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Spanier nach Titelgewinn an den US Open im Hoch

Nadal: “Ich würde gerne noch ein paar Jahre spielen“

Rafa Nadal gewinnt das US Open und 3,7 Millionen Dollar Preisgeld. Von einem Rücktritt nach dem Highlight hält auch er aber nichts. „Ich würde gerne noch ein paar Jahre weiterspielen.“

Roger Federer und Rafael Nadal teilten heuer die Grand-Slam-Titel unter sich auf. Federer triumphierte am Australian Open (gegen Nadal) und in Wimbledon; Nadal holte sich die Trophäen in Roland-Garros und Flushing Meadows. Nach Grand-Slam-Titeln steht es zwischen den beiden besten Tennisspielern aller Zeiten 19:16 für Federer. Aber Nadal ist fünf Jahre jünger als der Basler. Und nach dem US-Open-Triumph hielt er fest: „Ich würde gerne noch ein paar Jahre weiterspielen.“

Am US Open krönte Nadal seine bisherige Traumsaison: „Es war ein unglaublich spezielles Jahr für mich“, so Nadal. „Nach den letzten zwei Jahren mit so vielen Problemen durfte ich das nicht erwarten. Aber das Jahr begann schon in Australien ausgezeichnet. Es folgte die grandiose Sandplatz-Saison. Und dass ich im Sommer wieder die Nummer 1 werden und das US Open gewinnen konnte, toppt alles nochmals.“

Rückkehr gelang ihm auf die perfekte Weise

Vor einem Jahr brach Nadal wie Federer die Saison vorzeitig ab. Wenige trauten ihm ein derartiges Comeback zu. Als Wunder bezeichnet Nadal seine Auferstehung aber nicht. Nadal: „Tennis ist nur ein Spiel, und ausserdem noch ein einfaches. Wenn dir Selbstvertrauen fehlt, dann kannst du die Bälle nicht so platzieren, wie du es gerne tun würdest und die Gegner können dich angreifen. Meine Strategie ist immer die gleiche. Ich will gut spielen. Das ist alles, und dahinter steckt kein grosses Geheimnis. Wenn ich gut spiele, fühle ich mich gut. Wenn ich mich gut fühle, kann ich mehr riskieren. Und ich kann an den kleinen Details arbeiten, die den grossen Unterschied ausmachen.“

Seit den ersten Versuchen mit dem Racket half ihm dabei Onkel Toni Nadal. Der tritt Ende Jahr als Coach zurück. Zum Abschied schenkte „Rafa“ seinem grossen Förderer einen weiteren Major-Titel. „Ich verdanke Onkel Toni alles. Er wird weniger an Turnieren vor Ort sein. Aber er wird mir sicher weiter mit Tipps zur Seite stehen.“

Finalverlierer Kevin Anderson hofft, an Grand-Slam-Turnieren noch eine zweite Chance zu erhalten: „Natürlich erhoffte ich mir von diesem Final viel mehr. Aber ich scheiterte an einem aussergewöhnlichen Gegner. Diese zwei Wochen verliefen für mich trotz der Finalniederlage wunderschön. Ich hatte immer davon geträumt, so einen Final zu erreichen. Nicht viele erreichen dieses Ziel. Und sollte es mir gelingen, nochmals einen Grand-Slam-Final zu erreichen, wird mir die Erfahrung des US Opens enorm helfen. Mein Ziel ist es, wieder unter die Top 10 zurückzukehren.“

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