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Sie erlebten eine EM zum Vergessen

Flop 15: Diese Stars haben uns komplett enttäuscht

Die Europameisterschaft in Frankreich ist Geschichte, alle 51 Partien gespielt und mit Portugal hat man einen würdigen Sieger gefunden.

Bei einigen Mannschaften war ein frühes Aus zu erwarten, in anderen Fällen kam das Kofferpacken aber deutlich früher als erhofft. Hauptgrund für das frühe Out war meist die schlechte Leistung der Schlüsselspieler. Doch welche Spieler haben an der EM enttäuscht? Wir liefern die Flop 15.

Name: Joe Hart
Nation: England
Martkwert: 17 Millionen Euro

Wir fangen unsere Flop-Liste mit einem Torwart an. Fast schon traditionellerweise hat ein englischer Goalie bei einer Europameisterschaft enttäuscht. DIesmal traf es Joe Hart. Der 29-Jährige hatte während der Gruppenphase eigentlich nicht viel zu tun, wenn aber ein Ball auf’s Tor kam, so war die Kugel praktisch immer drin.

Man hatte nie das Gefühl, dass der Man-City-Keeper irgendwann ein Spiel zugunsten der “Three Lions“ entscheiden könnte. Ohne formstarken Torwart kann es dann schon mal vorkommen, dass man an Island scheitert…

Name: Harry Kane
Nation: England
Martkwert: 40 Millionen Euro

Gleich noch ein Engländer hinterher. Harry Kane spielte eine unfassbare Saison bei Tottenham. Der Mittelstürmer schoss in der Premier League in 38 Partien 25 Treffer. Auch in der Nationalmannschaft konnte der 22-Jährige überzeugen und markierte in 16 Einsätzen 5 Tore.

An der EM wollte es aber irgendwie nicht klappen. “Hurricane“ schoss kein einziges Tor. In Erinnerung bleibt einzig das Rätsel, warum ausgerechnet der grossgewachsene Kane den Grossteil der Eckbälle der Engländer schoss. 

Name: David Alaba
Nation: Österreich
Martkwert: 45 Millionen Euro

Oh je, die Ösis. Als Geheimfavorit nach Frankreich gereist, als Geh-heim-Favorit wieder abgereist. Wir haben deutlich mehr von unserem östlichen Nachbarn erwartet. Und vor allam haben wir deutlich mehr von David Alaba erwartet. Der Österreicher spielte eine völlig verkorkste EM.

Dabei durfte der 24-Jährige unter Koller stets auf seiner Lieblingsposition im zentralen Mittelfeld spielen. Im Verein bei Bayern München muss Alaba aufgrund der grossen Konkurrenz seit Jahren auf die linke Verteidigerposition ausweichen, was ihm ganz und gar nicht passt. Nun hatte der Wiener die Chance, es seinem neuem Chef Carlo Ancelotti zu beweisen, dass auch er durchaus in der Zentrale spielen kann. Daraus wurde nichts!

Name: Aleksandar Dragovic
Nation: Österreich
Martkwert: 15 Millionen Euro

Der Ex-FCB-Verteidiger wollte an der EM mit Österreich Grosses erreichen – und avancierte zur grossen Enttäuschung. Im Startspiel gegen Ungarn (0:2) kassierte er beim Stand von 0:1 die gelb-rote Karte und verhinderte so, dass sein Team die Aufholjagd starten konnte, gegen Island (1:2) verschoss er zudem einen Elfmeter.

Der 25-Jährige musste nach dem Ausscheiden in der Gruppenphase wie seine Teamkollegen viel Kritik einstecken, dennoch scheint die schwache EM ihm nicht allzu sehr geschadet zu haben. Dragovic steht kurz vor einem Wechsel von Dynamo Kiew zu Bayer Leverkusen.

Name: Thomas Müller
Nation: Deutschland
Martkwert: 75 Millionen Euro

Trotz der Halbfinal-Qualifikation war es für Thomas Müller eine EM zum Vergessen. Der Bayern-Star hätte an der EURO einer der Schlüsselspieler der Deutschen werden sollen. Doch er wurde zum Problem. Nach einer langen Saison mit sehr viel Spielzeit merkte man Müller an, dass er definitiv zu viele Spiele in den Beinen hatte. Die Spritzigkeit war nicht da, es fehlten die “Müller-Momente“, die den 26-Jährigen so unberechenbar machen. Ohne diese Momente ist Müller eben nur Durchschnitt.

