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Der gefährliche Kroate im Aufwind

Zum 8. Mal Federer vs. Cilic – das sind die Zahlen zwischen den beiden

Der Wimbledonfinal von morgen ist die Neuauflage des Viertelfinals von letztem Jahr – und der war überaus dramatisch und knapp.

Roger Federer lag mit 0:2 Sätzen zurück, musste insgesamt 3 Matchbälle abwehren und gewann am Ende doch noch. Es ist also auch morgen eine schwierige Partie für den Maestro zu erwarten. Wir liefern die Zahlen zum Duell in der Bildergalerie.

Das Head-to-Head

Das Head-to-Head zwischen den beiden ist eine eindeutige Sache. Roger Federer gewann die ersten fünf Partien, ehe ihm Cilic 2014 an den US Open die erste Niederlage zufügte. 

2016: Wimbledon (Rasen) Viertelfinal: 6:7 4:6 6:3 7:6 6:3 Roger Federer
2014: US Open (Hart) Halbfinal: 6:3 6:4 6:4 Marin Cilic
2014: Toronto (Hart) Achtelfinal: 7:6 6:7 6:4 Roger Federer
2012: Shanghai (Hart) Viertelfinal: 6:3 6:4 Roger Federer
2011: US Open (Hart) Dritte Runde: 6:3 4:6 6:4 6:2 Roger Federer
2011: Monte Carlo (Sand) Achtelfinal: 6:4 6:3 Roger Federer
2008: Paris-Bercy (Hart) Achtelfinal: 6:3 6:4 Roger Federer

Aber allgemein fällt auf, dass die Begegnungen knapper wurden. Bereits in Toronto 2014 brachte der 1.98 Meter grosse Cilic Federer arg ins Schwitzen und zwang ihn über zwei Tiebreaks, von denen er eines gewann. Die Niederlage an den US Open ist dagegen schon fast legendär. Aber auch gewissermassen eine Anomalie. So gut wie Marin Cilic an dem Turnier spielte kann man a) eigentlich gar nicht spielen und b) schon gar nicht ein zweites Mal.

Marin Cilics Weg in den Final

Das war Marin Cilics Weg in den Final: vier Spiele ohne Satzverlust, dann ein epischer Fünfsätzer gegen einen Gilles Müller wahrscheinlich in der Form seines Lebens. Auch Sam Querrey erwies sich als Knacknuss, doch nach dem verlorenen Tiebreak im Startsatz entschied der Kroate die beiden weiteren Longsets für sich. 

Halbfinal: Cilic vs. Querrey: 6:7 6:4 7:6 7:5
Viertelfinal: Cilic vs. Müller: 3:6 7:6 7:5 5:7 6:1
Achtelfinal: Cilic vs. Bautista Agut: 6:2 6:2 6:2
3. Runde: Cilic vs. Johnson: 6:4 7:6 6:4
2. Runde: Cilic vs. Mayer: 7:6 6:4 7:5
1. Runde: Cilic vs. Kohlschreiber: 6:4 6:2 6:3

Roger Federers Weg in den Final

Kein Satzverlust. Unglaublich. Was soll man dazu noch sagen? So sieht das aus, wenn ein fitter und entschlossener Federer am Werk ist.

Halbfinal: Federer vs. Berdych: 7:6 7:6 6:4
Viertelfinal: Federer vs. Raonic: 6:4 6:2 7:6
Achtelfinal: Federer vs. Dimitrov: 6:4 6:2 6:4
3. Runde: Federer vs. Zverev: 7:6 6:4 6:4
2. Runde: Federer vs. Lajovic: 7:6 6:3 6:2
1. Runde: Federer vs. Dolgopolov: 6:3 3:0 w/o

Und es ist ja nicht so, dass seine Gegner überaus schlecht spielten. Klar, Dolgopolov war verletzt, Zverev, Lajovic und Dimitrov erwischten nicht ihre besten Tage. Trotzdem musste Federer 5 Tiebreaks spielen – und die gewann er allesamt und zwar beeindruckend: Gegen Lajovic zu 0, gegen Zverev zu 3 und die letzten drei gegen Raonic und Berdych zu 4. Besonders die Kurzentscheidung gegen Raonic ist eine Bemerkung wert: Federer lag zunächst 0:3 hinten, schaltete dann einen Gang hoch und schoss Raonic förmlich vom Platz.

Eine Prognose?

Der Fall ist auf dem Papier klar: Roger Federer ist eindeutig der Favorit, auch bei den Bookies. Wer Geld auf den Schweizer wettet, kann nicht besonders viel gewinnen, seine Quote liegt bei den meisten Wettanbietern bei ca. 1:1.2. Marin Cilics Quote bewegt sich um die 1:5. Roger Federer wäre aber nicht Roger Federer, wenn er die Partie auf die leichte Schulter nehmen würde. 

Es ist damit zu rechnen, dass Federer erstmals an diesem Turnier Sätze abgibt. Ob es für Marin Cilic aber für den zweiten Grand-Slam-Titel reicht, wissen wir erst morgen.

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