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HC Lugano vs. HC Fribourg-Gottéron

Fribourg gewinnt dank starken letzten Minuten

Nach sechs Heimsiegen in Folge muss Lugano mit einer bitteren Heimniederlage vom Eis. Die Tessiner kassieren im letzten Drittel drei Treffer und müssen sich Fribourg-Gottéron 2:4 geschlagen geben.

Lugano ist nicht bekannt dafür, im letzten Abschnitt noch viele Tore zu kassieren. Gegen die Freiburger aber musste das Team von Trainer Greg Ireland im Finish für einmal bös untendurch. Kilian Mottet mit seinem zweiten Powerplay-Treffer des Abends, Ralph Stalder und mit einem Shorthander Flavio Schmutz drehten die Partie in den letzten sechs Minuten zu Gunsten von Gottéron.

Zunächst hatte wenig auf einen der seltenen Freiburger Siege in Lugano hingedeutet. Das Heimteam war im ersten Drittel die klar bessere Mannschaft, verpasste aber das wohl vorentscheidende 3:0 und wurde am Ende bestraft, weil Gottéron immer besser ins Spiel fand.

Für Mottet, der die beiden Tore zum Ausgleich erzielte, waren es im 20. Saisonspiel die ersten beiden Tore. Nebst dem Matchwinner trafen auch Schmutz und für Lugano Matteo Romanenghi zum ersten Mal. Für Romanenghi war es gar der erste Treffer in der höchsten Liga überhaupt. Auf diesen musste er lange warten: Der 22-jährige Stürmer debütierte im Herbst 2013 und steht bereits in seiner fünften Saison mit Lugano (106 Partien).

Lugano – Fribourg-Gottéron 2:4 (2:0, 0:1, 0:3)

5303 Zuschauer. – SR Koch/Prugger, Castelli/Kovacs. – Tore: 6. Romanenghi (Lapierre, Wellinger) 1:0. 16. Sanguinetti (Lajunen/Ausschluss Rivera) 2:0. 28. Mottet (Ausschluss Ronchetti) 2:1. 55. (54:00) Mottet (Cervenka, Schilt/Ausschluss Romanenghi) 2:2. 56. (55:56) Stalder (Bykow) 2:3. 59. Schmutz (Ausschluss Rossi!) 2:4. – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lugano, 4mal 2 plus 10 Minuten (Rivera) gegen Fribourg-Gottéron. – PostFinance-Topskorer: Klasen; Birner.

Lugano: Merzlikins; Sanguinetti, Furrer; Ulmer, Julien Vauclair; Chiesa, Wellinger; Riva, Ronchetti; Fazzini, Lajunen, Klasen; Walker, Lapierre, Sannitz; Bertaggia, Cunti, Hofmann; Morini, Romanenghi, Reuille.

Fribourg-Gottéron: Waeber; Holös, Chavaillaz; Kienzle, Stalder; Glauser, Schilt; Abplanalp; Meunier, Slater, Birner; Rossi, Bykow, Cervenka; Fritsche, Rivera, Tristan Vauclair; Neuenschwander, Schmutz, Mottet; Chiquet.

Bemerkungen: Lugano ohne Brunner und Bürgler, Fribourg-Gottéron ohne Brust, Rathgeb und Sprunger (alle verletzt). Pfostenschuss Hofmann (57.). Timeout Lugano (59:50). Lugano ab 59:12 ohne Torhüter.

3. Star: Roman Cervenka (HC Fribourg-Gottéron) Der Tscheche im Dienst der Freiburger hat auch in seinem fortgeschrittenen Alter massgeblichen zum Sieg seiner Farben beitragen können. Beim 2:2 Ausgleich von Mottet hat er den Schuss abgegeben und bekommt somit den Assist gutgeschrieben. Neben diesem Scorerpunkt beschäftigte er Elvis Merzlikins immer wieder und hatte den persönlichen Treffer einige Male nur knapp verpasst.

2. Star: Matteo Romanenghi (HC Lugano) Der Tessiner Youngster hat eine sehr ansprechende Partie gezeigt und sie mit seiner NL-Torpremiere gekrönt. Lieber wären ihm wahrscheinlich aber drei Punkte gewesen. Dass es nicht dazu gekommen ist, trägt auch er einen Teil der Schuld. Während er auf der Strafbank sass, brachte Kilian Mottets Tor den Gegner zurück in die Partie. Abgesehen von dieser Strafe, hat er aber eine super Partie gespielt und mit seinen Stürmerkollegen viel Druck erzeugen können. Neben seinem Führungstrefferhat er immer vor dem gegnerischen Tor immer wieder für Unruhe sorgen können.

1. Star: Kilian Mottet (HC Fribourg-Gottéron) Matchwinner auf Seiten der Freiburger ist ohne Frage Kilian Mottet. Der Stürmer aus der vierten Sturmreihe brachte die Hoffnung mit seinem Anschlusstreffer zurück, der ausserdem noch sehr sehenswert war. Auch beim 2:2 sechs Minuten vor Schluss ist er zuletzt an der Scheibe. Nach einem Schuss von Cervenka wird er am Oberschenkel getroffen und von dort findet die Scheibe den Weg ins Tor. Er ist über die gesamte Partie aufgefallen mit physischer Präsenz und viel Zug im Angriff. Zudem hat er sich dort aufgehalten wo es weh tut und steht mit seiner kämpferischen Leistung nicht nur symbolisch für die Wende seines Teams – er hat sie gleich selber herbeigeführt.

Loser: Luca Fazzini (HC Lugano) Der Tessiner Jungspund hat durchaus eine aktive Rolle eingenommen, war stets bemüht etwas positives zum Spiel beizutragen und hatte unzählige Offensivaktionen. Diese hat er aber allesamt ausgelassen, in den meisten Fällen hat er das Tor erst gar nicht getroffen. Somit hat er es verpasst, das Spiel schon viel früher zu entscheiden. Auch wenn er kurz vor Schluss zwar hart angegangen wird, ist es sinnbildlich für den heutigen Auftritt, dass er die Scheibe an Schmutz verliert, der dankend zum Schlussstand einnetzte.

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