Als Mario Gomez noch ausfiel, musste Müller gegen Frankreich im Halbifnal im Sturmzentrum – das Todesurteil für den Münchner. Der Deutsche fand sich dort überhaupt nicht zurecht und lieferte eine miserable Vorstellung ab. Auch nach dieser EM wartet Müller weiterhin auf sein erstes Tor an einer EURO. 

Name: Mario Götze
Nation: Deutschland
Martkwert: 35 Millionen Euro

Was ist bloss mit Mario Götze los? Der Offensiv-Spieler scheint jegliches Vertrauen in sich nach der schwierigen Saison bei Bayern München verloren zu haben. Viele Experten gingen davon aus, dass Götze – ähnlich wie in Brasilien 2014 – an der EM über sich hinauswachsen könnte. Doch es kam ganz anders. Zu Beginn des Turniers wurde der 24-Jährige als “Falsche 9“ aufgestellt – ein Experiment, dass völlig in die Hose ging. 

Später reichte es Götze nur noch zu Teileinsätzen. In den weingen Minuten auf dem Feld fand sich der Offensiv-Allrounder überhaupt nicht mehr zurecht. Wo ist nur das Supertalent Götze geblieben, dass in Dortmund die Bayern so lange genervt hat, bis die Münchner sich gezwungen sahen, es zu kaufen?

Name: Mario Mandzukic
Nation: Kroatien
Martkwert: 19 Millionen Euro

Mario Mandzukic hatte eine schwierige Saison. Nach seinem Wechsel von Atlético Madrid zu Juventus Turin brauchte der Kroate etwas Anlaufzeit. Zudem wurde er immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Gegen Ende der Saison schien es aber für “Super Mario“ rund zu laufen – im Gegensatz zur Nationalmannschaft.

Irgendwie scheint sich Mandzukic seit Monaten im Trikot der “Vatreni“ unwohl zu fühlen. Der kopfballstarke Stürmer war auch an dieser EM in jedem Spiel ein Fremdkörper und mehr Feind als Freund für seine Mitspieler. 

Name: Zlatan Ibrahimovic
Nation: Schweden
Martkwert: 15 Millionen Euro

Es sollte der grosse Abgang von Zlatan Ibrahimovic sein. In Frankreich wollte der schwedische Superstar bei seinem letzten Einsatz für die Nationalmannschaft noch einmal ein Feuerwerk abfackeln. Doch “Ibra“ wählte den Hinterausgang vom internationalen Geschäft.

Der 34-Jährige schoss keinen Treffer, auch die typischen “Ibra-Aktionen“ blieben aus. Fast schon logisch, dass die Schweden ohne überragende Leistungen von ihrem Superstar bereits in der Gruppenphase scheiterten…

Name: Cesc Fabregas
Nation: Spanien
Martkwert: 45 Millionen Euro

Kaum zu glauben, dass Cesc Fabregas vor ein paar Jahren mit Arsenal beinahe die ganze Premier League auseinander nahm. Seit seinem Wechsel zu Barcelona scheint der mittlerweile 29-Jährige jedes Jahr schlechter zu werden. Da half auch nicht die Flucht zum FC Chelsea.

Die diesjährige EM war der negative Höhepunkt des Spaniers. Obwohl er in jedem Spiel in der Startformation stand, hat der Spielmacher nie den Weg in die Europameisterschaft gefunden. Ob Fabregas in der WM-Quali noch Stamm ist? Coach Del Bosque, der stets auf ihn setzte, ist weg. Und Spieler wie Isco, Koké und Saul Niguez stehen bereits in der Warteschlange…

Name: Sergio Ramos
Nation: Spanien
Martkwert: 40 Millionen Euro

Neben Fabregas wurde mit Sergio Ramos ein weitere Spanier den hohen Erwartungen nicht gerecht. Der 30-Jährige gilt seit Jahren als der wohl kompletteste Innenverteidiger der Welt. in Frankreich schien aber nichts für den Real-Star zu laufen. Dabei muss man nicht einmal speziell vom verschossenen Elfmeter gegen Kroatien reden.

