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Auf wen trifft die Mannschaft von Vladimir Petkovic in Russland?

Gefährlich, lösbar, kurios: Diese Gruppen-Szenarien könnten die Nati erwarten!

Bis zur WM geht es zwar noch ziemlich lange, allerdings steht am Freitag schon ein äusserst wichtiger Termin an: Am kommenden Freitag wird in Russland die Auslosung für die verschiedenen Gruppen ausgetragen.

 

Auf wen wird die Nati wohl treffen? Welche Szenarien sind für die Mannschaft von „Vlädu National“ möglich? Wir haben einige mögliche Gruppen zusammengestellt, die besonders interessant, absolut lösbar oder aus anderen Gründen spannend wären!

Die Hammergruppe
Topf 1: Brasilien
Topf 3: Ägypten
Topf 4: Serbien

Die Schweiz wird bei der Auslosung aus dem Topf zwei gezogen. Dies bedeutet, dass unsere Nati auf dem Papier eigentlich ein Achtelfinal-Kandidat sein müsste. Trotzdem gibt es auch Gruppenszenarien, in denen eine Qualifikation für die K.o.-Phase äusserst kompliziert werden könnte. Die wohl heisseste Konstellation besteht aus Brasilien, Ägypten und Serbien. Die Brasilianer sind Rekordweltmeister und haben sich ohne Mühe in der äusserst gut besetzten Südamerika-Qualigruppe als Gruppensieger durchgesetzt. Das Team ist besetzt mit Superstars, allen voran natürlich Neymar, der teuerste Spieler aller Zeiten. Im dritten Topf wäre da Ägypten. Die Nordafrikaner sind amtierende Afrikameister. Mit Mohamed Salah haben die Pharaonen einen richtigen Offensivstar in ihren Reihen, doch am Afrika-Cup haben sie gezeigt, dass sie auch defensiv gut stehen. Im Topf 4 heisst der grosse Stolperstein wohl Serbien. Angeführt von den beiden Kolossen im Mittelfeld Nemanja Matic und Sergej Milinkovic-Savic haben sich die Osteuropäer als Gruppensieger für die Endrunde qualifiziert und dabei Irland, Wales und Österreich hinter sich gelassen. 

Die Achtelfinal-Gruppe
Topf 1: Russland
Topf 3: Iran
Topf 4: Panama

An einer WM sind selbstverständlich keine schwachen Teams mit dabei, trotzdem gibt es einige Mannschaften, die man aus Schweizer Sicht schlagen muss. Eine sicherlich lösbare Aufgabe wäre eine Gruppe mit Russland, dem Iran und Panama. Die Russen sind auf dem Papier das mit Abstand schwächste Team im ersten Topf, den sie nicht aufgrund von sportlichen Erfolgen erreicht haben, sondern einfach, weil sie als Gastgeber gesetzt sind. Die Russen haben sicherlich eine schlagfertige Mannschaft, trotzdem sind sie von den Teams aus dem ersten Topf wohl das schwächste. Dies belegt die Weltrangliste: Von allen teilnehmenden Teams ist kein Team so schlecht klassiert wie die an Position 65 liegenden Russen. Aus dem dritten Topf ist auf dem Papier der Iran wohl am schwächsten. Die Asiaten waren bisher vier Mal an einer WM, konnten allerdings erst ein einziges Spiel gewinnen – 1998 gegen die USA. Im vierten Topf heisst die leichteste Aufgabe wohl Panama. Schon die Qualifikation der Mittelamerikaner war eine riesige Überraschung, bedenkt man, dass der Spieler mit dem grössten Marktwert im Kader Gabriel Torres heisst und in der Super League bei Lausanne spielt. Sollte Panama auch an der Endrunde ein Sieg gelingen, wäre das eine ziemlich grosse Überraschung.

Die Bekannten-Gruppe
Topf 1: Deutschland
Topf 3: Tunesien
Topf 4: Südkorea

In Russland könnte die Schweiz auch auf einige alte Bekannte treffen. Einer der Lieblingsgegner schlechthin ist Deutschland. Gegen unseren nördlichen Nachbarn haben die Schweizer bereits 51 Mal gespielt – nur gegen Italien hat die Nati noch mehr Partien absolviert. Aus Topf 3 bräuchte es dann einen Nicht-Europäer, also Tunesien, gegen das die Schweiz bisher dreimal gespielt hat. Aus Topf 4 wäre der bisher bekannteste Gegner Südkorea, gegen das man bisher zweimal gespielt hat. Unvergessen bleibt dabei das Duell an der WM 2006, welches die Schweiz mit dem blutigen Senderos für sich entscheiden konnte.

Die Horror-Gruppe
Topf 1: Argentinien
Topf 3: Dänemark
Topf 4: Japan

Und gegen wen sieht die Bilanz am schlechtesten aus? Aus Topf 1 gegen Argentinien. Gegen die Albiceleste hat die Nati schon sieben Mal gespielt und dabei noch kein einziges Spiel gewonnen, dafür deren fünf verloren. Besonders an das schmerzhafte Out im WM-Achtelfinal 2014 kann sich wohl noch jeder Schweizer erinnern. Überraschend schwach ist die Bilanz gegen Dänemark. Gegen die Nordländer, die auf dem Papier nicht übermächtig scheinen, konnte die Schweiz in zehn Partien nur zwei Siege feiern. Der Angstgegner aus Topf 4 heisst Japan: Gegen die Asiaten setzte es in beiden bisherigen Partien eine Niederlage ab.

