557f84f77e06840e291cc0fc232fd6c6.jpg
(Schweizer) Fakten über alle möglichen WM-Gegner

Gissi-Brüder, Schokolade oder Puma-Kondome

Die WM-Auslosung steht kurz bevor und alle Schweizer Fussballfans machen sich bereits Gedanken über die möglichen Gruppengegner. Wir verschaffen euch einen Überblick über die 24 Gegner, die in Frage kommen könnten und zeigen zu jedem Einzelnen einen bestimmten (Schweizer) Fakt auf.

Lostopf 1:

Russland: Die Gastgeber sind das Land mit der schlechtesten FIFA-Weltranglisten-Platzierung (65. Platz), doch gegen die Russen konnte die Schweiz in fünf Spielen bisher nur einmal unentschieden spielen. Die letzten Direktbegegnungen fanden vor 14 Jahren statt, als man sich in der EM-Qualifikation zweimal begegnete und Alex Frei noch für die Schweiz auf Torejagd ging. Gegen die Russen netzte er gleich zweimal ein. 

Deutschland: Unsere germanischen Nachbarn sind uns wohl am bekanntesten. Schliesslich spielen die meisten Schweizer Söldner in der deutschen Bundesliga und die mit Abstand meisten Spiele gegen ein Nationalteam fanden gegen die Deutschen (bisher 51) statt. An die letzte Direktbegegnung haben die Schweizer sehr gute Erinnerungen, konnten sie das Freundschaftsspiel in Basel dank dreier Derdiyok-Tore mit 5:3 gewinnen.

Brasilien: Der fünffache Weltmeister gehört wie eigentlich immer zu den Titel-Favoriten. Die Schweiz hat überraschenderweise eine relativ ausgeglichene Bilanz gegen die Brasilianer vorzuweisen (2 Siege/3 Unentschieden/3 Niederlagen). Beeindruckend: Superstar Neymar alleine hat fast den gleichen Marktwert wie das gesamte Schweizer Nationalteam (laut Transfermarkt). 

Portugal: Die Europameister sind uns allen ein Begriff, erinnern wir uns doch nur ungern an die letzte Direktbegegnung zurück. Wobei viele in der Schweiz lebende Menschen werden Freude gehabt haben, leben doch über 250'000 Portugiesen in der Schweiz, womit sie den drittgrössten Ausländeranteil (nach Deutschland und Italien) in der Schweiz hegen. 

Argentinien: Die letzte Direktbegegnung vor vier Jahren ist allen Schweizern noch in schmerzhafter Erinnerung, ist man doch im WM-Achtelfinale durch eine äusserst unglückliche 0:1-Niederlage nach Verlängerung ausgeschieden. Übrigens verdienen sogar zwei Schweizer ihr Geld in Argentinien. Die Rede ist dabei vom in Genf geborenen Brüderpaar Gissi. Dylan (im Bild) steht bei Defensa unter Vertrag, während sein jüngerer Bruder Kevin in der zweiten Liga bei Rivadavia sein Geld verdient. 

Belgien: Die Roten Teufel sind eine äusserst talentierte Mannschaft und gespickt mit Superstars. Die Partie Belgien-Schweiz gab es bereits 27 Mal, wobei nur eine dieser Begegnungen nach der Jahrtausendwende stattfand (2:1 für Belgien 2016). Belgien und die Schweiz haben etwas gemeinsam, produzieren die beiden Länder die vermutlich besten Schokoladen weltweit. 

Polen: Auch an Polen hat die Schweizer Nationalmannschaft keine guten Erinnerungen. Sie zeichneten sich schliesslich für das Scheitern im Achtelfinale der EM 2016 in Frankreich verantwortlich. Die Bilanz gegen die Osteuropäer ist besorgniserregend, hat man doch von elf Spielen nur ein einziges gewinnen können. Ihr Superstar Lewandowski konnte in der WM-Quali mit 16 erzielten Treffern einen neuen Tore-Rekord aufstellen.

