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Young Boys vs. Borussia Mönchengladbach

10 Gründe: Darum ist auch Gladbach zu schlagen!

Young Boys vs. Borussia Mönchengladbach: was für eine Affiche! Aber können die Berner den Traum von der Champions League wahr machen? Wir sagen: „Ja!“

Sicherlich: YB startet als Aussenseiter in die Champions-League-Playoffs. Aber was heisst das schon? Gegen Shakhtar Donezk war man in der gleichen Rolle und schaltete die Millionen-Truppe aus der Ukraine aus.

Gegen Borussia Mönchengladbach sind die Voraussetzungen etwas anders. Trotzdem gibt es 10 gute Gründe, auf ein erneutes gelb-schwarzes Wunder zu setzen…

Grund 1: Traumlos? Gladbach unterschätzt YB!

Gewiss, diese These muss erst einmal bestätigt werden. Dennoch könnte sich Gleiches ereignen wie bei Shakhtar Donezk, nämlich dass der Favorit den Schweizer Vizemeister nicht ganz ernst nimmt. 

Bei der Auslosung war in den Deutschen Medien hie und da von einem „Traumlos“ die Rede. Kein Wunder, hätte es Borussia Mönchengladbach als gesetzter Nicht-Meister auf dem Papier härter treffen können.

Zum Beispiel mit Roma oder Monaco, zwei harte Brocken. Ebenso drohte eine beschwerliche Reisen nach Rumänien (Steaua Bukarest) oder Russland (Rostov). So weit kam es aber nicht.

Gladbach freute sich über das Los YB. Das kann den Bernern nur recht sein. 

Grund 2: Das „Hirn“ Xhaka ist nicht mehr da

Für rund 45 Millionen Euro wechselte Granit Xhaka im Sommer von Mönchengladbach nach London zu Arsenal. Reinvestiert hat man dieses Geld bei den Deutschen (noch) nicht komplett.

Für 29 Millionen kamen Christoph Kramer (Bayer Leverkusen), Jannik Vestergaard (Werder Bremen) und Lászlo Bénes (MSK Zilina). Keine ganz grossen Namen, sondern vielmehr Spieler, die ins Konzept des Klubs passen.

Aber: Xhaka ist nicht zu ersetzen. Der Schweizer war das Metronom im Spiel der Fohlen, er diktierte das Tempo und glänzte mit unglaublicher Ballsicherheit im zentralen Mittelfeld. Dass er nicht mehr da ist, kann YB nur recht sein.

Grund 3: Der Kunstrasen

In keinem Bundesliga-Stadion wird auf Kunstrasen gespielt. In der Schweizer Super League dagegen in 2 von 10 Stadien (Bern und Thun). Ein Vorteil für YB, das seit Jahren auf künstlichem Grün trainiert und spielt.

Zwar betont Sportdirektor Max Eberl, dass dies kein Problem sei. „Viele unserer jungen Spieler sind auf Kunstrasen gross geworden.“ Zudem trainierte man zuletzt bei der Borussia ebenfalls auf Plastik, um sich auf das Spiel im Stade de Suisse vorzubereiten.

Trotzdem: Die Unterlage bleibt für die Spieler aus Mönchengladbach ungewohnt.

Grund 4: Nichts zu verlieren

Im Gegensatz zu Borussia Mönchengladbach hat YB vor diesem Duell nichts zu verlieren. Während man in Nordrhein-Westfalen fest mit der Champions-League-Gruppenphase rechnet, dürfen die Berner bereits zufrieden sein. Denn: Egal was passiert, in der Europa League ist man auf jeden Fall.

Diese Ausgangslage kann für Gelb-Schwarz befreiend wirken. Es gibt schliesslich nichts Schöneres, als einen „Grossen“ zu ärgern – und ihm ein Bein zu stellen. 

Grund 5: Borussia kränkelt

Stindl, Dahoud, Vestergaard: sie alle waren zuletzt krank – und wurden beim Test am Samstag gegen Lazio Rom (0:0) länger geschont, ehe sie doch noch ins Geschehen eingriffen. Bei 100 Prozent Leistungsfähigkeit dürften sie im Stade de Suisse nicht sein.

