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Der FC Basel trifft zum ersten Mal auf die Engländer

Manchester City – es geht längst nicht mehr “nur“ noch um den Meistertitel

Es war schon vor der Auslosung klar, dass die Achtelfinal-Hürde für die Basler extrem hoch sein würde, doch mit Manchester City hat man vermutlich die zurzeit überzeugendste Club-Mannschaft der Welt zugelost bekommen. Eine Herkulesaufgabe, die extrem schwer zu lösen wird. 


Vorherrschaft nicht nur in Manchester

Manchester City grüsst nach 16 Spieltag mehr als nur unangefochten von der Tabellenspitze. Die Himmelblauen haben einen satten Vorsprung von 11 Punkten auf den Stadtrivalen Manchester United aufzuweisen. Als wäre das nicht schon beeindruckend genug, haben die Mannen von Pep Guardiola atemberaubende 15 ihrer 16 Saisonspiele gewonnen. Nur der FC Everton konnte am zweiten Spieltag Punkte aus Manchester entführen, doch seitdem haben sie in der Premier League eine Siegesserie von mittlerweile 14 Spielen aufzuweisen. Eine unglaubliche Zahl, vor allem wenn man bedenkt, dass City in dieser Zeit unter anderen gegen Liverpool, Chelsea, Arsenal und Manchester United spielen musste. Die Engländer haben sich längst nicht mehr zum Ziel gesetzt, „bloss“ Meister zu werden, sie wollen vielmehr die erste Mannschaft sein, die eine Saison lang ungeschlagen bleibt. Das Verrückte dabei ist, dass ihnen dies in dieser Verfassung durchaus zuzutrauen ist. 

Der Star ist die Mannschaft

Natürlich ist die Mannschaft von Star-Trainer Pep Guardiola gespickt mit lauter Stars, doch die dominante Figur, wie dies beispielsweise Neymar bei PSG oder Messi bei Barcelona ist, fehlt bei City. Diese Rolle könnte man am ehesten dem genialen Belgier Kevin de Bruyne zuordnen, stand er doch bislang in allen 16 Liga-Partien von Anfang an auf dem Platz und sammelte dabei starke 12 Skorerpunkte (4 Tore und 8 Assists).

Bisheriger Topskorer in der Premier League ist etwas überraschend nicht Sergio Agüero, sondern Raheem Sterling. Der Engländer hat gesamthaft 13 Skorerpunkte (9 Tore und 4 Assists) und damit einen mehr gesammelt als der argentinische Stürmerstar (9 Tore und 3 Assists). Auch der brasilianische Stürmer Gabriel Jesus hat bereits zweistellig in dieser Saison gepunktet. Zusätzlich dazu sorgen auch die deutsche Sprintrakete Leroy Sané und der spanische Mittelfeldstratege David Silva für viel Torgefahr, haben beide ebenfalls bereits mehr als zehn Skorerpunkte in der Liga gesammelt. Manchester City ist insbesondere in der Offensive absolut unberechenbar und nicht auf einen einzelnen Goalgetter angewiesen. Eine der Tugenden, die diese Mannschaft so stark macht. 

Verhältnismässig „sparsame“ Transfers

Manchester City hat auf diese Saison hin schon beinahe sparsame Transfers getätigt. Zwar hat man insgesamt über 200 Mio. Euro ausgegeben, doch der teuerste Transfer war dabei der Franzose Benjamin Mendy, welcher etwas über 57 Mio. Euro kostete. In einer Welt, in der ein Neymar 222 Mio. und ein Dembélé beinahe 150 Mio. Euro in die Kassen spülten, sind das verhältnismässig günstige Transfers. Für die Fans und die Zuschauer sind diese Summen natürlich der reinste Wahnsinn, doch dies ist ein anderes Thema. 

Die Mannschaft wurde dabei vor allem in der Breite verstärkt, sind doch nur der englische Internationale Kyle Walker und der brasilianische Torwart Ederson bislang unangefochtene Stammspieler. Benjamin Mendy wäre wohl auch gesetzt, verletzte sich jedoch schwer und fällt noch einige Monate aus. Genau das zeichnet Manchester City in dieser Saison aber aus, dass man, wie oben bereits erwähnt, nicht nur von einem Spieler abhängig ist, sondern jedermann ersetzbar ist. Das Beispiel Benjamin Mendy unterstreicht und beweist dies. 

City hat den Guardiola-Stil verinnerlicht

Die Spieler haben den Guardioal-Stl endlich verinnerlicht. Während er in seiner Premieren-Saison ohne einzigen Titel blieb, wurden bereits erste Stimmen laut, nach denen der Spanier es nicht schaffen würde, aus den Himmelblauen einen Weltklasse-Klub formen zu können. All diese Kritiker hat er in dieser Saison bislang Lügen strafen können. Seine Mannschaft scheint nach einer Saison der Anpassung endlich kapiert zu haben, was Guardiola von seinen Spielern verlangt. Manchester City ist mit Abstand die offensiv-gefährlichste Mannschaft der Premier League, hat man doch im Schnitt drei Treffer erzielt. Trotz dieser fulminanten Offensive hat die Defensive bisher überhaupt nicht gelitten, kassierte man doch zusammen mit dem Stadtrivalen die bislang wenigsten Treffer. Die Balance scheint bei den Engländern perfekt zu stimmen, was natürlich ein grosser Verdienst von Pep Guardiola ist. Diese Balance gilt es auch für den FC Basel zu knacken.

Der schlafende Riese Manchester City scheint so richtig aufgewacht zu sein und sie wollen in dieser Saison nicht bloss den schon sicher scheinenden Meistertitel holen, sie wollen auch in der Champions League für Furore sorgen. Wollen die Basler gegen diesen übermächtig erscheinenden Gegner bestehen, dann braucht es mit Sicherheit den stärksten FCB aller Zeiten. Schliesslich bewundern wir momentan auch das stärkste Man City aller Zeiten.

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