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Kometa Brno vs. EV Zug 4:3

Zug kassiert viel zu viele Strafen

Der EV Zug hat in der Champions Hockey League gegen Kometa Brno mit 3:4 verloren. Je ein Treffer fiel dabei in Unterzahl. Brno hat gegen die Zuger ihre neun besten Spieler geschont und trotzdem gewonnen und dies vor allem darum, weil der EVZ viel zu viele Strafen kassiert hat. Für den EVZ ist jedoch noch nichts verloren, können sie im Rückspiel zuhause doch alles wieder zu ihren Gunsten drehen. 

Für das Team von Harold Kreis hält die Baisse an. Die ersatzgeschwächten Zuger, die in Brünn auch ohne ihren erkrankten Captain Raphael Diaz antreten mussten, erzwangen durch den Schweden Viktor Stalberg (29.) und Reto Suri (39.) zwar zweimal den Ausgleich, sie wurden im Schlussdrittel jedoch für ihre Undiszipliniertheit bestraft. Die entscheidenden beiden Tore im letzten Abschnitt erzielte der Gegner durch den Slowaken Marcel Hascak jeweils in Überzahl.

Das ohne ihren Stürmerstar Martin Erat (über 900 NHL-Spiele) angetretene Kometa Brno hatte deutlich mehr Spielanteile. Die Zuger konnten sich bei ihrem Goalie Tobias Stephan bedanken, der sein Team mit zahlreichen starken Paraden im Spiel hielt. Dank Stephan und dem späten Anschlusstreffer durch David McIntyre (40 Sekunden vor Schluss) hat der letztjährige Playoff-Finalist im Rückspiel in einer Woche berichtigte Chancen aufs Weiterkommen.

Kometa Brno – Zug 4:3 (1:0, 1:2, 2:1)

3345 Zuschauer. – SR Vikman (FIN)/Salonen (FIN), Brejcha (CZE)/Frodl (CZE). – Tore: 3. Süss (Horky) 1:0. 29. Stalberg 1:1. 37. Mallet (Plasek, Hynek Zohorna/Ausschluss Malec!) 2:1. 39. Suri (Stalberg/Ausschluss McIntyre!) 2:2. 49. Hascak (Nemec/Ausschluss Fohrler, Morant) 3:2. 57. Hascak (Nemec/Ausschluss McIntyre) 4:2. 60. (59:20) McIntyre (Roe, Martschini/Ausschluss Zohorna) 4:3. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Kometa Brno, 8mal 2 Minuten gegen Zug.

Kometa Brno: Dostal; Furch, Malec; Vagner, Barejs; Kowalczyk, Stencel; Hascak, Nahodil, Docekal; Radim Zohorna, Hynek Zohorna, Mallet; Horky, Süss, Havranek.

Zug: Stephan; Schlumpf, Geisser; Helbling, Thiry, Fohrler, Morant; Oejdemark; Martschini, Roe, Stalberg; Lammer, McIntyre, Suri; Haberstich, Holden, Senteler; Rondahl, Kast, Schnyder.

Bemerkungen: Zug ohne Diem, Grossmann, Klingberg und Alatalo (alle verletzt) sowie Diaz (krank). Zug ab 59:20 ohne Torhüter.

Third Star: Garret Roe (EVZ). Er ist der dritte Spieler der Zentralschweizer, der heute Abend annähernd an seine Leistungsfähigkeit herankam. Immer wieder ackerte er sich durch die gegnerische Defensive und sorgte für Gefahr vor dem Tschechischen Schlussmann. Dies zahlte sich in der letzten Spielminute aus. Durch seinen starken Pass konnte McIntyre auf 4:3 verkürzen und so seinem Team eine bessere Ausgangslage fürs Rückspiel erarbeiten.

Second Star: Tobias Stephan (EVZ). Ohne seine bärenstarke Leistung, wären die Viertelfinalträume der Zuger wohl bereits ausgeträumt. Er parierte 39 Torschüsse auf teilweise mirakulöse Art. Vor allem im zweiten Drittel scheiterten die Tschechen gleich Reihenweise an ihm. Bei sämtlichen vier Gegentreffern ist er unschuldig. Damit das Viertelfinalticket gelöst werden kann, braucht es aber auch in einer Woche wieder eine solche Leistung von ihm.

First Star: Viktor Stalberg (EVZ). Der Schwede spielte auch heute wieder eine ganz starke Partie. Als sein Team im zweiten Drittel unter Druck war, setzte er bei einem Entlastungsangriff so lang nach, bis die Scheibe hinter Dostal im Netz lag. Hätten heute alle Zuger mit dieser Durchschlagskraft agiert, dann hätten sie bestimmt nicht verloren. Auch beim Tor zum 2:2 leistete er die grosse Arbeit. Er eroberte in Unterzahl die Scheibe, lief bis vors gegnerische Tor, bediente Suri und der erzielte den Ausgleich.

Flop: Johann Morant (EVZ). Unglaublich wie Morant heute das Spiel entschieden hat. Es ist bereits eine Strafe gegen Fohrler angezeigt und der Verteidiger checkt noch einen Gegenspieler in die Bande, obwohl er nur dessen Nummer sieht. Er bekommt dadurch vier Strafminuten aufgebrummt und sein Team muss für zwei Minuten in doppelter Unterzahl spielen. Hascak nutzt dies nach kurzer Zeit aus und schiesst das 3:2. Diese Strafe wird Morant vermutlich noch eine Weile ärgern.

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