass es is eine Kanterniederlage hineinlief. Zwar konnte nach dem ersten Bock noch reagiert werden doch spätestens das 4:2 war dann der Genickschlag für die flügellahmen Drachen.

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