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EHC Biel vs. HC Fribourg-Gottéron 2:3

Biel verschläft den Start gegen Gottéron

Der EHC Biel kassiert im dritten Spiel der Saison die erste Niederlage. Nach einem verschlafenen Start verlieren die Seeländer zuhause gegen Fribourg-Gottéron 2:3.

Biel fand in den ersten 30 Minuten überhaupt nicht in die Partie. Fribourg, das noch am Samstag in Bern mit 1:6 unter die Räder gekommen war, war dem EHCB in allen Belangen überlegen. Es ging dank der jeweils ersten Saisontreffer der drei Verteidiger Andrea Glauser (8.), Lorenz Kienzle (25.) und Jonas Holös (27.) auch in dieser Höhe verdient mit 3:0 in Führung.

Fribourg hätte gar noch deutlicher vorne liegen können, wenn nicht Biels Torhüter Jonas Hiller gleich mehrere Topchancen von Gottéron zunichte gemacht hätte. Die Bieler erwachten erst, als ihnen in der 32. Minute nach einer umstrittenen Szene ein Treffer von Robbie Earl wegen Torhüterbehinderung aberkannt wurde.

Mit der Wut im Bauch traten die Seeländer in der Folge wesentlich engagierter auf. Marco Pedretti (34.) und Mathias Joggi (48.) brachten das Team von Trainer Mike McNamara zwar noch einmal bis auf einen Treffer heran. Der eingehandelte Rückstand liess sich aber nicht mehr korrigieren, auch weil sich Fribourg nach einem zwischenzeitlichen Tief in der Schlussphase wieder fing.

Biel – Fribourg-Gottéron 2:3 (0:1, 1:2, 1:0)

4723 Zuschauer. – SR Mollard/Müller, Gnemmi/Progin. – Tore: 8. Glauser 0:1. 25. Kienzle (Birner, Stalder) 0:2. 27. Holös (Mottet, Bykow) 0:3. 34. Pedretti (Julian Schmutz, Fuchs) 1:3. 48. Joggi (Earl) 2:3. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Biel, 5mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. – PostFinance-Topskorer: Maurer; Sprunger.

Biel: Hiller; Jecker, Forster; Steiner, Maurer; Kreis, Fey; Suleski; Joggi, Earl, Rajala; Fabian Lüthi, Neuenschwander, Wetzel; Pedretti, Fuchs, Julian Schmutz; Pouliot, Sutter, Micflikier; Nussbaumer.

Fribourg-Gottéron: Brust; Rathgeb, Leeger; Kienzle, Stalder; Holös, Chavaillaz; Glauser, Abplanalp; Sprunger, Slater, Birner; Neuenschwander, Meunier, Flavio Schmutz; Rossi, Bykow, Mottet; Fritsche, Rivera, Vauclair.

Bemerkungen: Biel ohne Tschantré, Diem, Hächler, Dufner und Valentin Lüthi, Fribourg-Gottéron ohne Cervenka, Schilt und Marchon (alle verletzt). Lattenschuss Kienzle (16.). Timeout Biel (58:34). Biel von 58:34 bis 58:46 und ab 58:59 ohne Torhüter.

First Star: Andrea Glauser (HC Fribourg-Gottéron). Der 21-jährige Verteidiger zog einen Sahnetag ein. Nach etwas mehr als sieben Minuten traf er mit einem zügigen Handgelenkschuss zum 0:1 und läutete damit eine fast 30-minütige Druckphase ein, die den Sahnestädtern schlussendlich den Sieg bringen sollte. Auch vom Tor abgesehen, schaltete sich Glauser immer wieder in die Offensive ein und prüfte Hiller und die Bande hinter ihm immer wieder auf Durchlässigkeit. Defensiv war Glauser stabil.

Second Star: Marco Pedretti (EHC Biel-Bienne) Mit seinem Treffer zum 1:3 brachte der Bieler die Hoffnung zurück in die Tissot Arena. Wie schon Glauser, läutete auch er eine fast halbstündige Druckphase ein, die die Bieler fast noch zum Punktgewinn trug. An Pedretti lag es definitiv nicht, dass die Bieler ihre Siegesserie nicht fortsetzen konnten.

Third Star: Valentin Nussbaumer (EHC Biel-Bienne) Was für eine Ehre erfuhr der erst 16-jährige ab dem dritten Drittel: Der Biel-Junior durfte ein Drittel lang an der Seite von Marc-Antoine Pouliot und Jacob Micflikier agieren. Und nicht nur das: mit der Umstellung der Linien kam auch eine ganze Portion neuer Schwung. Nussbaumer hatte daran nicht wenig Anteil, machte er doch immer wieder mit starken Zuspielen und viel Tempo auf sich aufmerksam. Weiter so!

Loser: Lorenz Kienzle (HC Fribourg-Gottéron) Es ist zwar etwas harsch einen Torschützen und Sieger als Loser zu bezeichnen, doch Kienzle baute ab dem Mitteldrittel stark ab. Und zwar so stark, dass er den Sieg seiner Mannschaft gefährdete. Defensive Aussetzer folgten auf unsportliches Verhalten. Wie er in einer eminent wichtigen Phase Micflikier die Faust ins Gesicht schlägt ist nicht nur dumm, sondern richtig blöd.

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