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Die Analyse zum Final

King Rogers Nummer 19 – mit einer Leistungssteigerung zum Sieg

Unglaublich – zum zweiten Mal in seiner Karriere gewinnt Roger Federer ein Grand Slam, ohne einen Satz abzugeben. Wie zog er Marin Cilic im Final den Zahn? Was für Überraschungen brachte das Match?

Wir schauen ein letztes Mal auf das Match zurück und klären dabei die folgenden Fragen:

  • Was hat uns gefallen?
  • Was hat uns nicht gefallen?
  • Was war die grösste Überraschung?
  • Was war der grösste Aufreger?

Das hat uns gefallen:
– die Leistungssteigerung
– das Ruhigbleiben

Der Start ins Spiel war schwach, und zwar von beiden. Marin Cilic zitterte vor Nervosität und auch Roger Federer fand nicht gut ins Spiel. Dann steigerte sich der Kroate – im Spiel zum 2:2 musste Federer kämpfen und Breakbälle abwehren. Danach hatte er aber seine Spur gefunden. Mit einer markanten Leistungssteigerung zog der Schweizer davon und blickte in der Folge nicht mehr zurück. Durch eine Verletzung behindert kam Cilic nicht einmal mehr in die Nähe eines Satzgewinns

Ein einfacher Sieg, möchte man meinen. Dennoch auch gegen einen verletzten Gegner muss man zuerst mal gewinnen. Man spielt natürlich etwas anders und mit weniger Risiko, weil man nicht mehr ganz so viel machen muss, aber man muss auch darauf achten, dass man nicht zu sehr nachlässt. Cilic konnte immer noch servieren, er bewegte sich zwar weniger gut, aber die Schläge sassen häufig noch. Zudem gab es ein Medical Timeout, das Federers Rhythmus unterbrach und Cilic begann, vor den Ballwechseln am Ort zu tänzeln und zu springen, wohl um seine Füsse zu entlasten. Und er stellte seine Taktik um. Viel potenzielle Ablenkung, aber King Roger blieb trotz allem souverän und brachte den Sieg ohne Schwierigkeiten nach Hause.

 

Das hat uns nicht gefallen:
– nichts

Manchmal gibt es einfach nichts Negatives, das erwähnenswert wäre. Auch wenn er heute nicht die beste Leistung des ganzen Turnieres zeigte, respektive nicht zeigen musste: Das Spiel war die Krönung für Federers zwei perfekte Wochen in London. 

Das hat uns überrascht:
– der nervöse Start

Das sieht man selten: Marin Cilic war zu Beginn der Partie so nervös, dass sein Arm zitterte. Auch im Spiel lief es ihm nicht sonderlich gut, die Startphase war geprägt von vielen Fehlern. Aber auch der FedExpress kam nur langsam ins Rollen. Als er dann aber sein Spiel gefunden hatte, liess er Cilic keine Chance mehr.

Der Aufreger des Spiels:
– Marin Cilics Verletzung.

Was für ein bitteres Ende für zwei grossartige Wochen in Wimbledon. Im Laufe des 2. Satzes verletzte sich der Kroate am Fuss, spielte fehlerhaft und stellte sein Spiel sogar auf Serve-and-Volley um, wobei er im 2. Satz nur einen von acht Punkten am Netz machte. Sein Medical Timeout nahm er unerklärlicherweise erst zu Beginn des dritten Durchganges. Zu spät. Zwar steigerte sich Cilic wieder etwas, aber er konnte nicht verhindern, dass er auch Satz 3 abgeben musste – und damit das Match.

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