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Head-to-Head der Champions unter der Lupe

Federer vs. Djokovic: So kam es zum 22:22

Roger Federer und Novak Djokovic bestreiten im Halbfinal von Melbourne ihr insgesamt 45. Duell gegeneinander. Die Bilanz ist ausgeglichen, doch wie kam es zum 22:22?

SPORTAL schaut zurück auf alle Partien der beiden gegeneinander zwischen 2006 und 2015.

2006: Masters Monte Carlo
1. Runde: Federer schlägt Djokovic 6:3, 2:6, 6:3.
Head-to-Head: 1:0.

Der damals 18-jährige Djokovic kann Federer zwar einen Satz abnehmen, zum grossen Sieg reicht es aber noch nicht.

2006: Davis Cup, Schweiz-Serbien
Playoffs: Federer schlägt Djokovic 6:3, 6:2, 6:3.
Head-to-Head: 2:0.

In einem heissen Duell holt Federer den wichtigen ersten Punkt für die Schweiz, Djokovic hat keine Chance.

2007: Australian Open
Achtelfinal: Federer schlägt Djokovic 6:2, 7:5, 6:3.
Head-to-Head: 3:0.

Der aufstrebende Serbe kann den grossen Champion zwar fordern, er kassiert aber die dritte Pleite im dritten Spiel.

2007: Dubai
Viertelfinal: Federer schlägt Djokovic 6:3, 6:7, 6:3.
Head-to-Head: 4:0.

Djokovic streckt sich, geht in einem ultraspannenden Spiel aber als Verlierer vom Platz. Sein Selbstbewusstsein wird grösser.

2007: Masters Montreal
Final: Djokovic schlägt Federer 7:6, 2:6, 7:6.
Head-to-Head: 4:1.

Djokovic hat gut lachen. Dem jungen Serben gelingt endlich der erste Sieg gegen Federer.

2007: US Open
Final: Federer schlägt Djokovic 7:6, 7:6, 6:4.
Head-to-Head: 5:1.

Dem Schweizer gelingt die Revanche, er verliert im US-Open-Final keinen Satz und holt die vierte New-York-Krone in Folge.

2008: Australian Open
Halbfinal: Djokovic schlägt Federer 7:5, 6:3, 7:6.
Head-to-Head: 5:2.

Vom Pfeifferschen Drüsenfieber geschwächt hat Federer keine Chance, Djokovic gewinnt anschliessend sein erstes Major.

2008: Masters Monte Carlo
Halbfinal: Federer schlägt Djokovic 6:3, 3:2 Ret.
Head-to-Head: 6:2.

Federer profitiert von der Aufgabe Djokovics, der im zweiten Satz von einer Verletzung gestoppt wird.

2008: US Open
Halbfinal: Federer schlägt Djokovic 6:3, 5:7, 7:5, 6:2.
Head-to-Head: 7:2.

Nach dem Viersatzerfolg gegen Djokovic bezwingt Federer auch Andy Murray und triumphiert erneut in Flushing Meadows.

2009: Masters Miami
Halbfinal: Djokovic schlägt Federer 3:6, 6:2, 6:3.
Head-to-Head: 7:3.

Zum dritten Mal muss der Baselbieter seinem jüngeren Kontrahenten gratulieren, obwohl er den Startsatz gewann.

2009: Masters Rom
Halbfinal: Djokovic schlägt Federer 4:6, 6:3, 6:3.
Head-to-Head: 7:4.

Federer verliert erstmals zweimal in Folge gegen „Nole“, wie in Miami muss er sich in 3 Sätzen geschlagen geben.

2009: Masters Cincinnati
Final: Federer schlägt Djokovic 6:1, 7:5.
Head-to-Head: 8:4.

Auf Hardcourt ist es dann wieder der Schweizer, der klar die Oberhand behält und einen weiteren Masters-Titel gewinnt.

2009: US Open
Halbfinal: Federer schlägt Djokovic 7:6, 7:5, 7:5.
Head-to-Head: 9:4.

Die Freude bei Federer ist unbändig. Dieses Spiel ging auch wegen des unglaublichen „Tweeners'' in die Geschichte ein.

2009: Basel
Final: Djokovic schlägt Federer 6:4, 4:6, 6:2.
Head-to-Head: 9:5.

