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Schweizer Nati-Speiler nach Niederlage am Karjala-Cup unzufrieden

“Es reicht nicht, nur am Schluss gut zu spielen“

Die Konsternation bei den Schweizer Spielern nach der zweiten 2:3-Niederlage im Rahmen des Karjala Cup ist gross. „Es reicht nicht, erst am Schluss gut zu sein“, sagt Captain Andres Ambühl.

Andres Ambühl sorgte am Ende fast noch für ein Schweizer Happy-end. Neun Minuten vor Schluss gelang ihm der Anschlusstreffer zum 2:3. Und 11,1 Sekunden vor Schluss bot sich wieder Ambühl noch die Ausgleichschance. Der tschechische Torhüter verhinderte aber das 3:3 und eine Verlängerung. Andres Ambühl: „Unsere Leistung war alles in allem nicht genügend. Deshalb hätten wir den späten Ausgleich auch nicht verdient gehabt. Wir fanden am Anfang nicht ins Spiel und liefen dann permanent dem Rückstand hinterher. Es reicht nicht, erst in den letzten Minuten stark zu spielen.“

Zu viele Strafen kassiert

Ähnlich analysierte auch Vincent Praplan die Partie. Beim Erfolg über die Tschechen an der letzten WM in Paris hatte Praplan, der Schweizer WM-Topskorer, die Schweizer schon in der 2. Minute in Führung geschossen. Praplan: „Diesmal lagen wir sofort hinten und dadurch wurde alles anders. Wir waren in Paris sicher effizienter im Abschluss. Und wir dürfen uns gegen Topgegner nicht so viele Strafen leisten wie heute. Das führt unweigerlich zu Niederlagen.“

Die vielen Strafen gegen die Schweizer waren auch das Hauptthema bei Patrick Fischers Spielanalyse: „Am Mittwoch gegen Kanada gaben wir wegen Strafen nach einer 1:0-Führung das Spiel aus der Hand. Und heute kassierten wie alle drei Gegentore in Unterzahl. Wir dürfen uns nicht schon beim ersten Einsatz eine Strafe in der Offensivzone erlauben (führte zum 0:1 – Anm. der Redaktion). Und wenn wir in Unterzahl sind und ein Spieler beim Bully weggeschickt wird, dann muss dieser zweite Bully-Spieler besser aufpassen (Doppelausschluss führte zum 1:3).“

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