Frankreich: Die Franzosen sind ebenfalls ein alter Bekannter. In drei der letzten fünf Grossanlässen, bei der die Schweiz teilnahm, trafen die Eidgenossen in der Gruppenphase auf den Nachbarn. Unvergessen dabei die Zerreissprobe an der EM in Frankreich, als mehrere Schweizer Trikots zerrissen wurden und Xherdan Shaqiri danach feststellte, dass es gut sei, dass Puma keine Kondome herstelle. Von den WM-Teilnehmern ist die Schweiz die Nation, gegen die die Franzosen in ihrer Historie am meisten gespielt haben (38mal).

Lostopf 3:

Dänemark: Die Dänen sind für die Schweizer noch ziemliches Neuland, hat man doch seit der Jahrtausendwende nie mehr gegen die Nordländer gespielt. Davor gab es ingesamt zehn Direktduelle mit einer fast ausgeglichenen Bilanz (2/3/3). Die Schweiz war in ihrer Historie bislang doppelt so oft an einer WM-Endrunde (10mal) wie Dänemark (5mal).

Island: Die isländische Nationalmannschaft befindet sich im Hoch. Nach der grandiosen EM konnten sie sich nun auch erstmals für eine WM-Endrunde qualifizieren. Die Bilanz gegen die Schweiz sieht aus ihrer Sicht jedoch mehr als dürftig aus, denn man konnte in sechs Direktduellen erst einen Punkt (beim spektakulären 4:4 im letzten Spiel) erobern. Birkir Bjarnason (Ex-Basel) und Runar Mar Sigurjonsson (GC) sind zwei aktuelle Nationalspieler mit Schweizer Bezug. Victor Palsson vom FCZ darf sich allenfalls noch WM-Hoffnungen machen.

Costa Rica: Das kleine zentralamerikanische Land hat noch weniger Einwohner als die Schweiz. Die Fussballbegeisterung in diesem Land ist riesig. Ganze 27% der Bevölkerung spielen Fussball. Auf die Schweiz ist Costa Rica bisher zweimal getroffen, wovon man je eines gewonnen und verloren hat.

Schweden: Die Schweiz hat gegen die Tre Konor eine leicht positive Bilanz in den 28 Direktduellen, die es bisher gab. Zwei ehemalige Nati-Spieler Schwedens haben einen Schweizer Bezug aufzuweisen. Einerseits wäre dies Kim Källström, welcher bei den Hoppers sogar die Kapitäns-Binde trug und andererseits Behrang Safari, der beim FCB die Schuhe schnürte. 

Tunesien: Gegen die Afrikaner hat die Schweiz erst dreimal gespielt und dabei nie verloren. Das letzte Aufeinandertreffen fand vor rund fünf Jahren statt und es war das bis dato letzte A-Nati-Spiel vom schweizerisch-tunesischen Doppelbürger Nassim Ben Khalifa. Ausgerechnet gegen sein zweites Heimatland gelang ihm mit dem Assist für den Siegtreffer von Xherdan Shaqiri sein bis jetzt einziger Scorer-Punkt in der Nationalmannschaft. 

Ägypten: Der Afrika-Meister wäre absolutes Neuland für die Schweiz, gab es doch erst eine einzige Direktbegegnung vor 19 Jahren, welches die Schweizer gewinnen konnten. Die Pharaonen werden insbesondere von einem grossen Star angeführt, welcher uns Schweizern bestens bekannt ist; nämlich vom ehemaligen Bebbi Mohamed Salah. Mittlerweile spielt er bei Liverpool und auch Mohamed Elneny (der zweite Star im Team) ist ein Ex-Basler, welcher nun in der Premier League (Teamkollege von Xhaka bei Arsenal) engagiert ist. 

Senegal: Eine Begegnung mit den Afrikanern wäre eine absolute Premiere für die Schweiz. Ein senegalesischer Stürmer, welcher mittlerweile in Frankreich Fussball spielt, hat vor kurzem in der Super League seine Brötchen verdient. Die Rede ist von Moussa Konaté, welcher bei Sion oftmals erfolgreich auf Torejagd ging und sich so auch in der Schweiz einen Namen gemacht hat. 

