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Genf-Servette HC vs. HC Ambri-Piotta 0:3

Genf mit fünfter Niederlage in Folge

Ambri-Piotta konnte das einzige National-League-Spiel des Abends für sich entscheiden. In Genf resultierte vor allem dank eines überragenden Conz im Tor ein 3:0-Sieg. Dank dem Sieg hieven sich die Leventiner vorübergehend über den Strich. 

Lausannes Dan Ratushny ist schon weg. Und wie lange hält sich Craig Woodcroft am unteren Ende des Genfersees noch im Amt? Seine Spieler liefern derzeit jedenfalls keine Argumente für den Nachfolger der zurückgestuften Klubikone Chris McSorley. Nach dem 4:8 am Dienstag in Lausanne verloren die Genfer auch das zweite Duell am Ende der Tabelle zuhause gegen Ambri.

Das fünfte Saisontor des jungen Österreichers Dominik Zwerger in der 14. Minute bedeutete bereits die entscheidende Differenz, denn in der Offensive brachte Servette nichts zustande. Die beiden grössten Chancen verpassten Jeremy Wick und Kay Schweri im Mitteldrittel.

Wie es geht, demonstrierte Ambris Cory Emmerton elf Minuten vor Schluss. Obwohl von Romain Loeffel und Goran Bezina, zwei (ehemaligen) Nationalspielern, umringt, setzte sich der Amerikaner durch und erzielte das 2:0.

Trotz vieler Absenzen – Servette spielte nur mit zwei Ausländern – erntete es für die fünfte Pleite in Folge Pfiffe der Genfer Fans. Immerhin absolvierte Ambri, das auf Platz 8 vorstiess, sein viertes Spiel in sechs Tagen – und war dennoch etwas weniger schwach. Einen besonderen Sieg erlebte Goalie Benjamin Conz. 2008 hatte er mit Servette und einem 3:0-Sieg gegen Ambri in der NLA debütiert. Knapp neun Jahre später feierte der Jurassier einen Shutout gegen die Genfer.

Genève-Servette – Ambri-Piotta 0:3 (0:1, 0:0, 0:2)

5358 Zuschauer. – SR Hebeisen/Koch, Borga/Küng. – Tore: 14. Zwerger (Fora) 0:1. 51. Emmerton 0:2. 59. Zgraggen 0:3 (ins leere Tor). – Strafen: je 2mal 2 Minuten. – PostFinance-Topskorer: Almond; D'Agostini.

Genève-Servette: Mayer; Jacquemet, Tömmernes; Vukovic, Fransson; Loeffel, Petschenig; Mercier, Bezina; Wick, Hasani, Riat; Schweri, Richard, Simek; Rubin, Almond, Impose; Traber, Heinimann, Holdener.

Ambri-Piotta: Conz; Plastino, Zgraggen; Jelovac, Ngoy; Fora, Pinana; Collenberg; D'Agostini, Emmerton, Zwerger; Lhotak, Taffe, Müller; Lauper, Goi, Berthon; Incir, Kostner, Bianchi; Mazzolini.

Bemerkungen: Servette ohne Gerbe, Rod, Spaling, Romy, Douay und Bays, Ambri ohne Stucki, Monnet und Guggisberg (alle verletzt). 1. NL-Spiel von Elia Mazzolini. Timeout Servette (58.), Servette von 57:48 bis 58:45 ohne Goalie.

Rangliste: 1. Zug 11/25 (35:23). 2. Bern 10/24 (45:22). 3. Lugano 11/23 (40:24). 4. Davos 11/22 (32:26). 5. Fribourg-Gottéron 12/22 (29:31). 6. ZSC Lions 12/20 (40:33). 7. Biel 11/17 (36:31). 8. Ambri-Piotta 13/13 (31:44). 9. Lausanne 10/12 (31:36). 10. SCL Tigers 11/11 (27:38). 11. Genève-Servette 13/9 (24:44). 12. Kloten 11/6 (17:35).

Third Star: Benjamin Conz (HC Ambri-Piotta). Der Routinier zeigt einmal mehr, warum er immer noch zu besten Torhütern der Liga gezählt werden darf. Er kann sich vor allem in den ersten zwei Dritteln mit Big Saves auszeichnen und ist am heutigen Abend in Höchstform.

Second Star: Michael Fora (HC Ambri-Piotta). Der Captain der Leventiner zeigt am heutigen Abend eine sackstarke Leistung. Bei seinem Assist zum zwischenzeitlichen 0:1 beweist die Nummer 29 der Tessiner viel Übersicht. Dass er auch schon in seinen jungen Jahren ein echter Leader ist, zeigt er immer wieder, indem er seine Farben beim aggressiven Forechecking orchestriert und selbst an vorderster Front mithilft.

First Star: Cory Emmerton (HC Ambri-Piotta). Der Kanadier ist für das 0:2 verantwortlich und verkörpert mit diesem Treffer die Entschlossenheit der Gäste in der heutigen Partie. Der Stürmer ist ein ständiger Gefahrenherd und von den Verteidigern der Westschweizer kaum zu kontrollieren. Grossartige Partie von Emmerton!

Loser: Henrik Tömmernes (Genf-Servette HC). Routinier, Hoffnungsträger, Teamleader! Rollen, welchen der Schwede zumindest am heutigen Abend nicht gerecht werden konnte. Mit einigen groben Schnitzern im Aufbauspiel verleiht er seinen Vorderleute nicht die nötige Sicherheit. Das kann der sonst so souveräne Verteidiger der Grenats besser!

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