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Mit der neuen Linie setzt YB vermehrt auf junge Talente

Young Boys – Im wahrsten Sinne des Wortes

Der BSC Young Boys ist beeindruckend in die neue Saison gestartet. Nach drei Spieltagen steht die Mannschaft von Adi Hütter mit neun Punkten an der Tabellenspitze und hat noch nicht ein einziges Gegentor erhalten. Auffallend waren in den bisherigen Spielen vor allem auch die überzeugenden Leistungen der jungen Neuverpflichtungen der Berner.

Im Sommer konnte der BSC Young Boys mit Djibril Sow (20), Jordan Lotomba (18), Christian Fassnacht (23), Jean-Pierre Nsamé (24) und David von Ballmoos (22) viele junge Spieler verpflichten. Ausserdem wurden Roger Assalé (23), Kasim Nuhu (22), Kevin Mbabu (22) nach ihrer Leihe definitiv von YB übernommen.

YB als Sprungbrett in die europäischen Topligen

Doch wie ist es YB-Sportchef Christoph Spycher überhaupt gelungen, die jungen Talente trotz fehlender Erfolge in den letzten Jahren nach Bern zu locken? Für SPORTAL-HD-Experte Fabian Ruch wirkt die grosse Persönlichkeit von Spycher für junge Spieler anziehend. Ausserdem blieb die gute Arbeit von YB mit vielversprechenden Fussballspielern sicher nicht unbemerkt und beeinflusste wohl nun auch die Entscheidung der neu verpflichteten Talente. Denis Zakaria und Yvon Mvogo verliessen YB im vergangenen Sommer in Richtung Bundesliga, im Jahr zu vor waren es Yuya Kubo und Florent Hadergjonaj, die ins Ausland wechselten. 

Der BSC Young Boys hat sich als optimales Sprungbrett für in die grossen ausländischen Ligen entwickelt.  Keine andere Mannschaft konnte in den letzten Jahren so viele Spieler teuer ins Ausland verkaufen. Auch wenn das natürlich nicht das primäre Ziel der Berner sein dürfte, zumal man die hochtalentierten Youngster sicherlich lieber in den eigenen Reihen halten möchte. 

Die jungen Neueinkäufe überzeugen 

Besonders erwähnenswert ist die Tatsache, dass diese Spieler nicht als Ergänzungsspieler oder als Versprechen für die Zukunft gekauft wurden, vielmehr spielen sie im aktuellen Team von Trainer Adi Hütter eine grosse Rolle. Kevin Mbabu, Kasim Nuhu und auch Roger Assalé sind trotz ihres noch jungen Alters unverzichtbare Stammspieler. Christian Fassnacht (2 Tore, 1 Assist), Jean-Pierre Nsamé (1 Tor, 1 Assist) und Jordan Lotomba (Tor in CL-Quali) haben mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Aber auch das junge Eigengewächs Leonardo Bertone hat die Fussballschweiz im letzten Spiel gegen Lausanne mit zwei wunderschönen Toren aufhorchen lassen. Der neue YB-Goalie David von Ballmoos gilt als Nummer eins, auch wenn er jetzt von einer Verletzung kurzzeitig gebremst wurde. 

SPORTAL-HD-Experte Ivan Benito hat in seiner Zeit bei YB mit Yvon Mvogo und David von Ballmoos trainiert und hat die beiden jungen Torhüter auf einem ähnlichen Level erlebt: „Jeder hatte seine Stärken. Bei der Arbeit und dem Einsatz war David vielleicht sogar noch etwas voraus, dafür war Yvon technisch eine Spur voraus.“

Schon als von Ballmoos aus der Leihe in Winterthur zurückgekehrt ist, wurde er umgehend als klare Nummer eins vor Routinier Wölfli kommuniziert. Dies obwohl Wölfli rund 350 mehr Super-League-Spiele auf dem Buckel hat, als sein junger Konkurrent. „Das zeigt die neue Philosophie von YB“, sagt SPORTAL-HD-Experte Fabian Ruch. Eine klare Linie der YB-Führung, die den Bernern in ein paar Jahren vielleicht noch viel Erfolg bescheren wird. 

Die Routiniers machen die Mischung im YB-Kader perfekt

Eine Strategie, die eben aber nur aufgeht, weil es im Kader der Berner Young Boys eben auch noch Routiniers gibt, die die Führungsrollen übernehmen und den Druck auf ihre und weg von den Schultern der jungen Talente nehmen. „Christian Fassnacht wusste, dass er wahrscheinlich nicht immer von Anfang an spielen wird, weil Ravet und Sulejmani noch vor ihm in der Rangordnung stehen. Er hatte noch der allergrösste Druck, das hat ihm sicher auch geholfen“, meint Fabian Ruch. Mit Captain Steve von Bergen (34), Sékou Sanogo (28), Yoric Ravet (27), Miralem Sulejmani (28) und Guillaume Hoarau (33) hat YB auf dem ganzen Spielfeld verteilt sehr routinierte Schlüsselspieler, die die jungen Talente führen und unterstützen können.

Vor allem Sékou Sanogo scheint im Spiel der Berner unverzichtbar zu sein. Mit ihm kassiert YB durchschnittlich weniger Gegentore, spielt mehr zu Null und holt zudem deutlich mehr Punkte. Ein vergleichbar zweikampfstarker Sechser sucht man in der Super League vergeblich. Mit dem erst 20-jährigen Djibril Sow hat man in Bern jedoch schon einen möglichen Nachfolger bereit, der langsam in seine Rolle hineinwachsen soll.

„The Soccer Lounge“ im Replay auf SPORTAL HD

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