Iran: Auch die Iraner wären für die Schweizer absolutes Fussball-Neuland. Noch keine Direktbegegnung zwischen diesen zwei Nationen gab es bisher in der Historie. Ein ehemaliger iranischer National-Goalie hat einst auch bei den Hoppers versucht, die Tore zu verhindern. Die Rede ist von Daniel Davari, welcher mittlerweile bei Duisburg spielt. 

Lostopf 4:

Serbien: Seit Serbien ein eigenständiges Land ist, haben sie noch nie gegen die Schweiz gespielt. Mit den Serben könnte ein weiterer „Schweizer“ an der WM vertreten sein. Stürmer Aleksandar Prijovic ist nämlich in St. Gallen geboren und lief bereits für die U-Auswahlen der Schweiz auf. Der ehemalige Sion-Stürmer spielt momentan in Griechenland bei PAOK Saloniki und gab sein Debüt in der Nationalmannschaft erst im Juni dieses Jahres. In der Quali gegen Georgien schoss er unter anderem den 1:0-Siegtreffer.

Nigeria: An Nigeria werden vor allem drei mittlerweile gestandene A-Nati-Spieler sehr gute Erinnerungen haben. Ricardo Rodriguez, Granit Xhaka und insbesondere Haris Seferovic. Nigeria war nämlich an der U-17 Weltmeisterschaft 2009 nicht nur der Austragungsort, sondern auch der Finalgegner der Schweizer, in welchem bekanntlich Seferovic für den Siegtreffer besorgt war. Auf der höchsten Nationalmannschafts-Stufe gab es bisher erst ein Treffen, welches die Afrikaner knapp für sich entscheiden konnten.

Australien: Tore gab es in der Historie zwischen Australien und der Schweiz noch keine, obwohl es vor ungefähr sieben Jahren ein Direktduell gab. In Luzern wird man gespannt ein Auge auf diese Nation werfen, da ihr Stürmer Tomi Juric für die Aussies auf Torejagd geht. Er wird damit einer von wenigen RSL-Spielern sein, die an der WM spielen dürfen. 

Japan: Die Asiaten sind technisch sehr versiert, was die Schweizer bisher zweimal am eigenen Leib erfahren mussten. Beide Spiele konnten von den Japanern gewonnen werden. Mit Yuya Kubo spielt auch in dieser Nationalmannschaft ein Spieler mit Schweizer Vergangenheit. Bis vor kurzem hat der wirblige Offensivspieler seine Tore für die Young Boys geschossen, momentan tut er dies erfolgreich bei Gent. 

Marokko: Die Afrikaner sind zum ersten Mal seit zwanzig Jahren wieder bei einer WM-Endrunde vertreten. Mit der Schweiz gibt es bisher zwei Direktbegegnungen, die beide von Marokko gewonnen werden konnten. Star der Mannschaft ist Juventus-Verteidiger Medhi Benatia, welcher auch gleichzeitig der Kapitän der Mannschaft ist. 

Panama: Das kleine Land aus Mittelamerika ist zum ersten Mal bei einer WM dabei, was natürlich eine riesengrosse Euphorie ausgelöst hat. Auch ein in der Super League aktiver Profi hatte einen grossen Anteil an dieser Sensation. Die Rede ist von Gabriel Torres, welcher bei Lausanne spielt und auch den höchsten Marktwert (laut Transfermarkt) besitzt.

Südkorea: Denkt man an Südkorea, schiessen einem sofort die Bilder des blutenden Senderos in den Kopf. An der WM 2006 gewann die Schweiz gegen Südkorea in der Gruppenphase mit 2:0, wobei Senderos für das erste Tor besorgt war und sich dabei am Kopf eine Platzwunde zugezogen hat. Das zweite Direktduell dieser zwei Nationen konnten dann die Asiaten für sich entscheiden. 

Saudi-Arabien: Gegen die Araber hat die Schweiz noch nie gespielt, womit es an der WM zu einer Premiere kommen könnte. Auch Saudi-Arabien nimmt in Russland zum fünften Mal an einer WM-Endrunde teil, womit sie genau halb so oft für solch eine Endrunde qualifiziert waren wie die Schweiz. 

· ·


Related Articles & Comments

×