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Die Nati kann heute viele Antworten liefern

Die Schweiz und der Vergleich mit Deutschland

Die Schweizer Nati hat gegen Portugal die Chance, die bereits jetzt historische WM-Qualifikation zu veredeln. So krass es vielleicht tönen mag, es hängt extrem viel, wenn nicht sogar alles, von diesem Spiel gegen den Europameister ab.

Der Vergleich mit dem Weltmeister 

Als Schweizer Fan wurde man in dieser WM-Kampagne bisher wahrlich verwöhnt. Viele Tore geschossen, wenige Treffer kassiert, alle Spiele gewonnen. Nur der Weltmeister aus Deutschland hat ebenfalls alle Spiele gewonnen. Wahnsinn, dass sich die Schweiz im Fussball einmal mit dem grossen Nachbarn Deutschland vergleichen darf.

Panini-Sparbuch muss noch warten

Satte 27 Punkte hat man gesammelt und man darf sich als Schweizer Fan trotzdem noch nicht den ersten Dezember fett anstreichen. Dann findet nämlich die Gruppenauslosung der WM im Kreml statt. Auch das Sparbuch für das Panini-Sammelalbum kann noch nicht definitiv eröffnet werden. Grund dafür sind diese starken Portugiesen, die sich in dieser, zugegebenermassen, ziemlich leichten Gruppe, ebenfalls keine Ausrutscher mehr leisteten. So muss nun diese Direktbegegnung mit Endspielcharakter darüber entscheiden, ob man sich als Schweizer nun zurecht über diese grandiose WM-Quali der Nati freuen darf oder ob man die Welt nicht mehr versteht und den Fussballgott am liebsten zum Teufel jagen würde. Bei einer Niederlage würde wohl bei vielen auch die Frage nach der Fairness und wie das überhaupt passieren könne, aufkommen. Wie auch immer, die Nati kann all diese Fragen und Gedanken im Keim ersticken, indem sie ihre Serie von mittlerweile zehn ungeschlagenen Länderspielen in Serie weiter ausbaut. 

Fussball ist keine Mathematik

Als Schweizer Fan stellt man sich zurzeit die Frage, was diese Mannschaft alles erreichen kann. Wie stark ist diese Nati wirklich? Wenn man die FIFA-Weltrangliste betrachtet, gehören wir ja schon beinahe in ein WM-Halbfinale. Doch wie viel Aussagekraft diese Weltrangliste hat, darüber darf gestritten werden. Fussball wird schliesslich auf dem Platz und nicht mit irgendwelchen Algorithmen entschieden. Wie auch immer, auch auf diese Frage kann heute eine Antwort (und zwar eine mit Nachdruck) gegeben werden.

Die Sache mit der Euphorie

Skeptiker merken an, dass die Schweizer Gruppe äusserst schwach besetzt war und beim Sieg gegen Portugal fehlte den Portugiesen damals ihr Herz, ihre Seele, eigentlich all ihre lebenswichtigen Organe, nämlich der Superstar schlechthin… Cristiano Ronaldo. Heute gilt es aus Schweizer Sicht, all diesen Skeptikern auch ein wenig den Wind aus ihren Segeln zu nehmen und sie nicht zum Höhenflug ansetzen zu lassen. Es können also gleich mehrere Fliegen mit einer Klatsche erfasst werden. Zusätzlich dazu könnte eine enorme Euphorie ausgelöst werden und was mit dieser dann alles erreicht werden kann, davon wagt man bisher nur zu träumen. Doch vielleicht geht dieser Traum tatsächlich in Wirklichkeit, dann nämlich, wenn die Nati heute ihr riesiges Potenzial auf den Rasen und Portugal in der Tabelle hinter sich lassen kann. Und wer weiss, vielleicht kann sich die Schweiz dann mit Deutschland nicht nur auf dem Papier, sondern in einem Ernstkampf vergleichen; nämlich an der WM 2018 in Russland. 

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