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Vermeintliche Weltklasse-Spieler

Die meist überschätzten Fussballer des letzten Jahrzehnts

Sie schaffen das, wovon andere ein Leben lang nur träumen: Fussballspieler, die trotz durchschnittlichem Talent immer wieder bei Top-Klubs landen. Wir werfen einen Blick auf die überbewertetsten Fussballer der letzten 10 Jahre.

Mit verblüffender Leichtigkeit hangelten sie sich von einer Top-Adresse zur nächsten. Dabei konnten sie selten bis nie die hohen Ablösesummen oder die grosszügigen Gehälter mit Leistung zurückzahlen. Die vermeintlichen Weltklassespieler fielen dafür durch häufige Vereinswechsel auf.

Samir Nasri
Alter: 28
Nationalität: Frankreich
Position: Linksaussen

Der Franzose spielte in seiner Karriere bisher nur eine wirklich starke Saison. Es war die Spielzeit kurz vor seinem Wechsel zu Manchester City im Jahr 2011. Ansonsten lässt Nasri seine Klasse hin und wieder aufblitzen, in den wichtigen Spielen gelingt es ihm aber selten, das Ruder rumzureissen.

Auch in der Nationalmannschaft ist Nasri nicht wirklich ein Erfolgsgarant. In 41 Einsätzen gelangen dem Offensivspieler gerade mal fünf Tore.

Robinho
Alter: 32
Nationalität: Brasilien
Position: Stürmer

Einer der 99 Länderspiele für Brasilien bestritten hat, hat in dieser Liste eigentlich wenig zu suchen. Der Dribbler hat aber Zeit seiner Karriere relativ wenig aus seinem Talent gemacht und reifte nie zum Führungsspieler.

So viele hübsche Tricks Robinho auf Lager hat – Die Tatsache, dass er bei Real Madrid, Manchester City und Milan nach nur wenigen Saisons nicht mehr erwünscht war, zeigt die mangelnde Wertschätzung für das einstige Wunderkind.

Yossi Benayoun
Alter: 35
Nationalität: Israel
Position: Rechtsaussen

Der Israeli kann auf eine lange Karriere in der Premier League zurückblicken, spielte unter anderem beim FC Liverpool, Chelsea und Arsenal. Stark spielte er aber nur bei den Reds, bei denen er in drei Premier-League-Saisons immerhin 18 Tore erzielte.

Danach verdingte er sich als Ergänzungsspieler in London. Seit 2014 spielt er wieder in der Heimat bei Maccabi Haifa. 

Mathieu Flamini
Alter: 32
Nationalität: Frankreich
Position: Mittelfeld

Der dreifache französische Internationale ist mit Sicherheit ein erfahrener Spieler. Flamini hat schon über 240 Spiele für den FC Arsenal bestritten und etwa halb so viele für den AC Mailand.

Dass er seine Karriere ausschliesslich bei europäischen Top-Klubs verbringen darf, ist ein Privileg. Flamini wird wohl nie mehr ein grosser Spieler werden, aber wenigstens ist er ein verlässlicher Lücken-Büsser.

Mohamed Sissoko
Alter: 31
Nationalität: Mali
Position: Mittelfeld

Sissoko lief in seiner Karriere unter anderem für Valencia, Liverpool, Juventus, Paris Saint-Germain und den AC Florenz auf. Nie konnte sich der Mittelfeldspieler langfristig durchsetzen und brach immer wieder seine Zelte ab. Der Malier darf sich dafür spanischer und französischer Meister nennen, gewann mit Liverpool den FA-Cup und mit Valencia den UEFA-Cup.

Im letzten Sommer wechselte Sissoko zu Shanghai Shenhua. Bereits nach einem halben Jahr ist seine Zeit in China aber wieder abgelaufen und er steht somit ohne Verein da.

Diego López
Alter: 34
Nationalität: Spanien
Position: Tor

Mit seiner Entscheidung, Diego López anstatt Iker Casillas ins Tor von Real Madrid zu stellen, löste José Mourinho in Spanien ein Erdbeben aus. Der Spanier zahlte das Vertrauen aber zurück und avancierte für eine Saison zum Stammtorhüter der Königlichen. Zur Saison 2014/15 folgte dann der Wechsel zum AC Mailand.