Diese Niederlage schmerzt Federer besonders, muss er sie doch vor fantastischem Heimpublikum einstecken.

2010: Masters Toronto
Halbfinal: Federer schlägt Djokovic 6:1, 3:6, 7:5.
Head-to-Head: 10:5.

''Stängeli'' für Federer, der in Toronto seinen 10. Sieg gegen den mittlerweile 23-jährigen Serben feiern darf.

2010: US Open
Halbfinal: Djokovic schlägt Federer 5:7, 6:1, 5:7, 6:2, 7:5.
Head-to-Head: 10:6.

Den ersten Fünfsätzer entscheidet ''Nole'' für sich. Federer vergibt dabei zwei Matchbälle und ist danach untröstlich.

2010: Masters Shanghai
Halbfinal: Federer schlägt Djokovic 7:5, 6:4.
Head-to-Head: 11:6.

Federer revanchiert sich für die bittere US-Open-Pleite und erhöht im Duell der Direktbegegnungen auf 11:6.

2010: Basel
Final: Federer schlägt Djokovic 6:4, 3:6, 6:1.
Head-to-Head: 12:6.

Diesmal darf Federer bei seinem Heimturnier jubeln und feiert danach mit den Ballkids und jeder Menge Pizza.

2010: World Tour Finals, London
Halbfinal: Federer schlägt Djokovic 6:1, 6:4.
Head-to-Head: 13:6.

Die langjährige Weltnummer 1 lässt im Halbfinal nichts anbrennen und holt sich im Anschluss den Turniersieg.

2011: Australian Open
Halbfinal: Djokovic schlägt Federer 7:6, 7:5, 6:4.
Head-to-Head: 13:7.

Auf der Major-Bühne hat Federer gegen Djokovic nichts zu lachen, verliert gegen den Mann aus Belgrad ein weiteres grosses Spiel.

2011: Dubai
Final: Djokovic schlägt Federer 6:3, 6:3.
Head-to-Head: 13:8.

Die nächste Pleite folgt nur wenige Wochen später, auf Hartplätzen ist Djokovic mittlerweile eine Macht.

2011: Masters Indian Wells
Halbfinal: Djokovic schlägt Federer 6:3, 3:6, 6:2.
Head-to-Head: 13:9.

Zum dritten Mal in Folge heisst Djokovic Endstation, es scheint, ob Federer den Serben nicht mehr bezwingen kann.

2011: French Open
Halbfinal: Federer schlägt Djokovic 7:6, 6:3, 3:6, 7:6.
Head-to-Head: 14:9.

Der ganz grosse Auftritt Federers in Paris. In einem hochklassigen Match zeigt er seinem Gegner den Meister.

2011: US Open
Halbfinal: Djokovic schlägt Federer 6:7, 4:6, 6:3, 6:2, 7:5.
Head-to-Head: 14:10.

Eine der bittersten Niederlagen in der Karriere Federers. Erneut vergibt er bei den US Open gegen Nole zwei Matchbälle.

2012: Masters Rom
Halbfinal: Djokovic schlägt Federer 6:2, 7:6.
Head-to-Head: 14:11.

Körperlich etwas angeschlagen hat Federer gegen einen grossartig aufspielenden Djokovic keine Chance.

2012: French Open
Halbfinal: Djokovic schlägt Federer 6:4, 7:5, 6:3.
Head-to-Head: 14:12.

Sehr bittere Niederlage für „King Roger“. Djokovic spielt an diesem Tag eine Klasse besser.

2012: Wimbledon
Halbfinal: Federer schlägt Djokovic 6:3, 3:6, 6:4, 6:3.
Head-to-Head: 15:12.

Durch diesen Sieg zieht Federer in den Wimbledon-Final ein und gewinnt dort seinen – bis jetzt – letzten Grand-Slam-Titel.

2012: Masters Cincinnati
Final: Federer schlägt Djokovic 6:0, 7:6.
Head-to-Head: 16:12.

Für Federer ist es der zweite Erfolg in Serie gegen seinen serbischen Rivalen und gleichzeitig sein 76. Turniersieg.

2012: World Tour Finals London
Final: Djokovic schlägt Federer 7:6, 7:5.
Head-to-Head: 16:13.

In einer umkämpften Partie holt sich Djokovic seinen zweiten Turniersieg an den ATP Finals.

