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Die Swiss Indoors in Basel

Der Topfavorit, der Titelverteidiger und der mögliche Stolperstein

Vom 21. bis zum 29. Oktober macht die ATP wieder in Basel halt.

Die Swiss Indoors, ein 500er-Turnier, finden dieses Jahr bereits zum 48. Mal statt. Wie immer ist es Turnierdirektor Roger Brennwald gelungen, ein hochkarätiges Teilnehmerfeld anzulocken. Wir liefern euch die Übersicht über die interessantesten Spieler, die dieses Jahr teilnehmen.

Der Fanliebling, Lokalmatador und Topfavorit

Roger Federer muss man nicht mehr gross vorstellen. Nach dieser unglaublichen Saison ist er natürlich DER Topfavorit für die diesjährigen Swiss Indoors. Dem gebürtigen Basler wird auch die totale Unterstützung des ganzen Publikums gewiss sein, wollen sie ihren Liebling doch siegen sehen. Für den Schweizer Superstar spricht nebst seiner Form auch die Tatsache, dass er letztes Jahr verletzungsbedingt nur zuschauen konnte und darum dieses Jahr wohl umso motivierter sein wird. Natürlich würde der Rekordsieger von Basel seinen Rekord gerne weiter ausbauen und heuer seinen achten Titel in Basel gewinnen. Die Chancen dazu stehen gut, da sein ärgster Rivale in diesem Jahr, Rafael Nadal, seine Teilnahme wegen Kniebeschwerden absagen musste. Doch wer könnte FedEx sonst noch vor der Sonne stehen? 

Der Titelverteidiger

Die Swiss Indoors 2016 fanden natürlich auch ohne Roger Federer statt. Marin Cilic konnte sich dabei die Krone aufsetzen, indem er im Finale Kei Nishikori (welcher dieses Jahr verletzungsbedingt fehlt) in zwei Sätzen bezwingen konnte. Der Kroate wird sicherlich ein Wort mitreden, wenn es um den Turniersieg geht. Nach der Finalniederlage gegen Federer in Wimbledon musste er eine verletzungsbedingte Pause einlegen. Zuletzt zeigte er sich aber in guter Verfassung, als er am Masters in Shanghai bis ins Halbfinale vorstiess und dort knapp an Rafael Nadal scheiterte. An einem guten Tag kann er jedem Gegner sehr gefährlich werden. 

Der mögliche Stolperstein

Juan Martin Del Potro ist endgültig wieder zurück im ATP-Zirkus. Nach seinen langwierigen Verletzungsproblemen und mehrfachen Handgelenks-Operationen ist der Argentinier endlich wieder schmerzfrei, was sich auch schnell in der ATP-Weltrangliste gezeigt hat. Er ist mittlerweile wieder in den Top 20 der Welt und hat bewiesen, dass er an einem guten Tag jeden Gegner schlagen kann. Auch Roger Federer musste das dieses Jahr schon erleben, als er dem Turm von Tandil bei den US Open im Viertelfinale unterlag. Auch im Halbfinale von Shanghai konnte Del Potro Federer einen Satz abknüpfen. Zusätzlich liegt dem Argentinier das Turnier in Basel, konnte er es doch schon zweimal gewinnen (und dabei Federer zweimal im Finale bezwingen). Ein möglicher Stolperstein für jeden, der um den Turniersieg mitspielen will – zumal Del Potro am Wochenende seinen Titel in Stockholm gegen Grigor Dimitrov verteidigen konnte.

Die weiteren Schweizer

Aus patriotischen Gründen interessieren uns natürlich auch die weiteren Schweizer, welche für das ATP-Turnier in Basel gemeldet sind, auch wenn sie realistischerweise wohl kein Wort um den Turniersieg werden mitreden können. Zum einen wäre das Henri Laaksonen, die Nummer 96 der ATP-Weltrangliste. Der finnisch-schweizerische Doppelbürger ist eine richtige Wundertüte. Auf starke Leistungen wie zuletzt der Sieg gegen Dolgopolov folgen oft schlechte Resultate wie die klare Niederlage gegen Benneteau. Diese Inkonstanz sorgt bisher auch dafür, dass der durchaus talentierte Schweizer noch keine höhere Weltranglistenposition inne hat. Vielleicht kann er in Basel für eine Überraschung sorgen.

Marco Chiudinelli ist der zweite Schweizer, welcher eine Wildcard bekommen hat. Für den Basler ist das Heimturnier eine Herzensangelegenheit und sein Lieblingsturnier. Sein Bestresultat erzielte er 2009, als er erst im Halbfinale gegen seinen Kumpel Federer verlor. Es ist die letzte Vorstellung Chiudinellis in Basel – und auch die letzte auf der ATP Tour. Der Basler hat vor dem Turnier seinen Rücktritt angekündigt. Ein gutes Resultat wäre ihm daher zu gönnen – ein erstes Mal heute Abend als Aussenseiter gegen Robin Haase.

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