Nach einer guten ersten Saison in der Serie A musste López aber dem Nachwuchstalent Donnarumma Platz machen. Vielleicht liegt ihm die Rolle des Ersatzmanns einfach besser, schon beim FC Sevilla (2012/2013) war er hinter Andrés Palop stets die Nummer 2. 

Phillippe Senderos
Alter: 31
Nationalität: Schweiz
Position: Innenverteidigung

Richtig stolz war man in der Schweiz, mit Phillippe Senderos über einen Verteidiger von Weltklasse-Format zu verfügen. Von 2004 bis 2008 spielte er für den FC Arsenal und bestritt dort nicht wenige Spiele. Auch seine nächsten Stationen liessen sich durchaus sehen, Senderos spielte noch für den AC Mailand, Everton, Fulham und Valencia.

Der Genfer erreichte aber nie mehr sein Niveau wie damals bei den “Gunners“. Nach seiner Ausbootung bei Aston Villa im Winter, wechselte er bekanntermassen zu den Grasshoppers. In Niederhasli gibt man sich ob der Verpflichtung des vermeintlichen Weltstars aber gelassen.

 

Nicklas Bendtner
Alter: 28
Nationalität: Dänemark
Position: Mittelstürmer

Nicklas “Lord“ Bendtner gehört wohl zu den schillerndsten Figuren im Fussball-Geschäft. Der Hüne lancierte seine Karriere ebenfalls beim FC Arsenal, verlor aber mit der Zeit den Fokus und landete über einen erfolglosen Abstecher in Turin beim VfL Wolfsburg. Auch dort ist seine Torausbeute aber mager und die Zeichen stehen auf Abschied.

Doch Bendtner sorgt sowieso lieber neben dem Platz für Schlagzeilen. Um den bekennenden Hedonisten ist mittlerweile ein regelrechter Hype entstanden und im Netz häufen sich die Bilder, die die masslose Selbstüberschätzung des Dänen auf die Schippe nehmen. Nicklas Bendtner hat sich den Platz in der Liste mehr als verdient. Und wer weiss, vielleicht wird es ja doch noch was mit dem Ballon d’Or.

Alex Song
Alter: 28
Nationalität: Kamerun
Position: Mittelfeld

Der defensive Mittelfeldspieler spielt aktuell West Ham United in der Premier League. Von 2005 bis 2012 stand er beim FC Arsenal unter Vertrag, erreichte dort während seiner letzten beiden Spielzeiten seine Blütephase. Mit dem anschliessenden Wechsel zum FC Barcelona ging es für den Kameruner bergab, bei den Katalanen war er zum Schluss nur noch Ergänzungsspieler.

Aus Song ist ein gestandener Premier-League-Profi geworden, bei den “Hammers“ lebt es sich im Vergleich zu Barça und Arsenal gewiss aber weniger glamourös.

Anderson
Alter: 27
Nationalität: Brasilien
Position: Mittelfeld

Der Brasilianer wechselte im Somer 2007 für über 30 Millionen Euro vom FC Porto zu Manchester United. Im Norden Englands stand er, unterbrochen von einem halbjährigen Intermezzo beim AC Florenz, bis zum Ende der vergangenen Saison unter Vertrag. Warum, weiss eigentlich niemand so genau. Stammspieler war er in der gesamten Zeit bei den “Red Devils“ nie, sorgte vielmehr durch sein Übergewicht als durch Leistung auf dem Rasen für Unterhaltung. 

Nebst mehreren gewonnenen Meistertiteln darf sich Anderson, der mittlerweile wieder in der Heimat bei Porto Alegre kickt, auch Champions-League-Sieger nennen. Immerhin: Im Finale 2008 gegen den FC Chelsea wurde er kurz vor Schluss eigewechselt und verwandelte gar seinen Penalty im Elfmeterschiessen. Ein typischer Anderson-Auftritt eben.

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