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Seit dem 22. Juni 2016 ist es klar, die NHL erhält auf die Saison 2017/18 eine weitere Mannschaft. Die Vegas Golden Knights werden als 31. Franchise in die National Hockey League aufgenommen. Doch wie kommen sie zu Spielern und haben sie gleich zu Beginn eine Chance mitzuhalten?

Als die NHL am 24. Juni 2015 offiziell kommunizierte, dass man offen sei für Interessenten eines Expansion-Teams, konkretisierte sich der Plan in Las Vegas eine Anfrage für ein neues Team zu stellen. Die Organisation ''Hockey Vision Las Vegas'' verkaufte im Frühjahr 2015 Saisonkarten an Fans, um mit diesen virtuellen Tickets einen Antrag an die Liga zu stellen. Mitbewerber für das 31. Team hatte man nur aus Québec City, aber am Ende war es die Bewerbung aus Las Vegas welche abgesegnet wurde.

In einer spektakulären Show enthüllten die Vegas Golden Knights am 23. November den Namen des Klubs, das dazugehörende Logo und die dementsprechenden Teamfarben. Dies war ein erster Höhepunkt in einer vielleicht erfolgreichen Klub-Geschichte…

Die Verantwortlichen und Initianten 

In die Wege geleitet wurde das Projekt ''Hockey Vision Las Vegas'' im August 2014, als in Las Vegas die T-Mobile Arena eröffnet wurde. Das Stadion welches über 17'000 Plätze fasst, war für die reiche Maloof-Familie und den Unternehmer Bill Foley der Startschuss, um das oben genannte Projekt offiziell zu starten.

Bill Foley wird als Hauptinvestor bei ''Black Knight Sports & Entertainment'', dem Besitzer der Vegas Golden Knights, auch die Rolle als Mehrheitseigner bei der Eishockeymannschaft übernehmen. 

Für die sportliche Führung haben sich die Golden Knights Verstärkung von George McPhee geholt, welcher auch reichlich NHL-Erfahrung mitbringt. McPhee wird als General Manager für die Organisation im Hintergrund der Mannschaft stehen, eine Rolle welche er auch schon bei den Washington Capitals ausübte.

Im ''Expansion Draft'' wird das Team gewählt

Logischerweise sind momentan noch keine Spieler im Kader der Vegas Golden Knights Deshalb findet nach der laufenden Saison am 21. Juni dieses Jahres ein sogenannter ''Expansion Draft'' statt. Mit dieser Art von Spieleraufteilung ist es Las Vegas möglich sein Team aufzubauen. 

Alle weiteren der 31 NHL-Teams haben die Möglichkeit einen Torhüter, drei Verteidiger und sechs Stürmer oder einen Torhüter und acht Feldspieler mit freier Positionswahl vor dem Abgang zu schützen. Im ''Expansion Draft'' können sich die Verantwortlichen der Golden Knights dann von sämtlichen 30 Mannschaften die noch übrig sind bedienen und so ihren Kader zusammenstellen.

Man merkt so einfach, wie früh diese Planung schon losgegangen ist

 

Die ungeschützten Spieler der weiteren Teams dürfen aber nicht nur die Schlechtesten sein, denn pro Team müssen mindestens drei verfügbare Spieler 40 Partien in der laufenden Saison absolviert haben oder über die letzten beiden Spielzeiten in 70 Spielen auf dem Eis gestanden sein. Schlussendlich muss der Kader aber im Minimum 60 Prozent des vorgegebenen ''Salary Cap'' erfüllen und es müssen mindestens drei Goalies, neun Verteidiger und 14 Stürmer von Las Vegas im ''Expansion Draft'' ausgewählt werden.

Bekommen sie im Draft den ersten Pick?

Der Kader wird dann noch mit den jungen Spielern aus dem NHL-Entry-Draft und den ''Free Agents'' ergänzt. Spannend ist die Frage, welche Nummer die Vegas Golden Knights in der ersten Runde zugelost bekommen. Im schlechtesten Fall wären sie als sechste Mannschaft an der Reihe, doch auch die Nummer 1 ist durchaus möglich.

%IMGimg_3709789%Für SPORTAL HD-Experte und NHL-Scout Thomas Roost ist ein Pick gleich zu Beginn ziemlich wahrscheinlich. ''Es ist durchaus realistisch, dass das Schweizer Super-Talent Nico Hischier eine Option für die Mannschaft aus Nevada ist.'' Verständlicherweise ist das Team aus Las Vegas jedoch nicht die einzige Franchise, welches Interesse am Walliser bekundet. 

Wie Roost erzählt, waren die Scouts der Vegas Golden Knights schon an der U18-Weltmeisterschaft vor einem Jahr anwesend und haben sich für die möglichen Drafts umgeschaut: ''Man merkt dadurch einfach, wie früh diese Planung schon losgegangen ist und diese ganze Unternehmung wurde schon früh äusserst Ernst genommen! Die Grösse des AHL-Farmteams ist allerdings noch nicht bekannt, da sie aber zu Beginn noch nicht allzu viele Spieler besitzen, wird Las Vegas mit grosser Wahrscheinlichkeit vorübergehend mal ein halbes Farmteam erhalten…'', so der SPORTAL HD-Experte.

Was heisst das nun für die Schweizer?

So eine Mannschaft ist natürlich immer eine sehr gute Möglichkeit für ausgemusterte Spieler, um wieder in der NHL Fuss zu fassen. Wenn man die Schweizer betrachtet sind das beispielsweise Yannick Weber und Mirco Müller, die am Ende der Saison momenetan noch keinen Vertrag mehr haben. Aber auch Spieler wie Luca Sbisa, bei welchen eher unwahrscheinlich ist, dass sie geschützt werden, sind für Las Vegas natürlich ein gefundenes Fressen. 

Die Golden Knights sind zu Beginn fast um alles und jeden brauchbaren Spieler froh, doch bei einem Roman Josi und Nino Niederreiter wird die Verfügbarkeit eher beschränkt sein, da die Nashville Predators beziehungsweise Minnesota Wild diese beiden Schweizer höchstwahrscheinlich für den ''Expansion Draft'' schützen werden.

Wird Las Vegas fähig sein, gleich zu Beginn mitzuhalten?

Für Thomas Roost ist klar, falls sich die Scouts und Verantwortlichen für den NHL-Kader der Vegas Golden Knights die richtigen Gedanken gemacht haben, wird das Team schon von Anfang an eine sehr gute Kaderzusammensetzung haben. Die grosse Aufgabe wird einfach sein, ob man in nur wenigen Sommermonaten aus einem Haufen Spieler eine fähige Mannschaft formen kann.

 

Bei einem nachhaltigen Konzept, werden sie natürlich noch ein paar Jahre Zeit brauchen!

 

''Ich bin der Meinung, dass Las Vegas schon in der ersten Saison gut mithalten wird. Falls man sich bei der Klubführung aber eher für ein nachhaltiges Konzept entschieden hat, werden sie natürlich noch ein paar Jahre Zeit brauchen'', schätzt Roost den Einstieg des 31. Teams in der nächsten Saison ein.

Es haben sich jedoch nicht nur die Klubführer Gedanken gemacht, auch die National Hockey League selbst, will die neue Mannschaft nicht zum Punktelieferanten machen. Mit den diversen Regeln will nämlich verhindert werden, dass die Vegas Golden Knights am Anfang keine Punkte holen und gleich ans Ende der Tabelle gespült werden.

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