The Floorball Show, der Unihockey-Talk auf SPORTAL HD

“Ihre erste Linie ist das Mass der Dinge!“

Am Samstag ist es soweit, der Unihockey Superfinal 2017 steigt in der Swiss Arena in Kloten. Moderator Stefan Eggli diskutierte mit vier Gästen – den Coaches der Endspiel-Kontrahenten - über das anstehende Highlight: Simone Berner (Headcoach UHC Dietlikon), Mirco Torri (Headcoach Piranha Chur) sowie Thomas Berger (Headcoach SV Wiler-Ersigen) und Peter Lüthi (Assistenzcoach Alligator Malans). 

Es ist der dritte Superfinal – und das dritte Duell in diesem Endspiel zwischen UHC Dietlikon und Piranha Chur. Wer setzt sich im Final der Damen dieses Mal durch? Die bisherigen Duelle dieser Saison sprechen eher für Dietlikon, aber das war die letzten zwei Jahre, in denen sich jeweils Chur schliesslich im Superfinale durchsetzte, auch schon so.

Zwei noch unerfahrene Coaches wollen bei den Damen den Titel

Simone Berner, die Rekordinternationale (127 Länderspiele), ist erst seit Saisonstart Headcoach des UHC Dietlikon. Sie hat mit ihren Damen diese Saison bereits den Cup gewonnen und könnte sich mit dem Sieg im Superfinal das Double sichern.

Auf der anderen Seite, bei Piranha Chur, steht mit Mirco Törri ebenfalls ein noch nicht sehr erfahrener Headcoach an der Bande. Der Bündner befindet sich in seinem ersten ganzen Jahr (seit Anfang 2016) im Amt. Er hat mit der Niederlage im Cupfinal das erste Saisonziel bereits verpasst. Der Druck auf seinen Schulter für den Superfinal dürfe riesig sein.

Komplimente und etwas Tiefstapelei

In „The Floorball Show“ sprachen die beiden Coaches über die spezielle Affiche, welche die Partien zwischen Dietlikon und Chur innehaben. „Es ist das Duell zweier Teams, welche das Damen-Unihockey in den letzten Jahren prägten“, meinte Simone Berner.

Die letzten beiden Superfinal-Duelle gingen an Piranha, welche 2017 zum sechsten Mal Schweizer Meister werden könnten. Doch Piranha-Trainer Torri meinte selbst: „Jede Serie geht einmal zu Ende.“ Keine optimistischen Worte des Trainers, aber Torri weiss auch um die Stärken seiner Mannschaft: „Wir kehren in eine Halle zurück, wo wir noch nie verloren haben, man verbindet Kloten mit einem schönen Erlebnis.“

Statistisch gesehen liegen die Vorteile bei den Zürcherinnen. Sie verloren in dieser Saison lediglich drei Partien, liegen in der Head to Head Wertung 3:1 vorne und gewannen die letzten 21 Spiele. Dafür band Torri seiner „Trainer-Rivalin“ ein Kränzchen: „Es hat sich bei Dietlikon schon etwas verändert, es geht was in diesem Team. Das Team ist gut geführt und alle ziehen am selben Strang.“

Während man bei Dietlikon von einer erfolgreichen Saison und positiven Entwicklungen sprach, ist man bei Piranha von der Saison enttäuscht. Auf die Frage was für Fortschritte Torri in seiner Mannschaft festgestellt hat, antwortete der Bündner: „Leider nicht Grosse. Wir sind mit der Saison nicht zufrieden. Umstellungen haben uns ein wenig zurückgeworfen.“ Taktische Hintergründe oder bittere Realität? Am Wochenende wissen wir mehr!

Selbstvertrauen ist das Motto bei den Herren

Anders als bei den Damen, stapelten die Trainer der Herrenteams nicht tief. Man kennt die eigenen Stärken „Erfolg kommt nur über gute Arbeit. Malans und Wiler-Ersigen haben ähnliche Strukturen, ein ländliches Umfeld und eine hohe Kontinuität auf Funktionärsebene.“ meinte der Headcoach von Wiler-Ersigen, Thomas Berger, auf die Frage, weshalb ausgerechnet diese beiden Teams seit Jahren die Schweizer Unihockeyszene dominieren.

Peter Lüthi ist sich bewusst, dass die Statistik gegen sein Malans spricht, die beiden Saisonduelle gegen Wiler-Ersingen gingen verloren, nur der vierte Rang in der Qualifikation und ein deutlich schwächeres Torverhältnis. Trotzdem meinte er: „Es geht um ein einziges Spiel, da ist die Saison-Statistik nichtig.“

Vergangenheit ruhen lassen

Auch Thomas Berger wollte nicht zu viel in der Vergangenheit graben: „Aus der Halbfinal-Serie können wir nur das Selbstvertrauen mitnehmen. Wir gewannen Verlängerungen, Penaltyschiessen und enge Partien. Trotzdem, das Finalspiel hat absolut nichts mit der Halbfinal-Serie zu tun!“

Lorbeeren wurden natürlich auch noch verteilt: „Thomas lebt das Unihockey, wie ich in der Schweiz keinen kenne. Er ist ein akribisch arbeitender und detailorientierter Trainer“, sagte Peter Lüthi, fast etwas ehrfürchtig.

Aber auch Berger fand lobende Worte für seinen Gegner: „Malans hat einen erfahrenen Trainer. Sie stehen nicht grundlos im Superfinal, sie sind überall stark, sie haben exquisite Einzelspieler und ihre erste Linie ist in der Schweiz das Mass der Dinge!“ Also auch die Herren wollen sich die Favoritenrolle gegenseitig zuschieben…

Du hast die Sendung verpasst? Kein Problem, dann schau sie dir im Replay auf SPORTALHD an.

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