2013: Masters Paris
Halbfinal: Djokovic schlägt Federer 4:6, 6:3, 6:2.
Head-to-Head: 16:14.

Beim ersten Aufeinandertreffen seit fast einem Jahr behält Novak Djokovic dank eines Steigerungslaufes die Oberhand.

2013: World Tour Finals London
Gruppenphase: Djokovic schlägt Federer 6:4, 6:7, 6:2.
Head-to-Head: 16:15.

Kurz darauf bezwingt Djokovic den Schweizer zum dritten Mal in Folge. Wenige Tage darauf holt er sich den Titel in London.

2014: Dubai
Halbfinal: Federer schlägt Djokovic 3:6, 6:3, 6:2.
Head-to-Head: 17:15.

Nach dem „Seuchenjahr“ 2013 ist es für Federer der erste Sieg gegen Djokovic seit fast 1,5 Jahren.

2014: Masters Indian Wells
Final: Djokovic schlägt Federer 3:6, 6:3, 7:6.
Head-to-Head: 17:16.

Indian Wells scheint für den Serben ein gutes Pflaster zu sein. Wie schon 2011 besiegt er Federer in drei Sätzen.

2014: Masters Monte Carlo
Halbfinal: Federer schlägt Djokovic 7:5, 6:2.
Head-to-Head: 18:16.

Djokovic verpasst es damit erneut, in der Head-to-Head-Bilanz gegen Federer auszugleichen.

2014: Wimbledon
Final: Djokovic schlägt Federer 6:7, 6:4, 7:6, 5:7, 6:4.
Head-to-Head: 18:17.

Eine der bittersten Niederlagen in Federers Karriere. Er verpasst nach grossem Kampf seinen 18. Grand-Slam-Titel.

2014: Masters Schanghai
Halbfinal: Federer schlägt Djokovic 6:4, 6:4.
Head-to-Head: 19:17.

In einer atemberaubenden Partie spielt Federer unglaublich offensiv und wird dafür mit dem Finaleinzug belohnt.

2015: Dubai
Final: Federer schlägt Djokovic 6:3, 7:5.
Head-to-Head: 20:17.

In seiner Wahlheimat besticht der Schweizer durch unglaubliche Effizienz und Nervenstärke.

2015: Masters Indian Wells
Final: Djokovic schlägt Federer 6:3, 6:7, 6:2.
Head-to-Head: 20:18.

Grosse Erleichterung beim „Djoker“. Nach zwei Niederlagen in Serie gelingt ihm endlich wieder ein Sieg gegen Roger Federer.

2015: Masters Rom
Final: Djokovic schlägt Federer 6:4, 6:3.
Head-to-Head: 20:19.

Ziemlich zerknirscht schaut Federer drein. Kein Wunder, in 1000er-Turnieren zog er immer häufiger den Kürzeren.

2015: Wimbledon
Final: Djokovic schlägt Federer 6:7, 7:6, 6:4, 6:3.
Head-to-Head: 20:20.

Vieles spricht vor dem Finale für Federer, der zuvor genial auftrumpfte. Aber der Schweizer spielt nicht mehr ganz so gut und muss Djokovic erneut den Vorzug lassen.

2015: Cincinnati
Final: Federer schlägt Djokovic 7:6, 6:4
Head-to-Head: 21:20.

Wieder gewinnt Federer den Halbfinal gegen Andy Murray überzeugend, schafft es aber diesmal, sein Niveau zu halten. ''Zu gut'', sagt Djokovic beim Handshake am Netz. Der Maestro hat es wieder einmal allen gezeigt.

2015: World Tour Finals London
Gruppenspiel: Federer vs. Djokovic 7:5, 6:2.
Head-to-Head: 22:21.

In den Gruppenspiele der World Tour Finals konnte Federer erneut vorlegen. Dabei fügte er dem Serben erstmals seit 38 Partien wieder eine Niederlage in der Halle zu.

2015: World Tour Finals London
Final: Djokovic vs. Federer 6:3, 6:4.
Head-to-Head: 22:22.

Im logischen Final treffen die beiden Dominatoren der Saison erneut aufeinander. Diesmal aber ist der Serbe auf die Federer-Taktik vorbereitet und kürt sich mit nur sechs Niederlagen im Jahr zum verdienten Masters-Sieger.

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