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ZSC mit Vorteilen, SCB und EVZ müssen reagieren

Schweizer CHL-Teams vor schwierigen Rückspielen

Einzig die ZSC Lions gehen von den Schweizer Teams mit einem Vorsprung (3:1) in die Achtelfinal-Rückspiele der Champions Hockey League am Dienstagabend. Bern und Zug müssen jeweils ein Tor aufholen.

Bern dominiert die National League derzeit quasi nach Belieben. Der Schweizer Meister der vergangenen beiden Saisons gewann 14 der letzten 15 Spiele, hat am meisten Tore erzielt und am wenigsten Gegentreffer erhalten. Das Kader ist exzellent besetzt, insofern wäre ein Scheitern in den Achtelfinals der Champions Hockey League ein herber Dämpfer. Allerdings steht der SCB in München nach der 2:3-Heimniederlage vor einer sehr schwierigen Aufgabe.

Trainer Kari Jalonen kommentierte die Ausgangslage gelassen: „Wir sind auf halbem Weg, und nun müssen wir die nächsten 60 Minuten dort spielen.“ Mit der Leistung im Hinspiel war der Finne nicht unzufrieden: „Es war eine gute Partie, wir hatten Chancen, aber ihr Goalie spielte gut.“ So wehrte Danny Aus den Birken nicht weniger als 49 Schüsse ab. Die Münchner sind in der DEL ebenfalls Leader und streben wie die Berner den dritten Titelgewinn in Serie an. Zudem wollen sie als erstes deutsches Team in der Champions Hockey League den Einzug in die Viertelfinals schaffen.

EVZ muss Meisterschaftsform irgendwie ablegen

Auch Zug muss – zuhause – gegen den tschechischen Meister Kometa Brno einen Ein-Tore-Rückstand (3:4) wettmachen. Für die Zentralschweizer wäre ein Weiterkommen umso wichtiger, weil sie in der Meisterschaft in ein Tief geraten sind. Die letzten sieben Partien gingen allesamt verloren, womit der EVZ den eigenen Negativrekord egalisierte.

Es war zwar nicht alles schlecht, dennoch gilt es, die Negativspirale so rasch wie möglich zu durchbrechen. In Brünn wurden den Zugern im letzten Drittel die vielen Strafen (7) zum Verhängnis, nachdem sie zuvor zweimal ausgeglichen hatten. Sie seien im Hinspiel mehrheitlich im Rückstand gelegen, hätten aber immer weitergekämpft, sagte EVZ-Trainer Harold Kreis. „Das ist ein gutes Zeichen.“

ZSC mit guter Ausgangslage in Grossbritannien

Die beste Ausgangslage der Schweizer Teams haben die ZSC Lions, die mit einem 3:1-Vorsprung in Nottingham antreten. Die Panthers sind jedoch äusserst heimstark, können sich auf ein enthusiastisches Publikum verlassen. Einen ersten Vorgeschmack erlebten die Lions im Hinspiel im Hallenstadion, in dem eine kleine Gruppe von englischen Fans für einige Stimmung sorgte. In der Vorrunde bezwang der Continental-Cup-Sieger zuhause den SC Bern (4:2), TPS Turku (2:0), aktuell Dritter in der finnischen Liga, und Mountfield Hradec Kralove (4:3 n.V.). Die Lions sind also gewarnt.

„Wir wissen, dass es in Nottingham ein hartes Spiel wird“, so ZSC-Trainer Hans Wallson. Dennoch wäre es eine Enttäuschung, wenn die Stadtzürcher nicht zum zweiten Mal in Folge die Viertelfinals der Champions Hockey League erreichen würden. Die Form stimmt jedenfalls, gewannen doch die Lions nicht nur das Hinspiel, sondern auch die letzten vier Partien in der National League.

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