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Starke Leistung bei Weltklasse Zürich

Kariem Hussein läuft im Letzigrund mitten in die Weltspitze

Kariem Hussein wartet bei Weltklasse Zürich mit einer starken Leistung auf und wird Dritter. Der Thurgauer egalisiert mit 48,45 Sekunden seine persönliche Bestzeit.

Hussein, der erst zum zweiten Mal in diesem Jahr unter der 49-Sekunden-Marke blieb, musste sich in einem Weltklassefeld nur Kyron McMaster (48,07) von den Britischen Jungfern-Inseln und dem norwegischen Weltmeister Karsten Warholm (48,22) geschlagen geben. Dagegen liess er den amerikanischen WM-Dritten Kerron Clement (4./49,20) und den türkischen WM-Zweiten Yasmani Copello (5./49,23) deutlich hinter sich. Einmal mehr lief Hussein damit im Zürcher Letzigrund zu Hochform auf. 2014 gewann er hier EM-Gold, vor zwei Jahren siegte er bei Weltklasse Zürich.

„Mit diesem Publikum ist immer alles möglich“, sagte Hussein. „Ich wünschte, dass ich immer so laufen könnte wie heute.“ Dank diesem Auftritt rettete er eine Saison, die nicht nach seinen Wünschen gelaufen war. Zwar erreichte er an den Weltmeisterschaften den Final, nachdem er im Vorlauf viel Glück beansprucht hatte. In diesem wurde er jedoch mit 50,07 Sekunden Letzter.

Sprunger kann nicht um Sieg mitlaufen

Für Lea Sprunger verlief der Auftritt im Zürcher Letzigrund derweil nicht ganz wie gewünscht. Die WM-Fünfte erreichte bei Weltklasse Zürich über 400 m Hürden den 3. Rang. In 54,66 Sekunden blieb Sprunger (COVA Nyon) 37 Hundertstelsekunden über ihrer in Lausanne aufgestellten persönlichen Bestleistung. Den angestrebten Sieg im Letzigrund verpasste die 27-jährige Waadtländerin deutlich. Die zweimalige tschechische Weltmeisterin Zuzana Hejnova siegte in 54,13 Sekunden vor der Dänin Sara Slott Petersen (54,35). Letztere hatte an den Weltmeisterschaften im Gegensatz zu Sprunger die Final-Qualifikation nicht geschafft.

Petra Fontanive verpasste in ihrem letzten grossen Rennen einen Podestplatz denkbar knapp. Die Zürcherin vom LAC TV Unterstrass, die in London die WM-Halbfinals erreicht hat, war lediglich eine Tausendstelsekunde langsamer als Sprunger. Das Hürdenrennen der Frauen war im Letzigrund keine Diamond-League-Disziplin, sondern wurde zusätzlich ins Programm genommen.

Über 800 m blieb Hallen-Europameisterin Selina Büchel mit 1:59,83 Minuten zum sechsten Mal in dieser Saison unter zwei Minuten, dennoch kam sie nicht über den 8. und vorletzten Platz hinaus. „Ich habe alles aus mir rausgeholt. Mehr war leider nicht möglich“, sagte die 26-jährige Toggenburgerin. Den Sieg sicherte sich wenig überraschend die Olympiasiegerin und Weltmeisterin Caster Semenya aus Südafrika (1:55,84).

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