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Die unglaublichen Zahlen des Maestro

Statistik-Fans (und Marin Cilic) aufgepasst! Darum ist Roger Federer der Tiebreak-König 2017

Roger Federer ist der Tiebreak-König des Jahres 2017. Insgesamt musste er bislang 22-mal in die Kurzentscheidung gehen. Dabei gewann er sie 17-mal. Das entspricht einer sagenhaften Quote von 77.3%.

Hier ist die ganze Liste, bevor wir einige interessante Dinge dazu herauspicken:

Wimbledon, Halbfinal: gegen Berdych: zu 4 gewonnen.
Wimbledon, Halbfinal: gegen Berdych: zu 4 gewonnen.
Wimbledon, Viertelfinal: gegen Raonic: zu 4 gewonnen.
Wimbledon, 3. Runde: gegen Mischa Zverev: zu 3 gewonnen.
Wimbledon, 2. Runde: gegen Lajovic: zu 0 gewonnen.
Halle, Halbfinal: gegen Khachanov: zu 5 gewonnen.
Halle, 2. Runde: gegen Mischa Zverev: zu 4 gewonnen
Stuttgart, 2. Runde: gegen Haas: zu 8 verloren
Miami, Halbfinal: gegen Kyrgios: zu 5 gewonnen
Miami, Halbfinal: gegen Kyrgios: zu 9 verloren
Miami, Halbfinal: gegen Kyrgios: zu 9 gewonnen
Miami, Viertelfinal: gegen Berdych: zu 6 gewonnen
Miami, Achtelfinal: gegen Bautista Agut: zu 4 gewonnen
Miami, Achtelfinal: gegen Bautista Agut: zu 5 gewonnen
Miami, 1. Runde: gegen Tiafoe: zu 2 gewonnen
Indian Wells, Halbfinal: gegen Sock: zu 4 gewonnen
Indian Wells, Halbfinal: gegen Johnson: zu 4 gewonnen
Indian Wells, Halbfinal: gegen Johnson: zu 3 gewonnen
Dubai, zweite Runde: gegen Donskoy: zu 5 verloren
Dubai, zweite Runde: gegen Donskoy: zu 7 verloren
Australian Open, Achtelfinals: gegen Nishikori: zu 4 verloren
Australian Open, 2. Runde: gegen Rubin: zu 3 gewonnen

1. Gewinnen konnte er sie meist klar

Meistens gestand Federer seinen Gegnern ungefähr 4 Punkte im Tiebreak zu. Das passierte ganze siebenmal. Ebenfalls hoch im Kurs ist es, die Tiebreaks gegen Federer zu 3 oder zu 5 zu verlieren. Das passierte je dreimal. Natürlich gibt es auch Ausreisser, wie beispielsweise das Tiebreak zu 0, das er dem bedauernswerten Lajovic um die Ohren knallte. Oder das Tiebreak, das er gegen Kyrgios zu 9 gewann.

zu 0: 1 (5.8%)
zu 1: 0
zu 2: 1 (5.8%)
zu 3: 3 (17.6%)
zu 4: 7 (41.2%)
zu 5: 3 (17.6%)
zu 6: 1 (5.8%)
zu 7: 0
zu 8: 0
zu 9: 1 (5.8%)

2. Wenn er sie verlor, waren sie eher knapp

Von den 5 Tiebreaks, die Federer 2017 abgab, gingen gleich drei in die Verlängerung. Gegen Kyrgios, Haas und Donskoy holte er sich zwar 9, 8 und 7 Punkte, verlor das Tiebreak aber trotzdem noch. Das klarste Tiebreak schnappte ihm noch Kei Nishikori weg: die Kurzentscheidung ging zu 4 an den Japaner. Das bedeutet auch, dass Roger Federer 2017 in  jedem Tiebreak mindestens 4 Punkte gemacht hat.

zu 0: 0
zu 1: 0
zu 2: 0
zu 3: 0
zu 4: 1 (20%)
zu 5: 1 (20%)
zu 6: 0
zu 7: 1 (20%)
zu 8: 1 (20%)
zu 9: 1 (20%)

3. Die Serien

Serien gibt es dazu auch. Das Jahr begann für Federer Tiebreak-mässig nämlich denkbar schlecht. Von den ersten 4 Tiebreaks verlor er deren 3. Danach setzte er aber zu einer ersten Serie an: die nächsten 8 Kurzentscheidungen holte er sich, bis Kyrgios in Miami dem Ganzen ein Ende setzte.

Aber es brauchte viel: der Australier holte sich den Umgang zu 9. Auch das Tiebreak gegen Haas in Stuttgart war dramatisch: der Deutsche buchte es zu 8. Das bedeutet: seit der zweiten Runde von Dubai hat Federer in jedem Tiebreak mindestens 7 Punkte geholt. Dabei stellte er noch eine zweite Serie auf: die nächsten 7 Tiebreaks gewann er nämlich wieder, zuletzt deren 2 gegen Berdych. Die Serie ist also bislang auch noch nicht gerissen.

4. Die Niederlagen

Lächerliche 2 Matches hat Federer bisher in dieser Saison verloren: gegen Evgeny Donskoy in Dubai (6:3 6:7 6:7) und gegen Tommy Haas (6:2 6:7 4:6) in Stuttgart. Bezeichenderweise waren das ausgerechnet Matches, in denen er seine Tiebreaks nicht gewann. Donskoy nahm ihm gleich zwei davon ab, Haas eines. 

Gegen Marin Cilic werden die Kurzentscheidungen dementsprechend enorm wichtig sein. Es darf auch damit gerechnet werden, dass es die eine oder andere davon gibt, bedenkt man, wie gut die beiden Kontrahenten bisher in Wimbledon aufschlagen.

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