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Die Noten zum WM-Barrage-Rückspiel

Ein Retter in Not ist der Held der Barrage

Es ist geschafft, die Nati fährt an die WM in Russland. Wann ist endlich Sommer? Das 0:0 im Rückspiel der Barrage gegen Nordirland war ein Kampf und ein Krampf.

Wie haben sich die einzelnen Natispieler geschlagen? Wir nehmen die Leistungen jedes einzelnen Akteurs unter die Lupe und bewerten dessen Auftritt in Basel. 

Name: Yann Sommer
Position: Torhüter
Note: 4

Eine durchzogene Leistung unseres Schlussmanns, er wurde nicht oft benötigt, war es aber der Fall, war er meistens zur Stelle, ausser das eine Mal in der Nachspielzeit, wo er sich bei Rodriguez bedanken kann. Mit zwei starken Paraden gegen Schüsse von Brunt in der Startviertelstunde hielt er die Nati im Spiel. 

Name: Stephan Lichtsteiner
Position: Rechter Verteidiger
Note: 5

Die Rasenverhältnisse waren bereits vor der Partie nicht berauschend, aber der Captain macht das Grün noch komplett platt. Auf der rechten Seite rennt er länger und schneller als der Duracell-Hase und bereits nach zehn Minuten grätscht er Jamie Ward als letzter Mann regelkonform um. Vorbildlich, kämpferisch, einfach so wie man das von einem Leader erwartet.

Name: Fabian Schär
Position: Innenverteidiger
Note: 5

Fabian Schär hat gut lachen, wie im Barrage-Hinspiel ist er der Leader in der Innenverteidigung und säbelt alles um, was auf ihn zu kommt. Vor allem Dallas, welchen er in Belfast zum Aufgeben (verletzungsbedingt) gezwungen hat, bekommt auch in Basel die Härte von Fabian Frei zu spüren. In der Luft und am Boden ist er eine Wand.

Name: Manuel Akanji
Position: Innenverteidiger
Note: 5

Wieder eine ansprechende Leistung des jungen FCB-Verteidiger. Akanji zieht zwar nicht so viel Aufmerksamkeit wie Schär auf sich, ergänzt seinen Kollegen aber ideal. In der Spieleröffnung ist er ruhig und solide, defensiv abgeklärt und laufbereit. Ein starker Ersatz für den Verletzten Djourou.

Name: Ricardo Rodriguez
Position: Linker Verteidiger
Note: 5.5

Es gab keinen Penalty zu verwandeln und fast keine Flanken von seiner Seite in die Mitte zu bringen. In der Rückwärtsbewegung und der Defensive gab es auch nichts zu bemängeln. Nach einer Stunde kam er sogar zu einem Schuss aus der Distanz, welcher aber knapp am Tor vorbei flog. Und dann kommt die Szene des Spiels: Rodriguez klärt in der Nachspielzeit auf der Linie! Wie eng war das Ding…

Name: Xherdan Shaqiri
Position: Linksaussen
Note: 5

Er hat wenig gezaubert, dafür viel gearbeitet. Mit Lichtsteiner versteht er sich blind und zwei Gegenspieler waren ihm auch sicher. In der 80 Minute muss er für Remo Freuler Platz machen. Obwohl er in der Barrage nicht glänzte, kann man davon ausgehen, dass er die Aufgabe von Petkovic souverän erfüllte.

Name: Denis Zakaria
Position: Defensives Mittelfeld
Note: 4.5

Anders als im Hinspiel war Zakaria nicht so oft zu sehen. Neben Xhaka macht er aber trotzdem einen guten Eindruck, er gewinnt viele Zweikämpfe, verteilt die Bälle oder einfach gesagt, er macht eigentlich keine Fehler und hat Valon Behrami tadellos ersetzt.

Name: Blerim Dzemaili
Position: Offensives Mittelfeld
Note: 3

Und wieder ist es eine ungenügende Vorstellung von Dzemaili. Bereits in Belfast war er der schlechteste Schweizer und dies ist er auch im Rückspiel. Weshalb hat Petkovic ihn nach der Leistung in Belfast überhaupt nochmals gebracht? Dzemaili hat keinen Einfluss aufs Spiel, ist weder in der Offensive noch in der Defensive zur Stelle. An einer Offensivaktion war er beteiligt und da bringt er den Ball zwei Meter vor dem Tor nicht ins Netz oder auf den besser Positionierten Seferovic.

Name: Granit Xhaka
Position: Defensives Mittelfeld
Note: 4

Keine überragende Leistung des Arsenal-Söldners. Er organisiert zwar das Mittelfeld, hat aber wenig Ballkontakte, läuft viel den Pässen hinterher und legt sich gegen Ende des Spiels auch mit dem Unparteiischen an, ohne Folgen. Sein Temperament muss er noch etwas unter Kontrolle bringen.

Name: Steven Zuber
Position: Linksaussen
Note: 4.5

Steven Zuber war vielleicht etwas der Chancen-Tod im Schweizer Team. Gleich mehrfach vergibt er aus guter Position. Dafür sorgte er für Gefahr und Tempo auf der linken Seite. Eine ansprechende Partie, mehr aber auch nicht.

Name: Haris Seferovic
Position: Mittelstürmer
Note: 3.5

Es war nicht das Spiel von Haris Seferovic. Der Mann aus Sursee, wie ihn Sascha Ruefer immer nennt, hatte zweimal die Möglichkeit mit dem Kopf, wenn er ihn doch nur einmal hingehalten hätte. Auch sonst war er in der Offensive ein Totalausfall, in der 85 Minute vergibt er sogar die Entscheidung. In der zweiten Halbzeit war er fürs Motzen zuständig und erhielt dann auch noch die Gelbe Karte, weil er nach dem Pfiff des Unparteiischen aufs Tor schoss, einfach nur unnötig. Es gab sogar vereinzelte Pfiffe von den Rängen bei seiner Auswechslung.

Name: Admir Mehmedi
Position: Linkes Mittelfeld
Note: 4

Man könnte jetzt einfach schreiben „zu kurz für eine Bewertung“, aber man kann auch ehrlich sein und fragen, wo war Admir Mehmedi nach seiner Einwechslung in der 61. Minute? Belassen wir es bei anwesend und fehlerlos…

Name: Remo Freuler
Position: Zentrales Mittelfeld
Note: –

Freuler kam in der 80. Minute für Shaqiri ins Spiel und half der Schweiz die letzten Minuten gegen Nordirland durchzustehen. Trotzdem ist er zu kurz auf dem Feld für eine faire Bewertung.

Name: Breel Embolo
Position: Rechtes Mittelfeld
Note: –

Der letzte Wechsel bei den Schweizern, Embolo kommt für Seferovic ins Spiel. Und der junge Schalker sorgt nochmals für Gefahr. Jeder Konter geht über Embolo, jede gefährliche Aktion in der Endphase und trotzdem steht er nur fünf Minuten auf dem Feld und kann nicht bewertet werden.

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