Die spanische Abwehr, die sonst in den letzten Jahren bei den Gross-Events – mit Ausnahme der WM 2014 – wie eine Mauer stand, wackelte gewaltig. Die Chemie mit Gerard Piqué scheint sowohl auf als auch neben dem Platz nicht zu stimmen. Auch hier kann man bald eine Wachablösung erwarten…

Name: David De Gea
Nation: Spanien
Martkwert: 40 Millionen Euro

Dass Spanien-Trainer Vicente Del Bosque De Gea vor Ikone Iker Casillas den Vortritt gab, konnte man doch als kleinere Überraschung verbuchen, rückblickend betrachtet war diese Entscheidung jedoch nicht die allerbeste. Der 25-Jährige konnte seine starken Leistungen aus seiner Saison bei Manchester United im Nationalteam nicht bestätigen.

Beim 1:2 gegen Kroatien, welches den Spaniern den Gruppensieg kostete, sah der reflexstarke Keeper beim Gegentreffer kurz vor Schluss durch Perisic nicht wirklich glücklich aus, im Achtelfinal gegen Italien (0:2) agierte er beim Führungstor der Italiener ebenfalls nicht souverän. Nein, es war nicht die EM des David de Gea.

Name: Robert Lewandowski
Nation: Polen
Martkwert: 75 Millionen Euro

Robert Lewandowski hat zwar im Viertelfinal gegen Portugal seinen einzigem EM-Treffer gemacht, doch bis zu der Partie gegen Cristiano Ronaldo und Co. enttäuschte der Starstürmer völlig. Der Pole feuerte in der Gruppenphase keinen einzigen Schuss (!) aufs gegnerische Tor ab. Der Druck, der auf ihm lastete, schien schlicht zu gross.

Von einem Mann, der in der Bundesliga mit Bayern alles in Grund und Boden schiesst und satte 75 Millionen Euro wert ist, erwartet man deutlich mehr. 

Name: Johan Djourou
Nation: Schweiz
Martkwert: 3.5 Millionen Euro

Auch ein Schweizer hat es in die unrühmliche Liste geschafft. Die Rede ist von Johan Djourou. Der Innenverteidiger fiel vor allem durch seine Unsicherheiten und Stellungsfehler auf. Während Fabian Schär trotz schlechter Saison eine bärenstarke EM zeigte, musste Djourou viel Kritik einstecken. 

Unvergessen bleibt auch der haarsträubende Fehlpass gegen Polen, als es beinahe nach einer Minute im Schweizer Tor klingelte.

Name: Arda Turan
Nation: Türkei
Martkwert: 30 Millionen Euro

Arda Turan konnte einem bei dieser EM leid tun. Der Türke trug die Hoffnungen eines fussballverrückten Volkes alleine auf seinen Schultern. Dabei hatte Turan alles andere als eine optimale Saison hinter sich. Der Mittelfeldspieler wechselte im vergangenen Sommer von Atlético Madrid zum FC Barcelona, konnte dort aber bis Ende Jahr aufgrund der Transfer-Strafe der Katalanen kein Pflichtspiel bestreiten.

Auch im Jahr 2016 hatte Turan einen schweren Stand und kam lediglich zu Teileinsätzen. Kein Wunder. dass dem 29-Jährigen die Spielpraxis fehlte und er spielerisch keine Ausrufezeichen setzen konnte. Den türkischen Anhängern war dies aber völlig egal – sie pfiffen ihn nach dem Spanien-Spiel gnadenlos aus.

Name: Seamus Coleman
Nation: Irland
Martkwert: 17 Millionen Euro

In der Premier League gehörte der 27-Jährige in der abgelaufenen Saison zu den besten Aussenverteidigern, dementsprechend viel erwarteten die Iren von ihrem Leistungsträger. Und die EM begann mit einem Assist gegen Schweden auch vielversprechend, danach kam aber herzlich wenig.

Obwohl die Iren etwas überraschend in die Achtelfinals vorstiessen, wusste Coleman nicht zu überzeugen. Vor allem im Offensivbereich ist man vom Aussenverteidiger, der in den letzten beiden Spielen die Captainbinde trug, mehr gewohnt.

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