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Wawrinka vs. Raonic: Die Stimmen

“Wenn man gegen Milos spielt, muss man bei 100 Prozent sein“

Zum ersten Mal seit dem French Open 2014 ist Stan Wawrinka an einem Major-Turnier vor dem Viertelfinal ausgeschieden. Die Nummer 4 der Welt zeigte sich nach dem Fünfsatzkrimi gegen Milos Raonic enttäuscht, fand aber Gründe für das Ausscheiden in Melbourne. Die Vorbereitung auf die Hartplatzturniere in den USA im März gestaltet der Lausanner um.

4:6, 3:6, 7:5, 6:4, 3:6 – obwohl die ersten beiden Sätze des Achtelfinals eine Demonstration des Könnens von Milos Raonic waren, rackerte sich Stan Wawrinka zurück in die Partie und verlor letztlich doch.

''Überrascht, dass ich ihn über fünf Sätze zwingen konnte''

''Ich spielte nicht mein bestes Tennis und fand keinen Weg, daran etwas zu ändern. Ich bin eigentlich überrascht, dass ich ihn trotzdem über fünf Sätze zwingen konnte'', analysierte Wawrinka an der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Er habe sich nicht gut gefühlt und die Nachwirkungen seiner hartnäckigen Erkältung gespürt, die ihn schon während des ganzen Turniers begleitet. ''Ich kam von zu weit weg. Die letzten 10 Tage war ich krank und habe trotzdem die zweite Woche erreicht. Aber wenn man gegen jemanden wie Milos spielt, muss man bei 100 Prozent sein.''

''Schaue nicht nur auf das letzte Match''

Wie schon Roger Federer in Brisbane stellte auch Wawrinka dem Kanadier ein gutes Zeugnis aus. ''Er ist seit zwei Jahren wirklich gut. Ich habe erwartet, dass er gegen mich so spielt. Aber er war einfach besser.''

Dramatisieren wollte der 30-Jährige die Niederlage nicht, schliesslich habe er angesichts der Umstände ein gutes Turnier gespielt. ''So etwas kann passieren. Wenn ich ein Turnier anschaue, tue ich das auf das grosse Ganze bezogen, nicht nur auf das letzte Match, das ich verloren habe. Ich finde, insgesamt war es positiv.''

Ich mag es, ab und zu etwas abzuwechseln und neue Turniere zu spielen. Das kann mental sehr gut sein

Nach einem intensiven Jahresbeginn mit dem Turniersieg in Chennai und dem ereignisreichen Australian Open gönnt sich der zweifache Grand-Slam-Sieger erst einmal eine Pause. Im Gegensatz zum letzten Jahr wird er nicht in Rotterdam antreten (wo er Titelhalter ist), sondern erst Mitte Februar in Marseille auf die Tour zurückkehren.

Anstelle des Turniers in den Niederlanden bestreitet er mit Dubai in der Woche nach Marseille einen anderen Event der ATP-Stufe 500. ''Ich mag es, ab und zu etwas abzuwechseln und neue Turniere zu spielen. Das kann mental sehr gut sein'', so Wawrinka, der seit 2008 nicht mehr in den Vereinigten Arabischen Emiraten angetreten ist.

Im März geht es dann mit den Masters-Turnieren in Indian Wells und Miami weiter. Dass er die Davis-Cup-Partie gegen Italien auslassen würde, hatte Wawrinka schon vor dem Australian Open angekündigt.

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