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Entschuldigung des Schweizers

Federer zu Tomic-Aussage: “Ich war hart, aber fair“

Roger Federer wurde nach seinem Viertelfinalsieg am Australian Open gegen Tomas Berdych auch zu Bernard Tomics wütender Reaktion zu seinen Aussagen über ihn in Brisbane befragt. Der Schweizer gab zu, dem Australier vielleicht etwas Unrecht getan zu haben, kommentierte aber das kindische Verhalten der Nummer 17 der Welt nicht weiter.

Was war passiert? Federer sagte vor knapp zwei Wochen in Brisbane auf eine entsprechende Frage an einer Pressekonferenz folgendes über Tomic: ''Er war schon ganz gut, aber die Top 10 sind dann doch eine andere Geschichte. Seit mehreren Saisons haben wir gesehen oder gehört, dass die Top 10 sein Ziel sind, und er hat es während all der Zeit nicht geschafft.''

Tomic lässt sich zu trotzigem Konter hinreissen

Der verbale Konter des australischen Hoffnungsträgers, der dieses Jahr in Melbourne im Achtelfinal an Andy Murray scheiterte, kam am Sonntag prompt.

''Ich glaube auch, dass er weit weg ist von Djokovic. Wenn er glaubt, dass ich weit weg bin von den Top 10, dann ist meine Prognose, dass er nicht einmal in der Nähe von Novaks Tennis ist'', sagte der im Stolz verletzte 23-Jährige.

Federer: ''Ich sagte auch viele nette Dinge über ihn''

Nun war die Reihe also wieder an Federer, der sich gewohnt gentleman-like für einen Teil seiner Aussage entschuldigte. ''Um ehrlich zu sein dachte ich, dass ich etwas hart war, als ich aus dem Presseraum ging. Gleichzeitig war ich aber auch fair, schliesslich sagte ich auch viele nette Dinge über ihn. Ich wusste nicht, dass sein Ranking im Moment so hoch ist, ich dachte er sei in den Top 50 oder 60. Das war mein Fehler.''

Ich sagte eine Menge Dinge in Brisbane, nur ein kleiner Teil davon wurde rausgenommen

Seine Aussagen seien allerdings etwas aus dem Zusammenhang gerissen worden. ''Ich sagte eine Menge Dinge in Brisbane, nur ein kleiner Teil davon wurde rausgenommen. Dann wird das zum Spieler getragen, er reagiert, ist vielleicht frustriert, und das Ganze zieht sich noch weiter.''

Er bleibe aber dabei, dass es einen grossen Unterschied zwischen Spielern gebe, die eine Woche in den Top 10 klassiert seien und denjenigen, welche über mehrere Jahre dort anzutreffen sind.

''Kyrgios wird weit kommen''

Mehr als von Tomic scheint Federer ohnehin von Nick Kyrgios zu halten, dem anderen designierten Star der Zukunft aus Down Under. ''Es macht Spass, ihm zuzuschauen. Er hat sehr viel Persönlichkeit, auch wenn er es manchmal etwas zu bunt treibt. Mit seiner wahnsinnigen Power wird er weit kommen'', so der Baselbieter, der Kyrgios vor einigen Jahren zu einem gemeinsamen Trainingslager in der Schweiz einlud. (czr)

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