Die Favoritenkiller-Gruppe
Topf 1: Brasilien
Topf 3: Schweden
Topf 4: Nigeria

Es ist durchaus möglich, dass die Schweiz in einer Gruppe mit Teams landen wird, die einigen Favoriten das Fürchten gelehrt haben. Brasilien aus Top 1 gehört selbstverständlich auch selbst zu den Favoriten, trotzdem hat die „Seleçao“ einen Riesen auf dem gewissen. Der fünffache Weltmeister bezwang am letzten Quali-Spieltag nämlich Copa-America-Sieger Chile diskussionslos mit 3:0 und sorgte so dafür, dass das Team um Alexis Sanchez und Arturo Vidal nicht an die WM reisen darf. Aus dem Topf 3 kommt einem selbstverständlich als erstes Schweden in den Sinn, das in den Playoffs überraschend den vierfachen Weltmeister Italien bezwang und somit die Nationalmannschaft-Karriere von Gianluigi Buffon beendete. Und aus Topf 4 hat Nigeria einen Favoriten eliminiert: Die „Super Eagles“ waren in der Quali mit Afrika-Meister Kamerun in einer Gruppe und liessen diesen am Ende klar und deutlich hinter sich.

Die Lieblingsgruppe
Topf 1: Frankreich
Topf 3: Tunesien
Topf 4: Südkorea

Blicken wir mal auf die Statistiken: Gegen welches Team hatte die Schweiz in der Vergangenheit jeweils am wenigsten Mühe? Aus Topf 1 hat die Schweiz gegen keine der Mannschaften eine positive Bilanz, am besten ist diejenige gegen Frankreich. Gegen die „Bleus“ hat die Nati 12 von 38 Partien für sich entschieden können, 16 Mal ging Frankreich als Sieger vom Feld. Damit konnte die Nati knapp einen Drittel der Partien für sich entscheiden. Der Lieblingsgegner aus Topf 3 heisst Tunesien. Gegen die Afrikaner absolvierten die Schweizer drei Partien, zwei davon konnte man für sich entscheiden. Die Dritte ging unentschieden aus. Aus Topf 4 ist die Bilanz gegen kein Team überragend, am besten noch gegen Südkorea, gegen das man immerhin eine von zwei Partien gewinnen konnte.

Die Rote Gruppe
Topf 1: Belgien
Topf 3: Costa Rica
Topf 4: Marokko

Die Schweizer Nati trägt die meisten ihrer Spiele in Rot aus. In einer bestimmten Konstellation dürfte dies an der WM allerdings anders aussehen: Auch Belgien, Costa Rica und Marokko haben ein rotes Heimtrikot – es könnte also je nach Losentscheid sein, dass die Nati nur einmal im roten Dress auflaufen kann.

Die „Fan-Abgang-Gruppe“
Topf 1: Deutschland
Topf 3: Tunesien
Topf 4: Japan

Hinter der Schweizer Nati wird wohl fast die gesamte Nation stehen – aber eben, nur fast. So ist es gut möglich, dass einige Secondos ihrem Herkunftsland die Daumen drücken werden. Bei welcher Konstellation würde die Schweiz also wohl die meisten Fans verlieren? Aus Topf 1 wäre da sicherlich Deutschland. Aus dem Weltmeisterland wohnen 300’000 Bürger in der Schweiz, die bei einem Direktduell wohl auf Seiten des Starensembles von Manuel Neuer stehen würden. Aus Topf 3 würde wohl Tunesien der Schweiz die meisten Fans abwerben, aus dem afrikanischen Land leben gut 7000 Bürger in der Schweiz. Aus Topf 4 wäre es Japan, denn gut 5000 Bürger von der asiatischen Insel wohnen in der Schweiz. Sollten diese drei Nationalteams in der gleichen Gruppe wie die Nati landen, wäre die Schweiz um etwa 310’000 Fans ärmer.

Die Zwergen-Gruppe
Topf 1: Portugal
Topf 3: Ägypten
Topf 4: Saudi Arabien

Wäre es nicht toll, wenn die Schweiz alle Kopfballduelle an der WM für sich entscheiden könnte? Um das zu realisieren, müsste die Nati gegen diejenigen Nationen spielen, welche im Schnitt die kleinsten Bewohner beheimaten. Aus Topf 1 wäre da Portugal mit einer Durchschnittsgrösse von 1.73, aus Topf 3 Ägypten mit 1.69 und aus Topf 4 Saudi-Arabien mit 1.68. Schaut man sich den Durchschnitt der gesamten Bevölkerung an, ist der normale Schweizer Bürger mindestens 5 Zentimeter grösser – nur leider sieht das auf dem Platz ganz anders aus.

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