Bei besagtem Spiel gegen Lazio erlitten zudem Christensen und Strobl schmerzhafte Blutergüsse. 

Zusammen mit dem Fakt, dass man erst in knapp zwei Wochen in die Bundesliga-Saison startet, ist dies ein nicht zu unterschätzender Fakt. Und ein Vorteil für YB.

 

Grund 6: „Beschnuppern“ fand schon statt

Beim traditionsreichen Uhrencup in Grenchen trafen YB und Gladbach bereits vor einem Monat aufeinander. Und auch wenn das 3:3 (Gladbach siegte nach Penalties) nicht viel Aussagekraft in Bezug auf das nun folgende Duell hat, so war das „Sich-Beschnuppern“ sicher nicht schlecht für die Bundesstädter.

Es nimmt ein Stück von der Nervosität, die bei einigen jungen Bernern da sein könnte.

 

Grund 7: Der Schiri

Nicola Rizzoli ist weltweit einer der besten Schiedsrichter. Und wenn er am Dienstag die Partie im Stade de Suisse anpfeift, so werden Erinnerungen wach. Denn: War da nicht mal was mit Rizzoli?

Genau, der 44-Jährige war der Unparteiische bei einem der grössten Siege eines Schweizer Klubs im Klubfussball: Am 22. Februar 2012 bodigte der FC Basel zuhause Bayern München mit 1:0.

Ein gutes Omen für YB – vielleicht gibt es ja mit Rizzoli erneut eine Schweizer Sensation.

Grund 8: Ruhe auf dem Trainerstuhl

Vor dem Champions-League-Hinspiel gegen Shakhtar Donezk verlängerte YB den Vertrag mit Adi Hütter vorzeitig bis 2018. Zur Unzeit, dachten viele – vor allem nach der 0:2-Hinspielpleite in Lemberg.

Umso mehr stärkte diese Meldung die Position des Österreichers. Hütter sagte: “Das ist eine Wertschätzung und Anerkennung des Vereins für meine Arbeit.“ Danach drehte man den Spiess gegen die Ukrainer in sensationeller Weise.

Auch bei Borussia Mönchengladbach vertraut man dem Coach. Kein Wunder, übernahm André Schubert in der letzten Saison das Team nach der Entlassung von Lucien Favre und führte es auf Rang 4.

Aber: Manch einer meint, dass Schubert kein Trainer für „Grosses“ ist. Sprich: Dass er nicht die Ausstrahlung hat, um einen Klub ganz oben zu halten oder in der Königsklasse nach den Sternen zu greifen.

Ein Scheitern in der Champions-League-Qualifikation würde Schuberts Position – im Gegensatz zu jener Hütters – schwächen. Ob da auch Angst mitspielt?

Grund 9: Wirbel um Dahoud

„Niemand wird zum Bleiben gezwungen“, enervierte sich Fohlen-Manager Max Eberl kürzlich gegenüber Bild. Was er meinte: Senkrechtstarter Mahmoud Dahoud und sein Berater weigern sich offenbar, den 2018 auslaufenden Vertrag vorzeitig zu verlängern. 

Die Konsequenz: Gladbach sieht den 20-jährigen nicht mehr als „unverkäuflich“ an, zumindest nicht nach dieser Saison. Und vor allem: man ärgert sich über die Diskussionen. Offenbar hatte PSG unlängst 37 Millionen für den Deutschen mit syrischen Wurzeln geboten.

Für YB gilt: Alles, was für Gesprächsstoff neben dem Platz bei den Fohlen sorgt, ist willkommen. Frei nach dem Motto: Ein wenig Unruhe kann nie schaden…

Grund 10: Ein Super-Duo

Guillaume Hoarau und Yuya Kubo: So ungleich die beiden YB-Angreifer sind, so sehr strahlen beide Torgefahr aus.

Bei total 7 YB-Partien in dieser Saison kommen Hoarau und Kubo zusammen auf 8 Skorerpunkte. Der Franzose (3 Tore /1 Assist) ist mit seiner Grösse und Wucht ein Fixstern in der YB-Offensive, der Japaner (4 Tore /0 Assists) dagegen glänzt mit Tempo und toller Technik.

Dieses Super-Duo kann gegen jeden Gegner treffen – auch gegen Mönchengladbach.

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