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ZSC Lions vs. HC Ambri-Piotta 6:1

Zürcher Paradelinie zerlegt zu harmlose Leventiner

Die ZSC Lions bekunden im Heimspiel gegen Ambri-Piotta keine Probleme und siegen 6:1. Nach acht Minuten steht es bereits 3:0.

Den Lions lief es in dieser Saison bisher nicht wie gewünscht, was zu einer gewissen Unruhe führte. Zwar erklärte Sportchef Sven Leuenberger, dass keine Trainerdiskussion im Gang sei. Dennoch steht Hans Wallson selbstredend unter Druck.

Insofern kam Ambri gerade recht. Vor dem Duell am Montagabend hatten die Lions elf der letzten 13 Spiele gegen die Leventiner für sich entschieden. Der ZSC sorgte denn auch rasch für klare Verhältnisse. Roman Wick brachte das Heimteam in der 3. Minute im Powerplay nach einer herrlichen Kombination in Führung. 398 Sekunden später, nach Toren von Pius Suter und Fredrik Pettersson, stand es bereits 3:0 für die im ersten Drittel klar dominierenden Lions. Während es für Pettersson bereits der siebente Saisontreffer in der National League war, hatte Suter bei vier der sechs Tore der Lions seinen Stock im Spiel.

Zürcher konnten sich danach etwas schonen

Nach dem furiosen Startdrittel schaltete der ZSC einen Gang zurück. Dennoch baute PostFinance-Topskorer Robert Nilsson die Führung acht Sekunden vor der zweiten Pause auf 4:0 aus. Der Schwede traf in der 47. Minute auch zum 5:1 – in der 58. Minute doppelte auch Wick mit seinem zweiten Überzahltreffer an diesem Abend nach. 72 Sekunden vor dem 1:5 hatte Adrien Lauper verkürzt. Das Tor der Tessiner war verdient, hatten sie doch zuvor mit zwei Lattenschüssen von Michael Fora (6.) und Elias Bianchi (25.) auch Pech bekundet.

Damit ist dem ZSC der Auftakt in eine Woche mit vier Partien geglückt. Am kommenden Mittwoch ist ein weiterer Sieg essentiell. Dann empfangen die Lions in der Champions Hockey League in Dübendorf die österreichische Equipe Klagenfurt. Der Sieger dieser Partie steht in den Achtelfinals.

ZSC Lions – Ambri-Piotta 6:1 (3:0, 1:0, 2:1)

7959 Zuschauer. – SR Koch/Wiegand, Abegglen/Altmann. – Tore: 3. Wick (Shore, Pestoni/Ausschluss Lhotak) 1:0. 5. Suter (Pettersson, Karrer) 2:0. 8. Pettersson (Nilsson, Suter) 3:0. 40. Nilsson (Suter, Pettersson) 4:0. 46. Lauper (Bianchi, Collenberg) 4:1. 47. Nilsson (Suter, Sutter) 5:1. 58. Wick (Klein/Ausschluss Fora) 6:1. – Strafen: je 3mal 2 Minuten. – PostFinance-Topskorer: Nilsson; D'Agostini.

ZSC Lions: Schlegel; Klein, Geering; Karrer, Marti; Sutter, Phil Baltisberger; Guerra; Wick, Schäppi, Kenins; Nilsson, Suter, Pettersson; Künzle, Sjögren, Pestoni; Herzog, Shore, Chris Baltisberger; Prassl.

Ambri-Piotta; Conz/Rochow (ab 41.); Plastino, Zgraggen; Fora, Pinana; Ngoy, Jelovac; Collenberg; Trisconi, Kostner, Bianchi; D'Agostini, Taffe, Zwerger; Guggisberg, Müller, Lauper; Lhotak, Emmerton, Monnet; Berthon.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Blindenbacher (überzählig), Seger und Hinterkircher. Ambri-Piotta ohne Stucki (alle verletzt). – Lattenschüsse: 6. Fora, 25. Bianchi. – Timeout Ambri-Piotta (8.).

Rangliste: 1. Zug 11/25 (35:23). 2. Bern 10/24 (45:22). 3. Lugano 11/23 (40:24). 4. Davos 11/22 (32:26). 5. Fribourg-Gottéron 12/22 (29:31). 6. ZSC Lions 12/20 (40:33). 7. Biel 11/17 (36:31). 8. SCL Tigers 11/11 (27:38). 9. Ambri-Piotta 12/10 (28:44). 10. Lausanne 9/9 (23:32). 11. Genève-Servette 11/9 (20:33). 12. Kloten 11/6 (17:35).

Loser: Benjamin Conz (HC Ambri-Piotta). Gewiss, so schlecht war Benjamin Conz heute Abend nicht. Aber wenn ein Torhüter in den ersten acht Minuten, wenn auch mit nur minimer Mitschuld, drei Gegentreffer kassiert, dann kann man auch nicht gerade vom Spiel seines Lebens schreiben. Nach dem 3:0 war Conz solide und hätte beinahe mit einer starken Parade noch das 0:4 verhindert. Dass er danach raus musste war wohl auch ein Schutz für ihn selber.

Third Star: Robert Nilsson (ZSC Lions). Eine Augenweide wie Robert Nilsson sich über das Eis bewegt, die Scheibe nach vorne trägt und dabei immer wieder das Auge für den Mitspieler hat. Und heute hatte der Schwede mit Schweizer Lizenz auch zweimal das Auge für die Lücke im gegnerischen Tor.

Second Star: Roman Wick (ZSC Lions). Der rechte Flügel des ersten Blockes wurde zuletzt für seine schwachen Leistungen etwas abgestraft und durfte nur noch selten im Powerplay ran. Heute bekam er seine Chance dabei für einmal wieder und nutzte diese mit zwei Toren prompt!

First Star: Pius Suter (ZSC Lions). Unerklärlich wie Hans Walsson zuletzt in Davos den Power-Sturm Nilsson-Suter-Pettersson auseinandernehmen konnte. Heute zeigte dieses Trio ein sackstarkes Spiel an derer Spitze Pius Suter mit einem Tor und drei Assists noch herauszustechen vermochte.

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